Sony, Aktie

Sony Aktie: Untersuchung zu fremden Kinderkonten im PSN

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 13:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Untersuchung soll klÀren, wie unautorisierte Kinderprofile in PSN-Familiengruppen gelangten und welche Rechte sie erhielten.
Abstrakte Darstellung von digitaler Sicherheit und vernetzter Gaming-Technologie in einem dunklen, modernen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

Sony untersucht Berichte ĂŒber unbefugt hinzugefĂŒgte Kinderkonten im PlayStation Network. Das berichtet The Sankei Shimbun heute. Betroffene Nutzer behaupten, Fremde hĂ€tten sich trotz Passwortschutz und Zwei-Faktor-Authentifizierung mit ihren Familiengruppen verknĂŒpft. FĂŒr Anleger steht damit ein mögliches Sicherheitsproblem im Raum. Der technische Ablauf und die behaupteten Zugriffsmöglichkeiten sind allerdings nicht bestĂ€tigt.

Die Sony-Aktie gewinnt heute 0,4%; eine unmittelbare negative Kursreaktion auf die Berichte ist damit nicht erkennbar. Inhaltlich bleibt entscheidend, ob lediglich unerwĂŒnschte Familienprofile auftauchen oder darĂŒber hinaus unbefugte Datenzugriffe und KĂ€ufe möglich sind.

Familienfunktion erschwert die Entfernung

Die Beschwerden betreffen Kinderprofile, die ohne Zustimmung in bestehenden PSN-Familiengruppen erscheinen. GamesRadar berichtete gestern ĂŒber entsprechende Meldungen vor allem aus Japan, aber auch aus anderen LĂ€ndern. Ähnliche Beschwerden wurden dem Bericht zufolge bereits vor drei Jahren beschrieben. Ein Zusammenhang zwischen den damaligen und den aktuellen FĂ€llen ist nicht geklĂ€rt.

Ein praktisches Problem verschĂ€rft die Situation fĂŒr Betroffene: Laut Sony lassen sich Kinderkonten nicht einfach aus einer Familiengruppe entfernen. Nutzer berichten deshalb, dass sie fĂŒr die Entfernung auf den PlayStation Support angewiesen seien.

Je nach Einstellungen könnten solche Konten KĂ€ufe ĂŒber das Guthaben des Familienmanagers tĂ€tigen und bestimmte Kontoinformationen sehen. Betroffene befĂŒrchten zudem Einblicke in persönliche Angaben wie vollstĂ€ndige Namen. Welche dieser Möglichkeiten bei den gemeldeten FĂ€llen tatsĂ€chlich bestanden oder genutzt wurden, ist bislang nicht bestĂ€tigt.

Behaupteter Schutzbruch bleibt ungeklÀrt

Besonders schwer wiegt der Vorwurf, Angreifer hĂ€tten Passwortschutz und Zwei-Faktor-Authentifizierung umgangen. Die Nutzerberichte belegen jedoch nicht unabhĂ€ngig, dass die zusĂ€tzliche SicherheitsprĂŒfung beim regulĂ€ren Anmelden tatsĂ€chlich ausgehebelt wurde. Ebenso fehlen bestĂ€tigte Belege fĂŒr geleerte Konten oder einen Zugriff auf gespeicherte Kartendaten, Passwörter und private Nachrichten.

Diese Unterscheidung ist fĂŒr die Bewertung wesentlich. Ein unbefugt hinzugefĂŒgtes Familienprofil ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer vollstĂ€ndigen Übernahme des Hauptkontos. Zugleich können mögliche Kaufrechte innerhalb der Familienverwaltung ein eigenes Risiko darstellen, auch ohne Zugriff auf sĂ€mtliche Zugangsdaten.

GamesRadar empfiehlt Betroffenen, die Familienmitglieder ihres Kontos zu ĂŒberprĂŒfen und den PlayStation Support einzuschalten. FĂŒr Anleger ist nun vor allem der Umfang des Problems relevant: Sonys Untersuchung muss klĂ€ren, wie die fremden Profile hinzugefĂŒgt wurden und welche Berechtigungen sie tatsĂ€chlich erhielten. Die heutigen Berichte bestĂ€tigen die Untersuchung, nicht aber die behaupteten weitreichenden Zugriffsmöglichkeiten.

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