SpaceX, Aktie

SpaceX Aktie: Kiew verhandelt mit Pentagon über Starlink

Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 00:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Evercore ISI erhöhte das Kursziel auf 275 Dollar; SpaceX vereinbarte zudem den Erwerb eines 800-MHz-Frequenzportfolios.
Satellitenkonstellation im Weltraum mit Reflexionen von Sonnenlicht vor einem dunklen Hintergrund. Illustration mit AI erstellt.

Die operative Taktung von SpaceX sucht in der Industrie ihresgleichen. Während an den Börsen die Debatten über geopolitische Verflechtungen und regulatorische Hürden toben, setzt das Raumfahrtunternehmen konsequent Fakten. Für mich zeigt sich gerade in diesen Tagen: Wer das Papier bewerten will, darf sich nicht von kurzfristigem Getöse blenden lassen, sondern muss auf die strategische Infrastruktur blicken.

Gestern untermauerte Evercore ISI diese Perspektive. Analyst Kutgun Maral hob am 16. Oktober das Kursziel für die Aktie von $230 auf $275 an und behielt die Einstufung Outperform bei. Die Anhebung im Vorfeld der Zahlen zum dritten Quartal signalisiert Zuversicht in die kommenden Katalysatoren.

An den Märkten spiegelt sich dieser Optimismus zwar noch nicht vollends wider — das Papier ging am Freitag bei 129,96 Euro aus dem Handel —, doch die fundamentale Stoßrichtung spricht eine deutliche Sprache.

Der Starlink-Ausbau zielt auf den Massenmarkt

Der eigentliche strategische Paukenschlag liegt für mich in den Ausbauplänen für das Satellitennetzwerk. Vor rund einer Woche vereinbarte das Unternehmen die vollständige Übernahme des landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management.

Bis zu 14 MHz gepaartes Spektrum stehen im Raum. Medienberichten zufolge, die sich auf das Wall Street Journal stützen, steht ein Barvolumen von rund 8 Milliarden Dollar im Raum, wenngleich die genauen finanziellen Details unbestätigt blieben.

Dieser Schritt zielt direkt auf Starlink Mobile ab. Das Vorhaben steht zwar noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die US-Telekommunikationsbehörde FCC, doch die Absicht ist unverkennbar: SpaceX will nicht nur Satellitenbetreiber für Nischen sein, sondern ein vollwertiges globales Mobilfunknetz aus dem Orbit spannen. Die schiere Größenordnung dieser Investition unterstreicht, wie ernst es der Führung mit der direkten Mobilfunkanbindung ist.

Politischer Gegenwind trübt das Bild nur oberflächlich

Dass der Kurs auf Wochensicht ein Minus von 10 Prozent verzeichnete, lässt sich kaum auf operative Mängel zurückführen. Vielmehr geriet der Konzern zwischen die Fronten der internationalen Sicherheitspolitik. Die Diskussionen um die Einschränkung des Starshield-Zugangs für die Ukraine sorgten für erhebliche Unruhe.

Betroffen waren Terminals bei Geschwindigkeiten von über 160 Kilometern pro Stunde, was Drohneneinsätze behinderte. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters stammte die Weisung zu dieser Drosselung direkt aus dem Weißen Haus.

Dass Kiew nach offiziellen Angaben Gespräche mit SpaceX und dem Pentagon führt, um die Beschränkungen aufzuheben, verdeutlicht die heikle Gratwanderung. Das Unternehmen ist längst kein rein kommerzieller Akteur mehr, sondern ein systemkritischer Partner westlicher Regierungen. Diese Rolle bringt Reibungen mit sich, festigt jedoch zugleich die Monopolstellung bei geschäftskritischen Raumfahrtprojekten.

Trotz dieser Schlagzeilen läuft das Kerngeschäft auf Hochtouren. Erst am Donnerstag startete eine Falcon 9 die geheime Militärmission USSF-481 für die U.S. Space Force von der Vandenberg Space Force Base.

Nur zwei Tage zuvor brachte die Frachtkapsel Dragon im Rahmen der NASA-Mission CRS-35 mehr als 6.300 Pfund Versorgungsgüter und Experimente zur Internationalen Raumstation. Zudem kehrte mit Ship 40 erstmals eine Starship-Oberstufe nach einem Raumflug zur Inspektion nach Texas zurück.

Chancen überwiegen die Wachstumsrisiken

Natürlich bleiben beträchtliche Hürden bestehen. Die FAA startete eine Umweltprüfung für den Starship-Ausbau, der langfristig bis zu 456 Starts pro Jahr am Standort Starbase vorsieht. Solche Verfahren kosten Zeit und Nerven. Dennoch überwiegen für mich unterm Strich klar die strukturellen Chancen.

SpaceX demonstriert mit Frachtflügen für Regierungsorganisationen, militärischen Starts und massiven Spektrumskäufen eine beispiellose vertikale Integration. Die jüngste Kursschwäche wirkt vor diesem Hintergrund eher wie eine Konsolidierung in einem nervösen Marktumfeld als ein Bruch der Wachstumsgeschichte.

Anleger sollten die operativen Fortschritte und die wachsende Bedeutung im weltweiten Telekommunikationssektor höher gewichten als kurzzeitige diplomatische Querelen.

Anzeige

SpaceX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SpaceX-Analyse vom 18. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten SpaceX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SpaceX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SpaceX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | US84615Q1031 | SPACEX | boerse | 70351852 |