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Shelly Group Ad Aktie: Schneider bietet 70 Euro

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schneider Electric bietet 70 Euro je Aktie; Angebot, behördliche Freigabe und Vollzug stehen noch aus.

Shelly Group: Schneider Electric plant Übernahme für 1,2 Milliarden Euro
Abstrakte Darstellung einer professionellen Geschäftsumgebung zur Verhandlung einer Unternehmensübernahme. Illustration mit AI erstellt.

Die Übernahme-Gerüchte um die Shelly Group haben sich bestätigt. Der Smart-Home-Spezialist aus Sofia hat mit einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Schneider Electric ein Investment Agreement unterzeichnet. Der französische Elektrotechnik-Konzern will damit den bulgarischen IoT-Anbieter komplett übernehmen.

Schneider Electric bietet 70 Euro je Aktie in bar. Das entspricht einer Bewertung von rund 1,2 Milliarden Euro und einer Prämie von 27 Prozent gegenüber dem unbeeinflussten Referenzkurs zum 28. Juli 2026. Gegenüber dem Kurs vor Bekanntwerden der Nachricht fällt der Aufschlag mit gut 5 Prozent deutlich geringer aus – ein Hinweis darauf, dass der Markt eine Transaktion bereits eingepreist hatte.

Gründer machen den Deal möglich

Entscheidend für die Erfolgsaussichten ist die Rückendeckung der beiden Gründer. Dimitar Dimitrov und Svetlin Todorov halten gemeinsam rund 57 Prozent des Grundkapitals. Dimitrov, der rund 29 Prozent besitzt, hat sich verpflichtet, seine Aktien anzudienen, und will einen Teil des Erlöses gemeinsam mit Schneider Electric reinvestieren. Nach Abschluss der Transaktion soll er zudem als Co-Vorstandsvorsitzender an Bord bleiben.

Mitgründer Todorov, der über direkte Anteile und seine Gesellschaft Salisto Holdings weitere 28 Prozent kontrolliert, unterstützt den Deal ebenfalls. Seine Beteiligung soll in zwei Schritten verkauft werden: ein kleinerer Teil sofort, der Rest unter dem Vorbehalt der fusionskontrollrechtlichen Freigabe.

Noch kein Angebot – aber eine klare Marschroute

Ein offizielles Übernahmeangebot liegt bislang nicht vor. Die bulgarische Finanzaufsicht FSC muss das Angebotsdokument erst prüfen und freigeben, bevor die Aktionäre formell zur Andienung aufgerufen werden. Das Angebot soll unter üblichen Vorbehalten stehen, darunter eine Mindestannahmeschwelle von 95 Prozent des Grundkapitals – gelingt das, will Schneider Electric die verbleibenden Aktien einziehen und ein Delisting vorbereiten.

Die Einreichung bei der FSC soll binnen drei Geschäftstagen erfolgen, die Freigabe wird für Ende November oder Anfang Dezember 2026 erwartet. Der Vollzug der Übernahme ist für das erste Quartal 2027 vorgesehen – vorausgesetzt, alle Genehmigungen und Bedingungen werden erfüllt.

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