Surteco, Aktie

Surteco Aktie: EBITDA steigt 5 Prozent auf 53,2 Millionen

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 05:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Surteco steigert im ersten Halbjahr 2026 das bereinigte EBITDA trotz leichter Umsatzeinbußen. Analysten sehen deutliches Kurspotenzial.

Surteco Halbjahresbilanz: Umsatzrückgang, aber deutlich bessere operative Marge
Abstrakte Darstellung industrieller Fertigung mit Fokus auf Wachstum und moderner Architektur. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Oberflächenspezialist Surteco hat am Donnerstag seinen Bericht für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Dabei zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Während der Konzernumsatz leicht rückläufig war, konnte das Unternehmen seine operative Profitabilität deutlich steigern. Trotz eines schwierigen Marktumfelds und negativer Währungseffekte gelang es dem Management, die Margen auszubauen und den Konzernfehlbetrag zu reduzieren.

Operative Verbesserung im ersten Halbjahr

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete Surteco einen Umsatz von 420,8 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 436,3 Millionen Euro. Medienberichten zufolge ist dieser Rückgang primär auf die Einstellung des verlustreichen Imprägnate-Geschäfts sowie auf belastende Währungseffekte zurückzuführen. Bereinigt um diese Faktoren verzeichnete das Unternehmen ein organisches Wachstum von 2 Prozent. Besonders im zweiten Quartal stabilisierte sich die Lage: Mit einem Umsatz von 212,4 Millionen Euro lag das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur noch bei 0,7 Prozent, nachdem im Auftaktquartal noch ein Rückgang von 6,3 Prozent zu verzeichnen war.

Auf der Ergebnisseite konnte Surteco zulegen. Das bereinigte EBITDA stieg im ersten Halbjahr um 5 Prozent auf 53,2 Millionen Euro. Damit verbesserte sich die entsprechende Marge von 11,6 Prozent im Vorjahr auf nun 12,6 Prozent. Auch das berichtete EBITDA legte um 9 Prozent auf 47,3 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verblieb zwar ein Konzernfehlbetrag von 3,0 Millionen Euro, dieser fiel jedoch geringer aus als der Verlust von 5,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Während die Segmente Edgebands und Profiles die Erwartungen erfüllten, blieb das Geschäft in Nordamerika aufgrund einer schwachen Nachfrage hinter den Prognosen zurück.

Strategischer Fokus und finanzielle Absicherung

Das Unternehmen treibt seine interne Transformation weiter voran. Seit dem 29. Juni fungiert Dr. Marcus Opitz als Chief Transformation Officer (CTO) im Vorstand der Surteco Group SE. Er soll die Neuausrichtung des Konzerns begleiten. Flankiert wird dieser Prozess durch eine bereits im April abgeschlossene Verlängerung der Finanzierung, mit der die bestehenden Verbindlichkeiten bis zum 28. Dezember 2029 abgesichert wurden. Parallel dazu prüft das Management weiterhin ergebnisoffen die mögliche Veräußerung der Geschäftsbereiche Profiles und Edgebands.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Surteco seine Prognose. Der Vorstand erwartet weiterhin einen Konzernumsatz in einer Spanne von 780 bis 830 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA soll am Jahresende zwischen 70 und 90 Millionen Euro liegen.

Analysten sehen deutliches Potenzial

Trotz der operativen Fortschritte zeigt sich der Kapitalmarkt skeptisch. Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 8,10 Euro, was einem Tagesverlust von 2,99 Prozent entspricht. Das Papier notiert damit nur noch 1,89 Prozent über dem 52-Wochen-Tief, das am vergangenen Mittwoch bei 7,95 Euro markiert wurde. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursminus bereits auf 25,69 Prozent.

Analysten bewerten die Lage hingegen deutlich optimistischer als der Markt. Die Experten von Sphene Capital haben ihr Urteil am vergangenen Montag aktualisiert. Das Analysehaus hob das Kursziel für Surteco von zuvor 20,20 Euro auf nun 20,80 Euro an und bestätigte die Einstufung auf „Buy“. Die Analysten begründeten diesen Schritt mit der soliden Ergebnisentwicklung, die das Unternehmen trotz der anhaltend schwierigen Bedingungen im Sektor unter Beweis gestellt habe. Das aktuelle Kursniveau bietet laut dieser Einschätzung ein erhebliches Aufwärtspotenzial.

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