Schlatter, Industries

Schlatter Industries Aktie: ZurĂŒck in der Gewinnzone

Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 06:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schlatter Industries meldet fĂŒr das erste Halbjahr 2026 einen Gewinn von 1,1 Mio. Franken und verbessert die EBIT-Marge deutlich, trotz sinkender Erlöse.

Schlatter Industries: Halbjahresbilanz 2026 zeigt Trendwende trotz UmsatzrĂŒckgang
Modernes IndustriegebĂ€ude in sanftem Morgenlicht als Symbol fĂŒr wirtschaftliche Erholung und positive GeschĂ€ftsentwicklung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Die Kehrtwende ist gemacht: Schlatter Industries hat das erste Halbjahr 2026 mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Nach einem Verlust von 0,8 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum steht nun ein Konzernergebnis von 1,1 Millionen Franken zu Buche. Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte auf 1,7 Millionen Franken, die Marge stieg von 0,6 auf 3,4 Prozent.

AuffĂ€llig dabei: Der Turnaround gelingt trotz rĂŒcklĂ€ufigem GeschĂ€ftsvolumen. Der Bestellungseingang sank auf 51,8 Millionen Franken, der Nettoerlös auf 49,1 Millionen Franken. Schlatter verdient also mit weniger Umsatz mehr — ein Hinweis auf verbesserte Effizienz und Kostendisziplin.

Schweissen trÀgt, Weben bremst

Der Grund fĂŒr die bessere ProfitabilitĂ€t liegt vor allem im Segment Schweissen. Hier legte der Bestellungseingang auf 46,3 Millionen Franken zu, der Auftragsbestand wuchs auf 45,8 Millionen Franken. Besonders gefragt waren Industriegitterlösungen fĂŒr Lagerhallen, KabeltrĂ€ger und Zaunanlagen — angetrieben vom Bau neuer Rechenzentren und dem Wachstum im E-Commerce. Auch das After-Sales-GeschĂ€ft rund um Schienenschweissen entwickelte sich positiv.

Das Segment Weben zieht dagegen nicht mit. Bestellungseingang und Umsatz brachen auf 5,5 beziehungsweise 5,7 Millionen Franken ein, nach 8,8 und 7,8 Millionen Franken im Vorjahr. Der weltweite NachfragerĂŒckgang bei Webmaschinen fĂŒr die Papierindustrie trifft den Standort MĂŒnster empfindlich — dort hat Schlatter bereits Massnahmen zur Kostensenkung und Flexibilisierung eingeleitet.

Der operative Cashflow fiel mit 4,4 Millionen Franken unter das Vorjahresniveau von 7,4 Millionen Franken, der freie Cashflow sank auf 4,2 Millionen Franken. Trotz dieser RĂŒckgĂ€nge bleibt die Kernaussage bestehen: Das Unternehmen erwirtschaftet operativ wieder Substanz.

FĂŒr das Gesamtjahr 2026 rechnet Schlatter mit einem positiven konsolidierten Ergebnis. Im Segment Schweissen soll der gute Auftragsbestand genutzt werden, um Effizienz und Margen weiter zu steigern — vor allem mit VerkĂ€ufen ausserhalb Europas, wo die Nachfrage robuster ausfĂ€llt als in den zurĂŒckhaltenden westeuropĂ€ischen MĂ€rkten. Die detaillierten Jahreszahlen sollen am 26. MĂ€rz 2027 veröffentlicht werden, die Generalversammlung findet am 12. Mai 2027 statt.

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