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SpaceX Aktie: Deutsche Bank bleibt trotz Rückschlag optimistisch

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 01:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Testflug brachte Starship erstmals in den Erdorbit; die Deutsche Bank bestätigte ihr Kursziel von 235 US-Dollar.

SpaceX: Starship erreicht Umlaufbahn, Deutsche Bank hält an Kaufurteil fest
Abstrakte Darstellung einer modernen Luft- und Raumfahrtanlage mit atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Ein historischer Erfolg, ein vorzeitiges Ende und ein Analyst, der sich davon nicht beeindrucken lässt: Bei SpaceX prallen an diesem Montag zwei sehr unterschiedliche Nachrichten aufeinander. Die Aktie selbst zeigt sich davon kaum bewegt.

Starship erreicht erstmals die Umlaufbahn

Beim 14. Testflug hat die Riesenrakete Starship erstmals eine Erdumlaufbahn erreicht — rund 275 Kilometer über der Erde. Zum ersten Mal setzte SpaceX dabei auch neue Starlink-Satelliten der dritten Generation aus, die anschließend ihre Solarpaneele entfalten und Verbindungen zur Erde aufbauen sollen.

Geplant war eine rund zehnstündige Mission mit sechs Erdumrundungen. SpaceX brach den Flug jedoch schon nach etwa drei Stunden ab und ließ die Rakete kontrolliert im Pazifik niedergehen. Gründe für die vorzeitige Rückholung nannte das Unternehmen nicht.

Der erste Test des Systems war 2023 nach wenigen Minuten mit einer Explosion gescheitert, spätere Flüge blieben teils deutlich hinter den Erwartungen zurück — der Sprung in die Umlaufbahn markiert also trotz des frühen Endes einen Fortschritt.

An der Börse kam die Nachricht verhalten an. Die Aktie gab am Montagabend leicht nach, nachdem sie zuvor bereits mehrere Prozent binnen einer Woche verloren hatte.

Deutsche Bank verweist auf KI-Rechenkapazität

Unabhängig vom Raketenstart hat die Deutsche Bank ihre Einstufung für SpaceX auf "Buy" belassen und ein Kursziel von 235 US-Dollar bestätigt. Analyst Edison Yu begründete das mit Aussagen von Firmenchef Elon Musk zum Ausbau der Rechenkapazitäten im Bereich Künstliche Intelligenz. Bis Ende November soll SpaceX demnach über ausreichend Kapazität für Cloud-Hosting-Verträge sowie den wachsenden Bedarf an KI-Training verfügen.

Damit rückt neben dem Raketengeschäft ein zweiter Wachstumshebel in den Fokus: die Vermietung von Rechenleistung an Cloud- und KI-Kunden. Das Kursziel der Deutschen Bank markiert im aktuellen Analystenfeld die untere Grenze — die Ziele der zuletzt befragten Häuser reichen bis 248 US-Dollar.

Zwischen fortschrittlichem Raketenbau und milliardenschweren KI-Wetten zeichnet sich damit ab, worauf Investoren in den kommenden Monaten schauen dürften: Ob SpaceX die angepeilte Rechenkapazität bis Ende November tatsächlich liefert, dürfte mindestens so viel Gewicht bekommen wie der nächste Starship-Test.

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