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SpaceX Aktie: Orbitaler Starship-Test mit Starlink V3 bevorstehend

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 19:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

NASA-VertrĂ€ge und regelmĂ€ĂŸige Starlink-Starts stĂŒtzen SpaceX. Der nĂ€chste Entwicklungsschritt hĂ€ngt jedoch vom geplanten orbitalen Starship-Flug ab.

SpaceX: NASA-AuftrÀge stÀrken das GeschÀft, Starship bleibt entscheidend
Eine massive, glÀnzende Rakete auf einer Startrampe in der AbenddÀmmerung unter einem dramatischen Himmel. Illustration mit AI erstellt.

Die bemannte Raumfahrt galt ĂŒber Jahrzehnte als riskantes Prestigeprojekt staatlicher Agenturen. Wer die jĂŒngsten operativen Meilensteine von SpaceX verfolgt, sieht jedoch ein gĂ€nzlich anderes Bild: Raumfahrt transformiert sich in ein industrielles FließbandgeschĂ€ft mit verlĂ€sslichen Einnahmen.

Gleichzeitig wĂ€chst mit dieser Dimension der Druck, technologische Großprojekte ohne RĂŒckschlĂ€ge ins Ziel zu steuern.

StaatsauftrÀge sichern das Fundament

Den jĂŒngsten Beleg fĂŒr das anhaltende Vertrauen institutioneller Auftraggeber lieferte die US-Raumfahrtbehörde NASA am 18. September. Laut Reuters vergab die Behörde einen weiteren Vertrag ĂŒber 946 Millionen $ an SpaceX, der drei zusĂ€tzliche Astronautenmissionen zur Internationalen Raumstation bis 2030 umfasst. Damit klettert das gesamte Vertragsvolumen fĂŒr bemannte NASA-FlĂŒge auf 5,92 Milliarden $ fĂŒr insgesamt 17 Missionen.

Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. FĂŒr Beobachter zeigt sich hier keine spekulative Wette mehr, sondern ein etabliertes Versorgungsmonopol fĂŒr den westlichen Astronautentransport. Die NASA kann und will auf den Dienstleister nicht verzichten.

Dass parallel dazu am 16. September eine Falcon 9 die als geheim eingestufte Mission USSF-259 fĂŒr die U.S. Space Force von der Vandenberg Space Force Base ins All beförderte, unterstreicht die tiefe Verankerung im US-Sicherheitsapparat. Staatliche Budgets bilden damit das finanzielle Auffangbecken fĂŒr weitaus riskantere Eigenentwicklungen.

Starlink als Taktgeber im Orbit

Neben den staatlichen Missionen treibt das Unternehmen das konzerneigene Satellitennetzwerk mit einer Kadenz voran, die Wettbewerbern kaum Luft zum Atmen lÀsst. Allein am 19. September brachte eine Falcon 9 von Vandenberg aus 27 Einheiten des Typs Starlink V2 Mini Optimized auf den Weg, die sich gut eine Stunde nach dem Abheben erfolgreich von der TrÀgerrakete lösten.

Bereits am 9. September hatte eine Falcon 9 ebenfalls 27 Starlink-Trabanten transportiert, wobei die Erststufe ihren 19. Einsatz absolvierte und auf dem Drohnenschiff Of Course I Still Love You landete.

Diese Wiederverwendbarkeit ist lĂ€ngst kein technisches Experiment mehr, sondern pure Kostendisziplin. FĂŒr mich liegt hier der eigentliche Burggraben des Konzerns: WĂ€hrend andere TrĂ€gerprogramme um jeden einzelnen Starttermin ringen, skaliert SpaceX die eigene Satelliteninfrastruktur im Wochentakt. Die schiere Frequenz drĂŒckt die Grenzkosten pro Kilogramm Nutzlast auf ein Niveau, das Konkurrenten auf Jahre hinaus vor massive HĂŒrden stellen dĂŒrfte.

Der nÀchste Sprung steht bevor

Die eigentliche ZĂ€sur steht dem Unternehmen allerdings noch bevor. Im Fokus der geplanten Mission stehen der erstmalige Eintritt in einen orbitalen Flug sowie das Aussetzen von Starlink-Satelliten der dritten Generation (V3).

Hier entscheidet sich, ob der Konzern seine operative FĂŒhrungsposition halten und weiter ausbauen kann. Falcon 9 ist das verlĂ€ssliche Arbeitspferd von heute, doch Starship ist das Fundament fĂŒr die kommerziellen Versprechen von morgen.

Sollte der orbitale Test gelingen, dĂŒrfte dies die Skalierung von Starlink auf ein neues Niveau heben. Verzögert sich das Programm hingegen durch technische HĂŒrden oder Auflagen der Aufsichtsbehörden, gerĂ€t der ehrgeizige Zeitplan ins Wanken.

Fazit: Hohe Bewertung verlangt Perfektion

An den MĂ€rkten wird diese dominante Marktstellung bereits honoriert. Das Papier notiert aktuell bei 133,64 Euro und gab am heutigen Mittwoch um 1,0 Prozent nach. Unterm Strich bleibt das Chance-Risiko-Profil eng an den Erfolg der Schwerlastplattform gekoppelt.

Das StammgeschĂ€ft mit Falcon 9 und die NASA-VertrĂ€ge bieten eine robuste Basis, die operative Risiken abfedert. Doch wer derart hoch bewertet ist, muss beweisen, dass der Sprung zur nĂ€chsten Raketengeneration gelingt. Die Weichen dafĂŒr werden in den kommenden Wochen gestellt.

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