SolarEdge: Bank of America kauft 277.385 Aktien
Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 12:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Inmitten einer Phase hoher Volatilität verzeichnet der Solartechnikspezialist SolarEdge ein verstärktes Interesse durch institutionelle Großanleger. Wie heute aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht, hat die Bank of America ihre Position im ersten Quartal 2026 massiv ausgebaut.
Das Bankhaus erwarb zusätzlich 277.385 Aktien, was einer Steigerung des Bestandes um 218,6 % auf insgesamt 404.297 Anteile entspricht. Diese Käufe fallen in eine Zeit, in der das Papier an der Börse unter erheblichem Druck steht: Innerhalb der letzten 30 Tage verzeichnete der Wert einen Rückgang von -39 %.
Massive Aufstockungen durch Großanleger
Die Bank of America steht mit ihrem Engagement nicht allein. Auch andere namhafte Investoren nutzten die Kursniveaus für Zukäufe. Dimensional Fund Advisors erhöhte seine Beteiligung im ersten Quartal 2026 um 303,2 % durch den Erwerb von 236.176 zusätzlichen Aktien.
Im darauffolgenden zweiten Quartal 2026 meldete zudem Handelsbanken Fonder AB eine Aufstockung um 16,6 % auf nunmehr 1,23 Millionen Aktien im Wert von rund 71,9 Millionen US-Dollar. Parallel dazu bauten Bayesian Capital Management und das Canada Pension Plan Investment Board neue Positionen in dem Unternehmen auf.
Demgegenüber stehen jedoch auch Gewinnmitnahmen oder Risikoanpassungen. Assenagon Asset Management reduzierte seinen Anteil im zweiten Quartal 2026 um 21,6 % und veräußerte dabei 136.291 Papiere. Diese uneinheitliche Stimmung spiegelt sich auch im aktuellen Kurs wider.
Mit 25,90 € notiert das Papier derzeit 9,0 % über seinem 52-Wochen-Tief, liegt jedoch mit einem Abstand von -37 % deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 41,36 €.
Optionsmarkt und Analysten im Zwiespalt
Medienberichten zufolge signalisieren Aktivitäten am Optionsmarkt eine spekulative Zuversicht einzelner Marktteilnehmer. Am 13. August wurde ein umfangreicher Call-Spread für Dezember 2026 beobachtet, der auf eine Erholung in den Bereich zwischen 35 und 50 US-Dollar setzt. Dies deutet darauf hin, dass konträre Investoren trotz der jüngsten Kursverluste auf eine langfristige Trendwende setzen.
Die Einschätzungen der Analystenhäuser fielen nach der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen jedoch vorsichtiger aus. Goldman Sachs senkte am 6. August das Kursziel von 34,00 auf 30,00 US-Dollar und behielt die Einstufung auf "Sell" bei.
Am selben Tag reduzierte Mizuho das Kursziel deutlich von 71,00 auf 38,00 US-Dollar. Die Experten verwiesen dabei auf die schwache Umsatzprognose für das dritte Quartal und eine begrenzte Sichtbarkeit hinsichtlich einer Erholung auf dem US-Markt.
Operative Fortschritte und rechtliche Rahmenbedingungen
Trotz der verhaltenen Prognose konnte SolarEdge im zweiten Quartal 2026 einige operative Meilensteine erreichen. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 346,2 Millionen US-Dollar und erzielte mit einem bereinigten Nettoergebnis von 3,6 Millionen US-Dollar den ersten operativen Gewinn auf Non-GAAP-Basis seit dem zweiten Quartal 2023. Zudem verringerte sich der Nettoverlust nach GAAP-Standard im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich auf 30,8 Millionen US-Dollar.
Auf der Produktseite treibt das Unternehmen seine Expansion voran. Vor gut zwei Wochen gab SolarEdge bekannt, die dreiphasige Nexis-Plattform für Heimspeicher nach dem Start in Deutschland nun auch in Österreich und der Schweiz einzuführen.
Im Bereich der Zukunftstechnologien wurden zudem Fortschritte bei Solid-State-Transformatoren für KI-Rechenzentren erzielt, die in Labortests eine Effizienz von 99 % erreichten.
Am vergangenen Montag lief zudem die Frist für betroffene Anleger ab, Ansprüche aus einem gerichtlich angeordneten Sammelklage-Vergleich geltend zu machen, was einen Schlussstrich unter vergangene Rechtsunsicherheiten ziehen dürfte.
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