Securitas, Aktie

Securitas Aktie: SRF erhebt Vorwürfe in der Schweiz

Veröffentlicht am: 19.10.2026 um 19:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
DNB Carnegie erwartet eine höhere EBITA-Marge im zweiten Halbjahr; Securitas weist die Gesamtzahl mutmaßlicher Arbeitsrechtsverstöße zurück.
Securitas AB (ISIN SE0000163594) investiert verstärkt in elektronische Sicherheit wie Videoüberwachung und Zutrittskontrollsysteme Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Securitas legt heute im europäischen Handel um 2,2 Prozent auf 14,92 Euro zu. Auftrieb gaben dem Papier ein allgemein festerer Sicherheitssektor sowie optimistische Erwartungen an das zweite Halbjahr im Bereich Technologie und Sicherheitslösungen. Marktbeobachter verwiesen zudem auf anhaltende Unruhen in Frankreich, die die Nachfrage nach Sicherheitsdienstleistungen stützen könnten.

Wachstumsfokus vor den Quartalszahlen

Im Vorfeld der anstehenden Quartalszahlen richtet sich der Blick des Marktes verstärkt auf das zweite Halbjahr 2026. Das Analysehaus DNB Carnegie rechnet für diesen Zeitraum mit einer Ausweitung der EBITA-Marge des schwedischen Sicherheitskonzerns. Gleichzeitig sieht ABG Sundal Collier das Potenzial, dass das Wachstum im Segment Technologie und Sicherheitslösungen im dritten und vierten Quartal überdurchschnittlich ausfallen könnte.

Securitas AB hatte am 14. Oktober mitgeteilt, dass der Zwischenbericht für die Monate Juli bis September 2026 am kommenden Freitag, dem 23. Oktober, um 8:00 Uhr MESZ veröffentlicht wird. Eine Präsentation durch das Management inklusive Fragerunde ist für 9:30 Uhr MESZ angesetzt.

Die jüngste Kursbewegung fügt sich in einen positiven Trend ein: Mit dem heutigen Zuwachs liegt das Papier noch 6,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 16,02 Euro, das Mitte April markiert wurde.

Vorwürfe in der Schweiz

Parallel zur freundlichen Kursentwicklung sieht sich der Sicherheitsdienstleister mit Vorwürfen in der Schweiz konfrontiert. Das Rechercheteam SRF Investigativ berichtete über interne Daten der Regionaldirektion Luzern. Den Unterlagen zufolge wurden für den Zeitraum von 2023 bis 2025 mehr als 20.000 mutmaßliche Verstöße gegen das Arbeitsrecht erfasst, von denen über 900 Beschäftigte betroffen gewesen sein sollen.

Securitas räumte auf Anfrage ein, dass einzelne Praktiken nicht den Grundsätzen des Arbeitsrechts entsprochen hätten. Das Unternehmen bestritt jedoch die Gesamtzahl der Fälle und wies den Vorwurf einer allgemeinen, systematischen Verletzung arbeitsrechtlicher Vorgaben zurück.

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