SBF Aktie: Gewinnziel nach Kundenausfall halbiert
Veröffentlicht am: 02.10.2026 um 16:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach dem Schock über den drohenden Forderungsausfall bei einem Geschäftspartner stabilisiert sich die Aktie der SBF AG vor dem Wochenende. Das Papier legte heute um 6,5 Prozent zu und kletterte auf 2,46 Euro. Damit setzt sich der Titel wieder etwas von seinem am Mittwoch markierten 52-Wochen-Tief bei 2,00 Euro ab.
Forderungsausfall halbiert operatives Gewinnziel
Auslöser der jüngsten Unruhe war eine Pflichtmitteilung des Unternehmens am Mittwoch. Wegen des vorläufigen Insolvenzverfahrens bei einem Kunden droht SBF der weitgehende Ausfall offener Forderungen von rund 1,0 Millionen Euro. Diese Belastung schlägt voll auf die Ertragsrechnung durch: Das Management kalkuliert mit einem negativen EBITDA-Effekt von 0,8 bis 1,0 Millionen Euro für das Gesamtjahr 2026.
In der Folge musste die Unternehmensführung ihre Ergebnisprognose drastisch stutzen. Für das Geschäftsjahr 2026 peilt SBF nun nur noch ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zwischen 0,9 und 1,5 Millionen Euro an. Zuvor hatte die Spanne noch bei 1,8 bis 2,4 Millionen Euro gelegen.
Solide Halbjahresbasis und voller Auftragsbestand
Der Rückschlag trifft das Unternehmen in einer Phase operativer Erholung. Im ersten Halbjahr 2026 war das EBITDA auf 1,6 Millionen Euro gestiegen, nachdem im Vorjahreszeitraum lediglich 0,5 Millionen Euro angefallen waren. Unter dem Strich stand nach sechs Monaten ein Konzerngewinn von 0,6 Millionen Euro, verglichen mit einem Fehlbetrag von 0,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025.
Gleichzeitig ging der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten moderat von 21,9 Millionen Euro auf 19,8 Millionen Euro zurück. Die Jahresumsatzprognose von 38,0 bis 41,0 Millionen Euro wurde bisher durch verzögerte Projektabrufe begleitet. Rückhalt bietet jedoch das bestehende Projektpolster: Der Auftragsbestand belief sich per Ende Juli 2026 auf 98,5 Millionen Euro.
Führungskräfte nutzten Kursschwäche vorab für Zukäufe
Bemerkenswert bleibt das Verhalten der Führungsetage vor der jüngsten Gewinnwarnung. Im Verlauf des Septembers bauten Organmitglieder ihre Beteiligungen spürbar aus. Noch deutlicher griff Aufsichtsratsmitglied Dr. Ulrich Hauck zu. Er legte am 24. September mit einem Zukauf über knapp 249.695 Euro nach. Die Insiderkäufe signalisieren Vertrauen in die Substanz, wenngleich das Management den bilanziellen Schaden des Kundenausfalls im laufenden Halbjahr erst verarbeiten muss.
SBF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SBF-Analyse vom 2. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten SBF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SBF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
SBF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
