Seoraksan-Nationalpark, Reise

Seoraksan-Nationalpark: Koreas wilder Osten lockt Entdecker

17.05.2026 - 14:59:24 | ad-hoc-news.de

Der Seoraksan-Nationalpark (Seoraksan Gungnip Gongwon) bei Sokcho in Südkorea verbindet dramatische Granitgipfel, Tempel und Meerblick – warum er für Reisende aus Deutschland mehr ist als nur ein Wanderziel.

Seoraksan-Nationalpark, Reise, Südkorea
Seoraksan-Nationalpark, Reise, Südkorea

Wenn sich am frühen Morgen Nebelschwaden zwischen schroffen Granitspitzen verfangen und das Rauschen der Bergbäche lauter ist als jedes Motorengeräusch, zeigt der Seoraksan-Nationalpark, warum er zu den eindrucksvollsten Landschaften Südkoreas zählt. Der Seoraksan Gungnip Gongwon (auf Deutsch sinngemäß „Nationalpark Seorak“) bei Sokcho vereint dramatische Felsformationen, dichte Wälder und buddhistische Tempel – und ist für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland eine der faszinierendsten Naturkulissen Ostasiens.

Seoraksan-Nationalpark: Das ikonische Wahrzeichen von Sokcho

Der Seoraksan-Nationalpark liegt im Nordosten Südkoreas, unweit der Hafenstadt Sokcho an der Ostküste. Seine gezackten Bergkämme, die sich aus Wäldern und Tälern erheben, sind in Südkorea zu einem Symbol für den „wilden Osten“ des Landes geworden. Die koreanische Tourismusorganisation beschreibt Seoraksan als eine der landschaftlich schönsten Regionen des Landes und hebt die besondere Kombination aus Bergen, Schluchten und Meer hervor. Auch Reiseführer wie „GEO Special Korea“ und das „ADAC Reisemagazin“ ordnen den Park als ein absolutes Highlight für Natur- und Kulturinteressierte ein.

Der Name „Seorak“ wird häufig mit „Schneeberg“ oder „schneebedeckter Gipfel“ übersetzt – ein Hinweis auf den langen Winter und die in höheren Lagen oft lange liegenbleibende Schneedecke. Im Vergleich zu deutschen Mittelgebirgen wirkt das Massiv deutlich alpiner: Die zerklüfteten Granitspitzen erinnern eher an die Dolomiten als an den Harz. Gleichzeitig ist der Park kompakt genug, dass auch weniger erfahrene Wanderer viele eindrucksvolle Aussichtspunkte erreichen können.

Für Reisende aus Deutschland ist Seoraksan zudem ein Scharnier zwischen moderner koreanischer Alltagskultur und traditioneller Spiritualität. Nur wenige Autominuten von Sokchos Hochhäusern und Fischmärkten entfernt taucht man in eine Welt aus Pinienwäldern, Tempelglocken und Felsklippen ein. Diese Kontraste machen den Besuch zu einem intensiven Erlebnis, das weit über eine klassische Bergtour hinausgeht.

Geschichte und Bedeutung von Seoraksan Gungnip Gongwon

Der Seoraksan Gungnip Gongwon wurde nach übereinstimmenden Angaben der koreanischen Nationalparkverwaltung und der offiziellen Tourismusseite der Republik Korea in den 1970er-Jahren als Nationalpark ausgewiesen. Bereits zuvor galt das Gebiet als landschaftlich besonders wertvoll, doch erst mit der offiziellen Schutzstellung wurde der Rahmen für den langfristigen Erhalt der Flora und Fauna geschaffen. 1982 wurde Seoraksan von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt – ein Status, der laut UNESCO-Programm „Man and the Biosphere“ Gebiete mit herausragender ökologischer Bedeutung und beispielhafter Balance zwischen Naturschutz und menschlicher Nutzung kennzeichnet.

