Silber, Preis

Silber Preis: Xi-Besuch verunsichert Handel

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 14:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Silber verlor an der COMEX 1,0 Prozent; sinkende Lagerbestände und Chinas Industrieproduktion lieferten unterschiedliche Signale.

Silberpreis unter Druck: US-Zinsen und Dollar bremsen den Markt
Ein einzelner Silberbarren auf einer dunklen Schieferplatte in einem professionellen, stimmungsvoll beleuchteten Büro. Illustration mit AI erstellt.

Wachsende Erwartungen an den künftigen Zinskurs in den USA belasten das Edelmetall Silber. Wie Reuters berichtete, sorgten Spekulationen über zusätzliche Zinsschritte der US-Notenbank für Auftrieb beim US-Dollar, was die Notierungen am Mittwoch spürbar bremste.

Neben der Geldpolitik rücken geopolitische Faktoren in den Blick: Der erste Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington seit elf Jahren sorgt für zusätzliche Verunsicherung über die künftigen Handelsbeziehungen und die industrielle Nachfrage.

Im gestrigen Handel schloss die Feinunze an der COMEX bei 64,28 USD. Das entspricht einem Tagesverlust von 1,0 Prozent.

Bestandsbewegungen an den Terminmärkten

Die Nervosität der Marktteilnehmer spiegelte sich in den vergangenen Tagen auch in den Lagerdaten der CME Group wider. Bis zum 18. September lagen für den laufenden Kontraktmonat 6.168 Andienungsanzeigen vor, was einem Volumen von 30,84 Millionen Unzen entspricht. Gleichzeitig gingen die gesamten Silberbestände in den COMEX-Lagern zwischen dem 10. und 17. September von 337,2 Millionen auf 330,1 Millionen Unzen zurück.

Hinter diesem Gesamtrückgang verbirgt sich eine Verschiebung: Während die registrierten Bestände um 1,4 Millionen Unzen auf 97,3 Millionen Unzen zulegten, schrumpften die Bestände der Kategorie „eligible“ um rund 8,6 Millionen Unzen auf 232,8 Millionen Unzen.

Um kleineren Marktteilnehmern den Zugang zu erleichtern, erweiterte die Terminbörse zudem das Handelsangebot. Am ersten Wochenende des neuen Rund-um-die-Uhr-Handels wurden nach Angaben der CME Group 2.387 Kontrakte des kleineren 100-Unzen-Silberfutures gehandelt.

Gemischte Signale aus der Realwirtschaft

Für die fundamentale Nachfrageseite lieferten Konjunkturdaten aus Asien zuletzt leichte Entlastung. Chinas Industrieproduktion legte im August um 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, nachdem das Plus im Juli bei 4,5 Prozent gelegen hatte. Da Silber in großem Umfang in der Elektronik- und Solarbranche eingesetzt wird, gilt die asiatische Industriefertigung als wesentlicher Treiber des physischen Verbrauchs.

Trotz der aktuellen Kursschwäche formulieren Marktbeobachter mittelfristig konstruktive Prognosen. Als Stütze verweist die Bank dabei auf das Marktumfeld beim Schwestermetall Gold.

Das Chartbild bleibt kurzfristig jedoch angeschlagen, solange die Zins- und Währungsentwicklung den Markt dominiert.

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