Smith, Nephew

Smith, Nephew Aktie: FDA lässt LANDMARK zu

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 11:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Smith+Nephew darf das LANDMARK-Kniesystem in den USA einsetzen. Erste Eingriffe erfolgten bereits, die breitere Einführung ist für 2027 vorgesehen.

Techniker prüfen Implantate im sterilen Reinraum eines Medizintechnik-Werks
Smith & Nephew plc (ISIN GB0009223206) fertigt orthopädische Implantate in sterilen Reinraum-Anlagen mit hoher Präzision Illustration mit AI erstellt.

Der britische Medizintechnikkonzern Smith+Nephew hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA die 510(k)-Zulassung für sein LANDMARK Total Knee System erhalten. Wie das im FTSE 100 gelistete Unternehmen gestern mitteilte, wurden die ersten chirurgischen Eingriffe mit dem neuen Knieimplantat bereits erfolgreich vorgenommen.

Für den Konzern markiert die Freigabe einen wichtigen Schritt beim Ausbau seines orthopädischen Portfolios, während an der Führungsspitze zugleich personelle Veränderungen anstehen.

Die Aktie notiert aktuell bei 12,10 Euro und liegt damit seit Jahresanfang 15 Prozent im Minus. Mit dem jüngsten Stand bewegt sich das Papier nur rund 3,4 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief.

Technologie gestützter Knieersatz vor Stufenstart

Das neu zugelassene LANDMARK-System ist darauf ausgelegt, die natürliche Knieanatomie nachzubilden. Es wird in Kombination mit der handheld-basierten Robotikplattform CORI KNEE eingesetzt. Zu den zentralen Merkmalen gehört eine vollständig im 3D-Druck gefertigte Femurkomponente, bei der die konzerneigene CONCELOC-Technologie zur Anwendung kommt.

Die ersten Operationen führte Dr. Steven MacDonald vom London Health Sciences Centre der Western University in Ontario durch. An der Entwicklung war zudem Dr. Steven Haas vom Hospital for Special Surgery in New York beteiligt.

Nate Folkert, President von Smith+Nephew Orthopaedics, hob den Anspruch hervor, Eingriffe durch patientenspezifische Anpassung weiter zu präzisieren. Die kommerzielle Einführung soll schrittweise erfolgen. Während eine breitere Marktverfügbarkeit im Laufe des Jahres 2027 erwartet wird, plant der Hersteller die offizielle Vorstellung des Systems auf der Jahrestagung der American Association of Hip and Knee Surgeons Anfang November in Dallas.

Führungswechsel im Finanzressort und Produktpipeline

Parallel zum operativen Fortschritt steht im Konzern ein Stabwechsel an. Der bisherige Finanzvorstand verlässt das Unternehmen, um eine externe Position im Ausland anzutreten. Eine geordnete Übergabe der Amtsgeschäfte wurde vereinbart, während die Suche nach einer Nachfolge läuft.

Auf der Finanzierungsseite schloss Smith+Nephew kürzlich ein Bar-Rückkaufangebot für Teile seiner US-Dollar-Anleihen ab, wobei die Tilgung einer weiteren Tranche vorgesehen ist.

Gleichzeitig baut der Medizintechnikhersteller seine Präsenz in benachbarten Segmenten aus. Auf dem Fachkongress ICSES in Vancouver präsentierte das Unternehmen in dieser Woche Technologien zur Reparatur von Schultersehnen.

Neben dem bioinduktiven Implantat REGENETEN zeigte der Konzern dort das TENDON-SEAM-System sowie neue knotenlose Fadenanker für Gelenkrekonstruktionen. Ob die neuen Produktzulassungen dem Aktienkurs neue Impulse verleihen können, hängt nun wesentlich von der kommerziellen Umsetzung in den Kliniken ab.

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