Die Geschichte der Region reicht weit über die moderne Nationalpark-Gründung hinaus. Archäologische Funde und alte Tempelanlagen deuten darauf hin, dass die Täler und Hänge des Seorak-Gebirges bereits im frühen ersten Jahrtausend besiedelt und spirituell genutzt wurden. Der berühmte buddhistische Tempel Sinheungsa im Park geht in seinen Ursprüngen auf das 7. Jahrhundert zurück, also auf die Zeit des Silla-Königreichs. Damit sind einige der spirituellen Traditionen rund um Seoraksan älter als viele mittelalterliche Bauwerke in Mitteleuropa.

Für die koreanische Bevölkerung ist der Seoraksan nicht nur ein Wandergebiet, sondern auch ein kulturelles und emotionales Symbol. In Literatur, Malerei und populärer Kultur taucht das Seorak-Gebirge immer wieder als Sehnsuchtsort und Projektionsfläche für Naturverbundenheit auf. Nach Einschätzung koreanischer Kulturhistoriker, etwa in Beiträgen des Senders KBS und von „Korea Heritage“, verkörpert Seoraksan eine besondere Form von Schönheit, die im Koreanischen als „sansu“ – die harmonische Verbindung von Berg und Wasser – beschrieben wird.

Historisch spielte die Region auch strategisch eine Rolle, da Gebirgspässe und Täler Verbindungen zwischen der Ostküste und dem Landesinneren ermöglichten. Heute steht jedoch der Naturschutz im Vordergrund. Die Nationalparkverwaltung, die dem Ministerium für Umwelt der Republik Korea unterstellt ist, begrenzt beispielsweise Neubauten innerhalb des Parks streng und achtet auf Besucherlenkung über ausgewiesene Wanderwege.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Obwohl der Seoraksan-Nationalpark primär als Naturparadies gilt, ist er auch aus künstlerischer und architektonischer Sicht spannend. Die Tempelanlagen, Felsstelen und Statuen fügen sich in die Landschaft ein und spiegeln Jahrhunderte buddhistischer Kulturgeschichte wider. Besonders markant ist der bereits erwähnte Sinheungsa-Tempel, dessen heutige Bauten überwiegend aus der Joseon-Dynastie stammen, aber immer wieder restauriert wurden. Laut Angaben der koreanischen Kulturerbe-Behörde steht der Tempel als wichtiges Kulturgut unter Schutz.

Ein Blickfang im Park ist die monumentale Bronzestatue des sitzenden Buddha, die häufig als „Großer Buddha von Seoraksan“ bezeichnet wird. Sie wurde im späten 20. Jahrhundert errichtet, um an die Sehnsucht nach Frieden und Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel zu erinnern. Offizielle Tourismusseiten Südkoreas heben die Statue als eines der wichtigsten spirituellen Wahrzeichen der Region hervor. Die Figur thront über einem steinernen Lotussockel, umgeben von kleineren Statuen und Gebetsanlagen, und bildet für viele Besucherinnen und Besucher den spirituellen Auftakt ihrer Wanderung.

Die eigentliche „Architektur“ des Seoraksan ist jedoch geologisch. Das Gebirge besteht vor allem aus Granit, der über Millionen Jahre durch Erosion in teils spektakuläre Formen modelliert wurde. Berühmt sind etwa die Felsformationen um Ulsanbawi, eine markante Felswand mit mehreren gezackten Spitzen. Koreanische Medien beschreiben die Silhouette von Ulsanbawi gern als „steinernen Drachen“, der über Sokcho wacht. Wer den anstrengenden Aufstieg auf sich nimmt, wird mit weiten Blicken über das Gebirge bis hinunter zur Küste belohnt.

Auch Wasserfälle und Schluchten gehören zu den Besonderheiten des Nationalparks. Beliebte Ziele sind die Biryongpokpo- und Yukdam-Pokpo-Wasserfälle, deren Becken in den Sommermonaten smaragdgrün schimmern. Laut Angaben der Korea Tourism Organization sind die Wanderwege zu diesen Fällen vergleichsweise gut ausgebaut und daher auch für weniger geübte Wanderer geeignet. Im Herbst wiederum verwandelt sich der Park in ein Meer aus Rot-, Orange- und Gelbtönen, das regelmäßig in Fotostrecken deutschsprachiger Magazine wie „GEO“ und „National Geographic Deutschland“ auftaucht.

