Siemens Energy Aktie: Kooperation für Transkaspischen Energiekorridor
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 19:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Siemens Energy weitet die Vorbereitungen für künftige internationale Netzprojekte aus. Gegenstand der Vereinbarung ist eine mögliche Zusammenarbeit bei Stromübertragungssystemen für den sogenannten Transkaspischen Grünen Energiekorridor.
Die Vereinbarung umfasst neben technischen Konzepten zur Übertragungsinfrastruktur auch potenzielle Beratungsleistungen. Ein konkretes Auftragsvolumen oder verbindliche finanzielle Rahmenbedingungen wurden in diesem frühen Stadium noch nicht vereinbart. Die Initiative unterstreicht das Bestreben, frühzeitig technische Standards bei großvolumigen Stromtrassen in Zentralasien und angrenzenden Regionen mitzugestalten.
Gasturbinen für die Vereinigten Staaten
Das Engagement in Berlin folgt auf jüngste operative Erfolge im weltweiten Kraftwerksgeschäft. Am Mittwoch meldete der Konzern eine Vereinbarung mit Dynamis Power Solutions über die Lieferung von 119 SGT-400-Gasturbinenkernen. Die Einheiten weisen eine Leistung von jeweils rund 15 Megawatt auf und sind für mobile Stromerzeugungslösungen in den USA bestimmt. Der Beginn dieser mehrjährigen Auslieferung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
Gleichzeitig verstärkt die Unternehmensführung ihre Präsenz im Nahen Osten. Am Mittwoch trafen sich der vollständige Aufsichtsrat und der Vorstand am Dammam Hub in Saudi-Arabien. Nach Angaben des Unternehmens handelte es sich um die erste gemeinsame Zusammenkunft beider Gremien in dem Land.
Termine und Rückkaufprogramm stützen
Kapitalmarktseitig schloss der Energietechnikkonzern sein Geschäftsjahr 2026 am 30. September ab. In einem vorangegangenen Pre-Close-Call hielt das Management an der kommunizierten Prognose für das Gesamtjahr fest.
Zusätzliche Unterstützung für die Aktie bietet das vor gut einer Woche gestartete Aktienrückkaufprogramm, das ein Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro umfasst. An der Börse beendete das Papier den Handel am Freitag bei 145,56 Euro, was einem Kursplus von 21 Prozent seit Jahresanfang entspricht.
Vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen am 11. November gab es zudem positive Analystenstimmen. RBC Capital Markets nahm das Papier in seine globale Auswahlliste auf.
Am Donnerstag bekräftigte Deutsche Bank Research die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 210 Euro, wobei Analyst Gael de-Bray die laufenden Aktienrückkäufe vor dem anstehenden Geschäftsbericht hervorhob.
Im Kontrollgremium des Konzerns steht derweil ein Wechsel an: Pekka Lundmark rückte zum 1. Oktober gerichtlich in den Aufsichtsrat nach, die formelle Abstimmung der Aktionäre soll auf der Hauptversammlung im Februar 2027 erfolgen.
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