SpaceX Aktie: Alphabet-Rechenzentrum geht in Betrieb
Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 11:26 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Konzern SpaceX baut sein zweites groĂes Standbein neben der Raumfahrt zĂŒgig aus. Mit Beginn des Monats Oktober greift die milliardenschwere Rechenzentrumskooperation mit der Google-Mutter Alphabet.
Gemeinsam mit einem bereits bestehenden Vertrag mit dem KI-Unternehmen Anthropic, der monatlich 1,25 Milliarden US-Dollar umfasst, flieĂen dem Raumfahrtunternehmen damit rund 2,2 Milliarden US-Dollar pro Monat aus KI-Diensten zu. An der Börse sorgten diese operativen Schritte fĂŒr spĂŒrbaren RĂŒckenwind. Im europĂ€ischen Handel beendete das Papier den Freitag bei einem Schlusskurs von 141,20 Euro, was einem Tagesgewinn von 7,2 Prozent entspricht.
Hardware-Kooperation mit Nvidia im Fokus
ZusÀtzliche Dynamik erhÀlt das Segment durch Kooperationen auf der Hardware-Seite. Elon Musk stellte öffentlich eine enge Zusammenarbeit mit dem Halbleiterhersteller Nvidia in Aussicht. Demnach entwickelt SpaceX eine angepasste Variante des Nvidia-Systems VR72 im Co-Design.
Das Vorhaben zielt auf Rechenzentrums-Installationen mit hoher Leistungsdichte ab. Laut Musk könnte die Einheit eine durchschnittliche Leistung von annÀhernd 250 Kilowatt erreichen.
Marktbeobachter werten die Verbindung aus orbitaler KonnektivitĂ€t und KI-RechenkapazitĂ€ten als wesentlichen Treiber fĂŒr das kĂŒnftige Umsatzprofil des Konzerns. Die operative Expansion stĂŒtzt zugleich die Bewertung an den FinanzmĂ€rkten.
Analysten sehen Potenzial bei Orbital-Diensten
In der Branche stöĂt die Kombination aus Satellitennetz und KI-Infrastruktur auf reges Interesse. Die Analysten von Morgan Stanley sehen in den neuen Erlösquellen erheblichen Spielraum und beziffern ihr Kursziel auf 300 US-Dollar. Neben den GroĂvertrĂ€gen mit Google und Anthropic verweisen sie auf die geplante Integration neuer Softwarelösungen in das bestehende Satellitennetzwerk.
Beim Investmenthaus ARK Invest hebt Futurist Brett Winton die Hebelwirkung kĂŒnftiger TransportkapazitĂ€ten hervor. Nach Berechnungen des Analysehauses könnte jeder Starship-Flug jĂ€hrlich zusĂ€tzliche Erlöse von ĂŒber 700 Millionen US-Dollar generieren. Flankiert wurden diese Aussagen von einer dichten Taktung operativer Missionen, bei denen innerhalb von 13 Stunden drei Falcon-Raketenstarts erfolgreich abgewickelt wurden.
Mit den anlaufenden GroĂvertrĂ€gen steht SpaceX nun vor der Aufgabe, die zugesagten Rechenleistungen verlĂ€sslich bereitzustellen. Gelingt die technische Verzahnung der Nvidia-Systeme mit den Anforderungen der Cloud-Kunden, festigt das Unternehmen seine Rolle weit ĂŒber das klassische TransportgeschĂ€ft hinaus.
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