Eine moderne Ergänzung zur historischen und natürlichen Kulisse ist die Seilbahn am Eingang des Parks nahe Sokcho, die Besucherinnen und Besucher auf einen niedrigeren Gipfel bringt und so einen schnellen Panoramablick ermöglicht. Die Nationalparkverwaltung weist in ihren Informationen darauf hin, dass die Seilbahn-Kapazitäten begrenzt sind und Wartezeiten entstehen können, insbesondere während der Laubfärbung im Herbst und an Wochenenden.

Seoraksan-Nationalpark besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Der Seoraksan-Nationalpark liegt in der Provinz Gangwon-do im Nordosten Südkoreas, rund 200 km von Seoul entfernt. Für Reisende aus Deutschland führen die meisten Flugverbindungen von Frankfurt, München oder Berlin mit einem Umstieg – häufig in Seoul (Flughafen Incheon) – nach Südkorea. Die Flugzeit von Deutschland nach Seoul liegt je nach Verbindung meist zwischen 10 und 12 Stunden. Von Seoul aus erreichen Sie Sokcho per Fernbus oder Auto in ungefähr 2,5 bis 3 Stunden, je nach Verkehrssituation. Die Koreanische Tourismusorganisation empfiehlt die Anreise mit Expressbussen vom Busbahnhof Seoul Express Bus Terminal oder Dong Seoul Terminal, da diese häufig verkehren und vergleichsweise günstig sind. Bahnverbindungen existieren bis nahe gelegene Städte, der direkte Zugang zum Nationalpark erfolgt jedoch in der Praxis meist per Bus oder Auto.
  • Öffnungszeiten: Offizielle Informationen der Nationalparkverwaltung weisen darauf hin, dass der Seoraksan-Nationalpark grundsätzlich ganzjährig zugänglich ist. Einzelne Wanderwege, Gipfel oder Einrichtungen können jedoch saisonal oder witterungsbedingt geschlossen werden, etwa bei Waldbrandgefahr, starker Schneelage oder während Erhaltungsarbeiten. Öffnungszeiten von Besucherzentren, Tempelanlagen oder der Seilbahn variieren. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch die aktuellen Hinweise direkt auf der offiziellen Website des Seoraksan-Nationalparks oder bei der Korea National Park Service zu prüfen. Formulierungen wie „ganztägig geöffnet“ sind daher nur eingeschränkt hilfreich – im Zweifel gelten die vor Ort ausgehängten Zeiten.
  • Eintritt: Für den Zugang zum Nationalpark selbst wird nach übereinstimmenden Angaben koreanischer Tourismusstellen in der Regel eine geringe Eintrittsgebühr erhoben, die vor Ort zu entrichten ist. Die genaue Höhe kann je nach Saison, Zugangspunkt und eventuellen Sonderregelungen variieren. Zusätzliche Kosten fallen für bestimmte Angebote wie die Seilbahn oder Museumseintritte an. Für eine grobe Orientierung sollten Reisende mit einem niedrigen zweistelligen Betrag in Euro für Eintritt und einige optionale Angebote rechnen, sich aber bewusst sein, dass Wechselkurse schwanken und Preise sich anpassen können. Da exakte aktuelle Tarife stark variieren, sollten Besucherinnen und Besucher die Angaben des Parks oder der Korea National Park Service kurz vor der Reise prüfen.
  • Beste Reisezeit: Laut Korea Tourism Organization und gängigen Reiseführern gehören Frühling und Herbst zu den empfehlenswertesten Reisezeiten für den Seoraksan-Nationalpark. Im Frühling, typischerweise von April bis Mai, sorgen blühende Rhododendren und milde Temperaturen für angenehme Wanderbedingungen. Der Herbst, insbesondere der Zeitraum von Mitte Oktober bis Anfang November, ist berühmt für die intensive Laubfärbung. In dieser Zeit sind die Wege jedoch stark frequentiert, was längere Wartezeiten und vollere Parkplätze bedeutet. Der Sommer ist warm und mitunter schwül, dafür beeindrucken die Wasserfälle und das satte Grün. Im Winter verwandelt sich Seoraksan in eine eindrucksvolle Schneelandschaft mit sehr klarer Luft, allerdings können Wege vereist sein, und einige Routen werden zeitweise geschlossen. Wer Ruhe sucht, sollte Wochentage bevorzugen und möglichst früh am Morgen starten.
