Suse, Aktie

Suse Aktie: Centorrino migriert Tausende VMware-Maschinen

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 21:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Suse liefert Open-Source-Infrastruktur fĂŒr Indiens KI-Offensive und profitiert von VMware-Abwanderung. Neue Partnerschaften stĂ€rken das Sicherheitsportfolio.
Ein IT-Spezialist arbeitet an einer Server-Migration in einem modernen Rechenzentrum. Illustration mit AI erstellt.

Suse treibt seine Strategie fĂŒr technologische SouverĂ€nitĂ€t und den Ausbau von Open-Source-Infrastrukturen massiv voran. Wie das Unternehmen am heutigen Mittwoch bekannt gab, stellt es die technologische Basis fĂŒr die „IndiaAI Mission“ bereit.

Marshal Correia, Country Manager fĂŒr Indien und die SAARC-Region, erklĂ€rte, dass Suse eine offene Infrastruktur fĂŒr den indischen „India Stack“ sowie die nationale digitale Infrastruktur (DPI) liefert. Ziel dieses Engagements ist der Aufbau souverĂ€ner KapazitĂ€ten fĂŒr KĂŒnstliche Intelligenz (AI), die unabhĂ€ngig von proprietĂ€ren Systemen operieren können.

Migrationen von VMware treiben das GeschÀftswachstum

Parallel zur Expansion im asiatischen Raum verzeichnet Suse wachsende Erfolge bei der Gewinnung von Kunden, die herkömmliche Virtualisierungslösungen verlassen.

Der australische Managed Service Provider Centorrino Technologies hat am 12. August eine Vereinbarung unterzeichnet, um Tausende virtueller Maschinen auf Suse Virtualisation zu migrieren. Medienberichten zufolge sind die massiven Änderungen in der Lizenzpolitik von VMware nach der Übernahme durch Broadcom der Hauptgrund fĂŒr diesen Wechsel.

Das Unternehmen positioniert sich hierbei verstĂ€rkt als krisenfeste und kosteneffiziente Alternative fĂŒr Kunden, die ihre Infrastruktur modernisieren und gleichzeitig die AbhĂ€ngigkeit von einzelnen Anbietern reduzieren wollen. CEO Dirk-Peter van Leeuwen hatte in diesem Zusammenhang bereits betont, dass Lösungen wie Suse Linux Enterprise Server (SLES) gezielt als resiliente Basis gegen proprietĂ€re Stacks vermarktet werden.

Fokus auf Open-Source-Ökosystem und Regulatorik

Auch im Bereich der strategischen Partnerschaften gibt es neue Entwicklungen. Der IT-Dienstleister Adfinis erreichte am heutigen Mittwoch den Status als „Emerald Partner“ und erhielt die Spezialisierung „SUSE INNOVATE“.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Integration von OpenBao, einem Open-Source-Werkzeug zur Verwaltung von Sicherheitsdaten, in das Suse-Rancher-Ecosystem. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, die Sicherheit innerhalb von Container-Infrastrukturen fĂŒr Unternehmenskunden zu erhöhen.

Die Ausrichtung auf „Private Enterprise AI“ wird zudem durch regulatorische Rahmenbedingungen wie den EU AI Act begĂŒnstigt. Rhys Oxenham, VP of AI bei Suse, hob Anfang August hervor, dass insbesondere Finanzinstitute auf private AI-Lösungen angewiesen sind, um Compliance-Vorgaben zu erfĂŒllen und einen „Vendor Lock-in“ zu vermeiden.

Die Relevanz von Suse im Unternehmensegment bleibt dabei hoch: Aktuell werden rund 80 Prozent der weltweiten SAP-Umgebungen auf Plattformen des Unternehmens betrieben.

Vom 5. bis 7. Oktober wird Suse auf der SAP Connect in Las Vegas vertreten sein, um weitere Lösungen fĂŒr SAP-Workloads zu prĂ€sentieren. Operativ zeigte sich die globale Belegschaft zuletzt stabil, aber leicht rĂŒcklĂ€ufig. Zum Stand MĂ€rz 2026 beschĂ€ftigte Suse weltweit 3.390 Mitarbeiter, was einem RĂŒckgang von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der grĂ¶ĂŸte Anteil der BeschĂ€ftigten ist mit ĂŒber 21 Prozent in Nordamerika angesiedelt.

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