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Siemens Energy Aktie: 2,5 Milliarden für North Sea Connector 2

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 04:28 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Siemens Energy treibt Offshore-Netzausbau voran, während die Aktie nach starken Gewinnen eine Verschnaufpause einlegt.

Siemens Energy: Neue Offshore-Projekte und Aktie konsolidiert nach Rally
Hochspannungsleitungen und Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Siemens Energy treibt sein Übertragungsnetz-Geschäft mit neuen Projekten voran, während die Aktie nach der jüngsten Rally Boden verliert. Der Konzern installierte am Dienstag die erste leichtgewichtige Offshore-Umspannstation vom Typ High-Voltage TranSwitch Unit im Windpark Yuetuo Island vor der chinesischen Küste.

Ziel der Konstruktion ist ein geringeres Topside-Gewicht sowie eine reduzierte Projektkomplexität bei Offshore-Anbindungen, wie das Unternehmen mitteilte.

Netzausbau in der Nordsee als zweites Standbein

Zum Portfolio zählt auch die Konverterplattform North Sea Connector 2, für die ein Konsortium aus Siemens Energy und Neptun Smulders Offshore Renewables den Zuschlag erhalten hatte. Der onshore-seitige Konverter entsteht bei Schwerin, die Offshore-Anbindung liegt rund 200 Kilometer westlich von Sylt.

Für das Gesamtprojekt samt einem zweiten Vorhaben veranschlagt der Auftraggeber ein Volumen von etwa 2,5 Milliarden Euro, die Fertigstellung ist bis Ende 2034 geplant. In Rostock sollen dadurch mehr als 500 Arbeitsplätze entstehen.

Solche Großprojekte im Bereich Netzinfrastruktur gelten als tragende Säule des Auftragsbestands von Siemens Energy, da Übertragungsnetzbetreiber in Europa ihre Offshore-Anbindungen in den kommenden Jahren massiv ausbauen müssen. Die Kombination aus technischer Innovation – etwa bei gewichtsreduzierten Umspannlösungen – und langfristig gesicherten Großaufträgen liefert dem Konzern Planungssicherheit über viele Jahre.

Der Personalbedarf des Konzerns unterstreicht diese Wachstumsstory: In Guangzhou sucht Siemens Energy aktuell einen Senior Order Management Administrator für die Koordination von Auftragslebenszyklen, ein Hinweis auf die anhaltend hohe operative Auslastung im asiatischen Geschäft.

Kurs pendelt nach starkem Lauf

An der Börse zeigt sich die Aktie nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Monate zuletzt konsolidierend. Der Titel schloss am Dienstag bei 154,98 Euro, nach einem Tagesverlust von 4,8 Prozent. Damit bewegt sich die Aktie knapp unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 155,47 Euro – ein Zeichen dafür, dass der kurzfristige Aufwärtstrend zumindest pausiert. Auf Jahressicht bleibt der Kursgewinn mit 65 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedoch beträchtlich.

Anleger dürften den Rücksetzer der vergangenen Tage weniger als fundamentale Wende, sondern eher als Verschnaufpause nach der starken Kursentwicklung der vorangegangenen Monate werten. Die operative Nachrichtenlage rund um Netzausbau und Auftragseingänge bleibt davon unberührt und liefert weiterhin Argumente für das langfristige Wachstumsnarrativ des Konzerns im Bereich Energieinfrastruktur.

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