  • Praxis-Tipps: Sprache und Orientierung: In der Region um Sokcho und im Seoraksan-Nationalpark sind Beschilderungen zunehmend zweisprachig (Koreanisch und Englisch), insbesondere an Hauptwegen, Besucherzentren und größeren Sehenswürdigkeiten. Deutschsprachige Informationen sind eher die Ausnahme. Englischkenntnisse sind bei jüngeren Koreanerinnen und Koreanern sowie im Tourismusbereich vergleichsweise verbreitet, dürfen aber nicht vorausgesetzt werden. Eine Übersetzungs-App und das Speichern wichtiger Begriffe in Koreanisch (z.?B. „Nationalpark“, „Bus“, „Toilette“, „Ausgang“) erleichtern die Orientierung.
  • Zahlung und Budget: Südkorea ist stark auf Kartenzahlung ausgerichtet. Kreditkarten werden in der Regel in Hotels, Restaurants und den meisten Geschäften akzeptiert. In kleineren Läden, auf Märkten oder an ländlichen Verkaufsständen kann Bargeld sinnvoll sein. Girokarten nach deutschem Standard werden nicht überall verlässlich akzeptiert, internationale Kreditkarten hingegen deutlich häufiger. Mobile Payment über Dienste wie Apple Pay oder Google Pay ist in zunehmendem Maße möglich, hängt aber vom Kartenanbieter ab. Für einen Tagesausflug in den Seoraksan-Nationalpark sollten Reisende neben einem Grundbudget für Transport und Eintritt auch Mittel für Verpflegung, eventuelle Seilbahnfahrten und kleine Souvenirs einplanen.
  • Trinkgeld: Trinkgeld ist in Südkorea traditionell weniger verbreitet als in Deutschland. In vielen Restaurants ist Service im Preis enthalten, und zusätzliche Trinkgelder werden nicht erwartet. In touristisch geprägten Bereichen – etwa bei geführten Touren in den Seoraksan-Nationalpark – hat sich ein kleines Trinkgeld als Zeichen der Wertschätzung eingebürgert, ist aber freiwillig. Übertriebene Trinkgelder können sogar irritieren. Wer eine geführte Wanderung oder Tagesfahrt bucht, kann nach Einschätzung von Reiseportalen und deutschsprachigen Korea-Experten mit einem moderaten Betrag als Anerkennung rechnen, sofern die Leistung überzeugt.
  • Kleidung und Ausrüstung: Für Wanderungen im Seoraksan-Nationalpark empfiehlt sich eine dem Gelände angemessene Ausstattung. Feste Wanderschuhe mit gutem Profil sind wichtig, da viele Wege steinig und bei Nässe rutschig sein können. Zudem sollten Besucherinnen und Besucher je nach Jahreszeit an Sonnenschutz, Regenjacke und wärmende Schichten denken – das Wetter kann in den Bergen rasch umschlagen. In Tempelanlagen wird eine respektvolle Kleidung erwartet: Schultern und Knie sollten bedeckt sein, und im Innenbereich von Gebetshallen sind Schuhe in der Regel auszuziehen.
  • Fotografieren: Die spektakulären Landschaften des Seoraksan-Nationalparks laden zum Fotografieren ein, und im Freien ist das in der Regel problemlos erlaubt. In Tempeln und vor religiösen Statuen sollten Besucher auf Hinweisschilder achten. Manche Innenräume oder Zeremonien dürfen nicht fotografiert werden oder nur ohne Blitz. Die Korea Tourism Organization weist wiederholt darauf hin, dass Besucherinnen und Besucher Respekt gegenüber Betenden und Mönchen zeigen und keine störenden Aufnahmen machen sollten.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit: Südkorea gehört nicht zur Europäischen Union, daher gelten eigene Einreisebestimmungen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Einreisehinweise, Visaregeln und eventuelle Gesundheitsvorschriften beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Für Reisen außerhalb der EU, also auch nach Südkorea, empfehlen Verbraucherschützer und Reiseverbände in der Regel den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, da die deutsche gesetzliche Krankenversicherung medizinische Leistungen in Südkorea nicht automatisch abdeckt. In touristisch gut erschlossenen Regionen wie Sokcho und dem Umfeld des Nationalparks ist die medizinische Versorgung grundsätzlich gut, allerdings werden Leistungen in der Regel privat in Rechnung gestellt.
  • Zeitverschiebung: Südkorea liegt in der Regel 8 Stunden vor der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) und 7 Stunden vor der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ). Das bedeutet: Wenn es in Berlin 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Sokcho meist 19:00 oder 20:00 Uhr, je nach Jahreszeit. Für die Planung von An- und Abreise, etwa bei frühen Wanderungen nach einem Langstreckenflug, sollten Reisende den Jetlag-Effekt berücksichtigen.

