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SpaceX Aktie: Musk dementiert Tesla-Fusion

Veröffentlicht am: 01.08.2026 um 16:17 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Trotz Musks Dementi belasten Fusionsspekulationen die SpaceX-Aktie, die nahe ihrem Jahrestief notiert und technisch überverkauft ist.

SpaceX-Aktie fällt: Musk weist Fusionsgerüchte mit Tesla zurück
Futuristischer Hangar in einer Industrieanlage als Symbol für Luft- und Raumfahrttechnologie. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Zeitungsbericht reicht, um eine ohnehin angeschlagene Aktie noch tiefer zu drücken. Das Wall Street Journal berichtete, Tesla erwäge den Verkauf oder die Abspaltung seines China-Geschäfts. Grund sei eine mögliche Fusion mit SpaceX. Elon Musk dementierte den Bericht binnen Stunden als „Fake News". Die Anleger blieben trotzdem nervös.

Am Freitag schloss die SpaceX-Aktie bei 93,96 Euro, ein Minus von 3,48 Prozent an einem einzigen Tag. Der Kurs setzt damit eine mehrwöchige Talfahrt fort, die den Titel spürbar unter Druck gebracht hat.

WSJ-Bericht und Musks Dementi

Laut dem Bericht sollen Tesla-Manager angewiesen worden sein, sich auf eine Abspaltung des China-Geschäfts vorzubereiten. Das soll den Weg für eine mögliche Fusion mit SpaceX ebnen. Als Grund nannte die Zeitung SpaceX' Rolle als wichtiger US-Verteidigungsauftragnehmer. Eine Fusion würde erfordern, die geheimen Satelliten- und Verteidigungsarbeiten vor chinesischer Regulierungsaufsicht abzuschirmen.

Musk reagierte prompt. Auf der Plattform X nannte er die Behauptung „absurd fake news" und schrieb, das Thema sei „noch nie in einer Diskussion aufgetaucht". Tesla China wies den Bericht gegenüber der Zeitung The Paper ebenfalls als „falsche Information" zurück.

Ganz vom Tisch ist die Debatte damit nicht. Der Zeitpunkt fällt auf: Nur gut eine Woche zuvor hatte Musk beim Quartalsgespräch am 22. Juli eine wachsende „Überschneidung" zwischen Tesla und SpaceX eingeräumt. Er sprach von einem Projekt namens „Terafab", wollte sich zu einer möglichen Fusion aber nicht näher äußern. Solche Themen gehörten nicht auf eine Gewinn-Telefonkonferenz, erklärte er den Investoren.

Auf Wettplattformen wie Kalshi hat das Thema längst ein Eigenleben entwickelt. Nutzer taxieren die Wahrscheinlichkeit einer Fusion zwischen Tesla und SpaceX bis Mai 2027 auf 49 Prozent.

Aktie unter Druck seit dem Börsengang

Die Spekulation trifft die Aktie zu einem heiklen Zeitpunkt. SpaceX notiert nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief. Der 14-Tage-RSI liegt bei rund 31 Punkten, ein Wert, der technisch als überverkauft gilt.

Seit dem rekordträchtigen Nasdaq-Debüt, bei dem SpaceX rund 75 Milliarden Dollar einsammelte, steht die Aktie unter intensiver Beobachtung. Trotz des Kursrutsches der vergangenen Wochen zählt der Raumfahrtkonzern weiterhin zu den wertvollsten Unternehmen der Wall Street.

Nicht alle Reaktionen auf den Bericht fielen negativ aus. Cathie Woods ARK Invest kaufte trotz eines weltweiten Ausverkaufs bei KI-Aktien weiter Tesla- und SpaceX-Titel im Millionenwert nach. Wood bezeichnete die geglückte Wasserlandung der Starship-Rakete als „möglicherweise bahnbrechende Nachricht für SpaceX".

China-Geschäft im Blick

Über die Fusionsfrage hinaus lenkt der Bericht den Blick erneut auf Teslas Abhängigkeit von China. Der chinesische Markt machte in der ersten Jahreshälfte 2026 rund 18 Prozent von Teslas weltweiten Verkäufen aus. Anders als viele Wettbewerber betreibt Tesla sein Werk in Shanghai nicht als Joint Venture.

Im gleichen Zeitraum sanken Teslas China-Verkäufe um etwa 9 Prozent. Heimische Rivalen wie BYD bauten ihren Marktanteil im Elektroauto-Segment derweil auf rund 72 Prozent aus. Ob eine mögliche Umstrukturierung tatsächlich der SpaceX-Fusion oder Teslas eigenem Wettbewerbsdruck in China geschuldet ist, lässt sich derzeit nicht sauber trennen.

SpaceX steht vor zwei Terminen mit Sprengkraft: dem ersten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen und dem baldigen Ablauf der Insider-Lock-up-Frist. Beide Ereignisse dürften die Debatte um eine mögliche Tesla-SpaceX-Fusion neu entfachen, unabhängig davon, ob Musks Dementi Bestand hat.

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