Stryker Aktie: RACER-Studie findet keinen Mako-Vorteil
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 10:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Stifel-Analyst Rick Wise hĂ€lt an seiner Kaufempfehlung fĂŒr Stryker fest, senkt jedoch das Kursziel auf 330 US-Dollar. Gestern wurde die Neueinstufung bekannt, womit das Analysehaus weiterhin AufwĂ€rtspotenzial fĂŒr die Aktie sieht. Im heutigen Handel notiert das Papier bei 244,30 Euro, verzeichnet seit Jahresanfang jedoch ein Minus von 18 Prozent.
Die ZurĂŒckhaltung der Marktteilnehmer trifft auf ein Umfeld, in dem klinische Daten und wirtschaftliche Faktoren die Wachstumsfantasie im Bereich der orthopĂ€dischen Chirurgie dĂ€mpfen. Insbesondere der technologische Vorzeigebereich der robotergestĂŒtzten Eingriffe steht unter verstĂ€rkter Beobachtung von KostentrĂ€gern und Gesundheitssystemen.
Studiendaten zum Mako-System veröffentlicht
FĂŒr Diskussionen im Sektor sorgt die britische RACER-Knee-Studie, die in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet erschien. In der randomisierten Untersuchung an mehreren britischen KrankenhĂ€usern verglich ein Ărzteteam konventionelle Knieoperationen mit Strykers robotergestĂŒtzter Mako-Plattform.
Bei den 339 teilnehmenden Patienten zeigte sich nach einem Jahr beim sogenannten Forgotten Joint Score kein bedeutsamer Unterschied zwischen beiden Verfahren.
Auch hinsichtlich Schmerzen, GehfĂ€higkeit und Folgeeingriffen blieben die Resultate vergleichbar, schwerwiegende unerwĂŒnschte Ereignisse traten nicht gehĂ€uft auf. Zwar erwiesen sich die Schnitte mit dem Mako-Roboter als prĂ€ziser, die Eingriffe dauerten im Durchschnitt jedoch 10,5 Minuten lĂ€nger.
Zudem fielen Mehrkosten von durchschnittlich rund 950 britischen Pfund an, womit das System im ersten Jahr die KosteneffektivitÀtsgrenzen des britischen NHS verfehlte.
Die Patienten sollen ĂŒber zehn Jahre weiter beobachtet werden. International variiert die Verbreitung der Robotertechnologie betrĂ€chtlich: WĂ€hrend in den USA bereits 16 Prozent der Knieoperationen robotergestĂŒtzt erfolgen, liegt der Anteil im australischen Markt bei 42 Prozent.
Fundamentale Lage und Analystenurteil
Trotz der Kostendiskussion in Kliniken weist das Unternehmen eine solide operative Basis auf. Mit einer zweistelligen Nettomarge und robuster Kapitalverzinsung stĂŒtzen die Kennzahlen das Vertrauen institutioneller Anleger, dass der Konzern temporĂ€re ZurĂŒckhaltung im InvestitionsgĂŒterbereich abfedern kann.
An der Wall Street ĂŒberwiegt der Optimismus unter den Marktbeobachtern.
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