Smi Aktie: Gewinnserie endet
Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 19:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach Tagen im Rekordmodus hat der Schweizer Leitindex am Donnerstag erstmals wieder nachgegeben. Der SMI schloss mit 14.518,75 Punkten um 0,23 Prozent im Minus — ein kleiner Dämpfer, der aber reicht, um die jüngste Aufwärtsserie zu beenden. Bemerkenswert ist der Verlauf des Tages: Am Vormittag notierte der Index noch mit 0,21 Prozent im Plus bei 14.582,68 Punkten, nur knapp unter seinem Höchststand.
Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach den zuletzt "heiß gelaufenen" Börsen. Nach der jüngsten Rekordserie an den Weltbörsen beginne für Investoren nun der erste Faktencheck, hieß es am Markt. Auch größere Rücksetzer seien nicht auszuschließen.
Swisscom trumpft auf, Zurich bricht ein
Unter der Oberfläche des Gesamtindex zeigte sich am Donnerstag eine deutliche Spreizung. Swisscom führte die Gewinnerliste an und legte um mehr als vier Prozent zu. Analysten lobten das besser als erwartet laufende Schweizer Kerngeschäft sowie die zügige Integration von Vodafone Italia.
Am anderen Ende der Kursliste rutschten die Aktien von Zurich Insurance um drei Prozent ab und bildeten damit das Schlusslicht im SMI. Analysten bemängelten die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung, hinzu kam Kritik an der aus ihrer Sicht hohen Bewertung der Papiere. Swiss Re dagegen drehte nach anfänglichen Verlusten noch ins Plus und schloss 0,7 Prozent höher — die Halbjahreszahlen fanden insgesamt lobende Worte, wenngleich der anhaltende Preisdruck im Rückversicherungsgeschäft als Belastungsfaktor genannt wurde.
Nahost-Hoffnung stützt europaweit
Der Rückgang des SMI stand im Kontrast zum EuroStoxx 50, der seinen Rekordlauf fortsetzte und um 0,39 Prozent auf 6.502,56 Punkte kletterte. Getragen wurde die Stimmung von Spekulationen über eine mögliche Einigung zwischen Iran und Oman zur Öffnung einer neuen Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus — eine für den globalen Ölhandel zentrale Passage. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor eine baldige Lösung in Aussicht gestellt, offizielle Bestätigungen aus Oman blieben jedoch aus.
Die Schweizer Börse blieb von dieser Rekordeuphorie unberührt und lieferte damit einen Kontrapunkt zum europäischen Trend. Eine Flut an Unternehmenszahlen aus dem Versicherungs- und Telekomsektor sorgte derweil für merkliche Kursbewegungen bei einzelnen Titeln, auch wenn der Gesamtindex am Ende leicht ins Minus drehte. Ob sich die Verschnaufpause in den kommenden Handelstagen fortsetzt, dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die Lage rund um die Straße von Hormus weiterentwickelt.
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