Sweetgreen, Aktie

Sweetgreen Aktie: Vom Gewinn ins Minus

Veröffentlicht am: 07.08.2026 um 11:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Salatkette Sweetgreen senkt nach schwachen Quartalszahlen ihre Jahresprognose deutlich. Der Aktienkurs fĂ€llt vorbörslich um ĂŒber 15 Prozent.

Sweetgreen-Aktie: Ausblick getrĂŒbt, Kurs stĂŒrzt nach Quartalszahlen ab
Minimalistisches, modernes Restaurant-Interieur bei Sonnenuntergang als Symbol fĂŒr die wirtschaftliche Entwicklung. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Sweetgreen wollte 2026 der Jahrgang werden, in dem sich profitables Wachstum endlich einstellt. Stattdessen kippt der Ausblick der Salatkette ins tiefe Minus – und die Börse reagiert am Freitag mit einem Kurssturz von mehr als 15 Prozent im vorbörslichen Handel auf 4,96 Dollar.

Auslöser ist ein enttĂ€uschender Quartalsbericht, den das Unternehmen am Vortag nach Handelsschluss vorlegte. Der Umsatz stieg zwar um 3,8 Prozent auf 192,7 Millionen Dollar, blieb damit aber unter den Erwartungen der Analysten. Schwerer wiegt der Verlust je Aktie von 0,22 Dollar nach GAAP – fast doppelt so hoch wie die KonsensschĂ€tzung von rund 0,13 Dollar.

Margen brechen ein, Traffic schwÀchelt

Die vergleichbaren RestaurantumsĂ€tze sanken um 6,2 Prozent, getrieben von einem RĂŒckgang der Transaktionen um 2 Prozent und einem schwĂ€cheren Produktmix von 4,2 Prozent. Die Restaurant-Marge rutschte auf 13,1 Prozent ab, nach 18,9 Prozent im Vorjahresquartal – ein RĂŒckgang, den Sweetgreen mit höherem Wareneinsatz, Investitionen in HĂ€hnchen- und Tofu-Portionen sowie verstĂ€rkten Promotionen erklĂ€rt.

Hintergrund der SchwĂ€che ist ein Cyclospora-Ausbruch, der seit Mitte Juli mehrere US-Bundesstaaten erfasst hat und laut Gesundheitsbehörden bereits zehntausende Erkrankungen sowie zwei TodesfĂ€lle verursachte. Die Behörden fĂŒhren die Kontamination auf Eisbergsalat eines Zulieferers in Mexiko zurĂŒck – Sweetgreen selbst wird in dem Ausbruch nicht direkt genannt. Dennoch meiden viele Kunden derzeit frisches BlattgemĂŒse, was der Salatkette ĂŒberproportional schadet. Die einzige landesweite Restaurantkette mit direktem Bezug zum Ausbruch ist Taco Bell, dessen UmsĂ€tze sich bereits wieder erholen. Auch Chipotle spĂŒrte im Juli spĂŒrbare RĂŒckgĂ€nge, wĂ€hrend die bereits angeschlagene Kette Salad and Go diese Woche GlĂ€ubigerschutz beantragte.

Als Konsequenz senkte das Management die Jahresprognose deutlich. FĂŒr die vergleichbaren UmsĂ€tze rechnet Sweetgreen nun mit einem RĂŒckgang von 7 bis 8 Prozent, zuvor waren lediglich 2 bis 4 Prozent erwartet worden. Beim bereinigten EBITDA droht statt eines Gewinns von 1 bis 6 Millionen Dollar nun ein Verlust zwischen 23 und 27 Millionen Dollar.

Die Aktie nĂ€hert sich damit ihrem 52-Wochen-Tief von 4,49 Dollar. Wie schnell sich die Nachfrage nach frischen Produkten erholt, bleibt laut Unternehmensangaben ungewiss – ein Zeitrahmen fĂŒr die Erholung wurde nicht genannt.

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