Warum Seoraksan Gungnip Gongwon auf jede Sokcho-Reise gehört

Für viele Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Seoraksan Gungnip Gongwon der emotionale Höhepunkt einer Reise nach Südkorea. Während Metropolen wie Seoul und Busan das moderne, technikaffine Gesicht des Landes zeigen, erlaubt der Nationalpark einen Blick in eine andere Dimension koreanischer Identität: naturverbunden, spirituell und zugleich erstaunlich zugänglich. Diese Kombination macht den Park zu einem idealen Gegenpol zu Großstadtprogrammen.

Die Nähe zur Küstenstadt Sokcho verstärkt den Reiz. An einem Tag ist es möglich, morgens bei Sonnenaufgang über Granitspitzen zu blicken und nachmittags am Meer frischen Fisch zu essen. Reiseberichte deutschsprachiger Journalistinnen und Journalisten in Medien wie „Süddeutsche Zeitung“ oder „Die Zeit“ betonen immer wieder diesen Wechsel aus Berg- und Meereslandschaften als Alleinstellungsmerkmal des ostkoreanischen Küstenabschnitts. Hinzu kommt, dass sich die Infrastruktur in den letzten Jahren weiter verbessert hat: Hotels, Pensionen und Guesthouses in Sokcho sowie Unterkünfte in Parknähe richten sich zunehmend auf internationale Gäste ein.

Auch für kulturhistorisch Interessierte lohnt der Besuch. Tempel wie Sinheungsa vermitteln einen Eindruck davon, wie eng in Korea Natur und Spiritualität miteinander verwoben sind. Während in vielen europäischen Ländern Sakralbauten in städtischen Kontexten dominieren, liegen buddhistische Klöster in Korea häufig in abgelegenen Tälern und Bergregionen. Im Seoraksan-Nationalpark lässt sich dieses Zusammenspiel besonders eindrucksvoll erleben: Der Klang der Tempelglocken hallt über die Hänge, während Gebetsfahnen im Wind flattern und Besucher an steinernen Pagoden vorbeiziehen.

Nicht zu unterschätzen ist zudem der Erlebnisfaktor für Outdoor-Fans. Wanderinnen und Wanderer mit unterschiedlichem Fitnesslevel finden im Seoraksan-Nationalpark passende Routen – von kurzen Spazierwegen entlang von Bächen und Wasserfällen bis hin zu anspruchsvollen Gipfelbesteigungen. Wer gerne in den Alpen unterwegs ist, wird viele Parallelen entdecken, zugleich aber eine andere Art von Bergkultur kennenlernen: weniger Hüttenromantik, dafür mehr stille Tempelhöfe und Picknickplätze mit koreanischer Familienatmosphäre.

Reiseexperten, darunter Autorinnen und Autoren etablierter Verlage wie Marco Polo oder Lonely Planet (deutsche Ausgaben), empfehlen den Seoraksan-Nationalpark häufig als festen Bestandteil einer Rundreise durch Südkorea. Er bietet die Chance, die oft zitierte koreanische Höflichkeit und Gastfreundschaft in einem eher entspannten Umfeld zu erleben. Gleichzeitig ist der Park groß genug, um selbst an gut besuchten Wochenenden noch ruhigere Ecken zu finden – vorausgesetzt, man ist bereit, früh aufzustehen oder etwas abseits der Standardrouten zu gehen.

