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Strategy Inc Aktie: B. Riley senkt Kursziel, bleibt bei Kaufen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Bitcoin-Zukäufe, Aktienausgabe und Vorzugsrückkäufe prägen Strategys Finanzierung; ein möglicher MSCI-Ausschluss bleibt offen.
Moderne Büroarchitektur im goldenen Licht als Symbol für Finanzanalyse und Marktstimmung. Illustration mit AI erstellt.

B. Riley hat am Dienstag das Kursziel für Strategy gesenkt und zugleich die Kaufempfehlung beibehalten. Für mich trifft diese Kombination den Kern: Die Zuversicht bleibt bestehen, während der Bewertungsmaßstab vorsichtiger wird.

Bei Strategy verdient deshalb die Finanzierung mindestens ebenso viel Aufmerksamkeit wie der nächste Bitcoin-Zukauf. Entscheidend ist, ob Anleger den gleichzeitigen Einsatz von Stammaktien und Vorzugspapieren überzeugend finden.

Optimismus mit niedrigerem Bewertungsmaßstab

Medienberichten zufolge senkte B. Riley das Kursziel am Dienstag von 195 $ auf 180 $. Das Haus hielt an seiner Kaufempfehlung fest. Die Maxim Group bestätigte am selben Tag ebenfalls ihre Kaufempfehlung und ein Kursziel von 215 $.

Die gemeinsame positive Richtung spricht für anhaltendes Vertrauen dieser Analysten in Strategy. Die unterschiedlichen Zielmarken lassen zugleich erheblichen Bewertungsspielraum erkennen. Ich gewichte dabei die Herabsetzung stärker als die unveränderten Empfehlungen: Sie mahnt zu mehr Disziplin bei den Erwartungen, sofern Anleger ihre Zuversicht auf diese Einschätzungen stützen.

Für eine überzeugende Bewertung müssen aus meiner Sicht zwei Seiten zusammenpassen: der weitere Aufbau des Bitcoin-Bestands und die dafür gewählte Kapitalstruktur. Wer allein auf die Bestandsgröße schaut, lässt einen wesentlichen Teil der jüngsten Unternehmensmeldungen außer Acht.

Bitcoin-Käufe und Rückkäufe gehören zusammen

Strategy meldete am Montag den Kauf von 811 Bitcoin für 65,5 Millionen $. Der Gesamtbestand lag zum 1. November bei 849.327 Bitcoin.

Damit setzt das Unternehmen seinen Bestandsaufbau fort. Für mich spricht die Fortsetzung dieser Linie für strategische Konsequenz, sofern die damit verbundenen Finanzierungsentscheidungen für die Aktionäre wirtschaftlich überzeugen. Gerade deshalb lohnt sich der Blick auf die parallel gemeldeten Wertpapiergeschäfte.

Strategy erzielte durch den Verkauf von Stammaktien einen Nettoerlös von 164,0 Millionen $. Gleichzeitig kaufte das Unternehmen STRC-Vorzugsaktien für 208,2 Millionen $ zurück.

Diese Kombination ist für die Einordnung wichtiger als eine isolierte Kaufmeldung. Auf der einen Seite gibt Strategy Stammaktien aus. Auf der anderen Seite nimmt das Unternehmen Vorzugspapiere zurück. Anleger sollten beide Vorgänge gemeinsam bewerten, weil sie unterschiedliche Teile der Kapitalstruktur betreffen.

Mein Maßstab ist deshalb die Abstimmung dieser Entscheidungen. Die Rückkäufe sprechen für ein aktives Management der Kapitalstruktur, sofern ihr wirtschaftlicher Nutzen den Einsatz der Mittel rechtfertigt. Die Ausgabe von Stammaktien gehört dabei zwingend in dieselbe Betrachtung: Der Bitcoin-Aufbau und die Veränderungen bei den Wertpapieren bilden zusammen das finanzielle Gesamtbild.

Am 29. Oktober kündigte Strategy zudem tägliche Dividendenzahlungen für seine Vorzugspapiere an. Für STRC sollen diese im November beginnen; der genannte jährliche Satz beträgt 12 %.

Die Zahlungsfrequenz macht dieses Instrument aus Anlegersicht besonders aufmerksamkeitsstark. Für meine Bewertung zählt allerdings die jährliche Kondition stärker als der tägliche Rhythmus, sofern es um die langfristige finanzielle Tragfähigkeit geht. Damit rückt erneut die Frage in den Mittelpunkt, wie Strategy seine verschiedenen Finanzierungsbausteine aufeinander abstimmt.

Der nächste Prüfstein liegt bei MSCI

Als nächster Termin steht der 11. November 2026 im Kalender. MSCI will dann die Änderungen seiner November-Indizes bekannt geben. Strategy gehört zu den Unternehmen, bei denen ein möglicher Ausschluss geprüft wird.

Dieser Prüfpunkt spricht für Zurückhaltung bei allzu geradlinigen Erwartungen, solange die Entscheidung aussteht. Er ergänzt die unternehmensinternen Finanzierungsfragen um einen externen Faktor.

Unterm Strich überwiegt für mich deshalb die Forderung nach Bewertungsdisziplin. Die positiven Analystenurteile stützen die Zuversicht, sofern Strategy auch mit seiner Kapitalsteuerung überzeugt. Der überzeugendere Maßstab für die Aktie ist das Zusammenspiel von Bitcoin-Bestand, Wertpapiergeschäften und Finanzierungskonditionen. Genau daran sollte sich die optimistische Einschätzung messen lassen.

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