Solana: BlackRock kommt, Kurs stockt
Veröffentlicht am: 05.08.2026 um 15:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wall Street entdeckt Solana – der Kurs bekommt davon kaum etwas mit. Innerhalb einer Woche hat das Netzwerk fast eine Milliarde echte Nutzertransaktionen verarbeitet, umgerechnet rund 150 Millionen pro Tag. Der Token selbst dümpelt trotzdem bei etwa 74 Dollar, gut 75 Prozent unter dem Rekordhoch von 294,87 Dollar.
Institutionelles Geld trifft auf technische Mauer
BlackRock hat am 3. August einen tokenisierten Geldmarktfonds gestartet, der neben Ethereum auch Solana nutzt. Nur wenige Tage zuvor brachte Morgan Stanley einen eigenen Solana-Fonds mit einer Gebühr von 0,14 Prozent an den Markt. Für ein Netzwerk, das nach dem FTX-Kollaps 2022 von vielen abgeschrieben wurde, markiert das einen deutlichen Imagewandel.
Der Chart zeigt davon wenig. SOL notiert unterhalb sämtlicher gängiger gleitender Durchschnitte – der 50-Tage-Durchschnitt liegt im Bereich von 76 Dollar, der 200-Tage-Durchschnitt sogar bei 92,45 Dollar. Diese Marken wirken seit Wochen wie ein Deckel, den keine noch so prominente Fonds-Ankündigung durchbrechen konnte. Solana-Investmentprodukte sammelten im Juli zwar 14,62 Millionen Dollar ein, verzeichneten in der Woche danach aber bereits wieder Abflüsse von 17 Millionen Dollar.
Rechenleistung steigt, Geduld der Anleger sinkt
Auf der technischen Seite hat Solana Ende Juli die maximale Rechenleistung pro Block von 60 auf 100 Millionen Einheiten angehoben – ein Schritt, der mehr Transaktionsdurchsatz ermöglichen soll. Die Kapazitätserweiterung passt zur Rekordnutzung, verändert aber bislang nichts an der Kursdynamik.
Kurzfristig hängt viel an der Marke von 72,99 Dollar. Ein Schlusskurs darüber würde den Weg zu 74 und 75 Dollar öffnen. Rutscht SOL dagegen unter 72,41 Dollar, geraten 71,50 und 70 Dollar in Reichweite. Ein Monatsziel von 78 Dollar bleibt nur erreichbar, wenn sich 74,50 Dollar als Unterstützung halten lässt – bislang tut sich der Kurs jedoch schwer, überhaupt über diese Schwelle zu kommen.
Selbst optimistische Modelle sehen für dieses Jahr Werte um 96 bis 100 Dollar, also einen Aufschlag von etwa 30 Prozent. Bis zum alten Hoch bei 294,87 Dollar fehlen dagegen rund 300 Prozent – ein Abstand, der sich ohne einen echten Nachfrageschub kaum in wenigen Monaten schließen lässt.
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