Seoraksan-Nationalpark in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien hat sich der Seoraksan-Nationalpark zu einem der meistgeteilten Naturmotive Südkoreas entwickelt. Instagram-Fotos von herbstlich gefärbten Wäldern, TikTok-Clips von windigen Berggraten und ausführliche YouTube-Vlogs zu Wanderungen und Tempelaufenthalten machen vielen Reisenden aus Deutschland Lust auf eine Tour nach Sokcho. Gleichzeitig sensibilisieren zahlreiche Posts für respektvolles Verhalten im Nationalpark – etwa für Müllvermeidung und Rücksicht auf andere Wanderer.

Häufige Fragen zu Seoraksan-Nationalpark

Wo liegt der Seoraksan-Nationalpark genau?

Der Seoraksan-Nationalpark befindet sich in der Provinz Gangwon-do im Nordosten Südkoreas, in der Nähe der Küstenstadt Sokcho an der Ostsee (Japanisches Meer). Von Seoul aus sind es je nach Verkehr etwa 2,5 bis 3 Stunden Fahrt mit dem Fernbus oder Auto. Für Reisende aus Deutschland ist Sokcho damit gut als mehrtägiger Abstecher im Rahmen einer Südkorea-Rundreise erreichbar.

Wie ist die Geschichte des Seoraksan Gungnip Gongwon?

Der Seoraksan Gungnip Gongwon wurde in den 1970er-Jahren offiziell als Nationalpark ausgewiesen, um die einzigartige Gebirgslandschaft und ihre Ökosysteme zu schützen. 1982 erhielt die Region von der UNESCO den Status eines Biosphärenreservats. Bereits viele Jahrhunderte zuvor wurde das Gebiet durch buddhistische Tempel wie Sinheungsa spirituell genutzt, deren Ursprünge bis in das 7. Jahrhundert zurückreichen.

Welche Wanderungen eignen sich für Einsteiger?

Für Einsteiger und Familien empfehlen sich gut ausgebaute Wege zu den Wasserfällen Biryongpokpo oder Yukdam-Pokpo sowie leichte Routen in Talnähe. Auch eine Fahrt mit der Seilbahn und kurze Spaziergänge zu Aussichtspunkten sind beliebt. Anspruchsvollere Touren, etwa auf den Gipfelgebieten, sollten nur mit entsprechender Kondition und Ausrüstung unternommen werden. Offizielle Karten und Hinweise der Korea National Park Service helfen bei der Auswahl der passenden Route.

Was macht den Seoraksan-Nationalpark im Vergleich zu anderen Nationalparks Südkoreas so besonders?

Der Seoraksan-Nationalpark ist vor allem durch seine dramatischen Granitspitzen, die Kombination aus Gebirge und Meeresnähe sowie die dichte Verzahnung von Natur und buddhistischen Tempelanlagen besonders. Für viele Reisende ist die Laubfärbung im Herbst ein Höhepunkt, während andere den Park im Winter wegen seiner klaren, schneebedeckten Landschaft schätzen. Die Nähe zu Sokcho ermöglicht zudem, Naturerlebnisse mit kulinarischen und kulturellen Eindrücken an der Küste zu verbinden.

Wann ist die beste Reisezeit für Besucher aus Deutschland?

Als beste Reisezeiten gelten Frühling (April bis Mai) und Herbst (Oktober bis Anfang November). Im Frühling locken milde Temperaturen und blühende Landschaften, im Herbst die berühmte Laubfärbung. Im Sommer kann es angenehm warm, aber auch schwül werden, während der Winter kalte, oft sehr klare Bedingungen bietet. Wer größere Menschenmengen vermeiden möchte, plant Wanderungen möglichst an Wochentagen und startet früh am Morgen.

Mehr zu Seoraksan-Nationalpark auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69356448 |