Smithfield Foods Aktie: Schwache Schweinepreise drücken
Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 10:56 Uhr | Redaktion boerse-global.deSmithfield Foods hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient und die Umsatzprognose gesenkt. Der Grund liegt im Frischfleischgeschäft, das unter weichen Schweinepreisen leidet. Die Verpackungsfleisch-Sparte hält dagegen.
Gewinn halbiert sich
Der Umsatz sank im Quartal bis Ende September um 8,3 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis fiel auf 145 Millionen Dollar, nach 310 Millionen im Vorjahr. Die bereinigte Marge schrumpfte von 8,3 auf 4,2 Prozent. Je Aktie verdiente der Konzern bereinigt 0,26 Dollar, nach 0,58 Dollar.
Die Aktie gab vorbörslich um knapp 4 Prozent nach. Sie hatte bereits am Vortag ein 52-Wochen-Tief markiert und seit rund einem halben Jahr etwa ein Drittel an Wert verloren.
Das Management verweist auf schwächere Märkte für Frischschwein und Mastschweine. Für das Gesamtjahr erwartet es nun einen Umsatzrückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich.
Packaged Meats als Stütze
Die Sparte Packaged Meats steigerte ihr operatives Ergebnis leicht auf 230 Millionen Dollar. Die Marge legte von 10,8 auf 11,6 Prozent zu. Konzernchef Shane Smith peilt das fünfte Jahr in Folge mit mehr als einer Milliarde Dollar Ergebnis in diesem Segment an.
Die vorgelagerten Bereiche bleiben dagegen unter Druck. Für die Frischschwein-Sparte stellt das Unternehmen einen Verlust von bis zu 50 Millionen Dollar bis ausgeglichenes Ergebnis in Aussicht. In der Schweineproduktion reicht die Spanne von minus 25 bis plus 25 Millionen Dollar. Das Management rechnet damit, dass der Rohstoffdruck im vierten Quartal anhält.
Das bereinigte operative Konzernergebnis soll bei 900 bis 1.000 Millionen Dollar liegen. Die Investitionen sind auf 350 bis 375 Millionen Dollar veranschlagt, ohne das geplante Werk in Sioux Falls.
Nathan's Famous und Dividende
Am 26. Oktober schloss Smithfield die Übernahme von Nathan's Famous ab. Die Marke erweitert das Portfolio im Verpackungsfleisch, zwei Monate Beitrag sind in der Prognose enthalten.
Die Bilanz gilt als solide: Die Nettoverschuldung liegt beim 0,5-Fachen des bereinigten EBITDA, die Liquidität bei gut 3,4 Milliarden Dollar. Die Dividende von 0,3125 Dollar je Quartal soll auch für das letzte Quartal des Geschäftsjahres fließen. Auf das Jahr gerechnet ergeben sich 1,25 Dollar je Aktie.
Analysten sehen die Lage zurückhaltend. BofA Securities senkte zuletzt das Kursziel auf 21 Dollar, Stephens setzt 22 Dollar an. Beide Ziele liegen leicht über dem aktuellen Kurs von rund 18 Dollar.
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