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TAG Immobilien Aktie: Prognose angehoben

Veröffentlicht am: 11.08.2026 um 07:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

TAG Immobilien rechnet 2026 mit einem FFO I am oberen Rand der Spanne. Der Börsengang der Tochter ROBYG stÀrkt die Finanzlage des Konzerns.

TAG Immobilien hebt Prognose an: FFO I soll Spitzenwert erreichen
Moderne Wohnimmobilien bei Sonnenuntergang als Symbol fĂŒr den Immobilienmarkt. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

TAG Immobilien hebt die eigenen Erwartungen an: Der FFO I soll 2026 nun am oberen Ende der Prognosespanne landen. Der Immobilienkonzern aus Hamburg hat heute Zahlen fĂŒr das erste Halbjahr vorgelegt, die sowohl im deutschen als auch im polnischen GeschĂ€ft deutlich zulegten.

Vermietung wÀchst zweistellig, VerkÀufe in Polen ziehen an

Der FFO I, also das Vermietungsergebnis aus Deutschland und Polen, stieg im ersten Halbjahr um 9 Prozent auf 100,2 Millionen Euro. Treiber war ein solides Mietwachstum von 3,0 Prozent in Deutschland und 2,4 Prozent in Polen, bei gleichzeitig niedrigen Leerstandsquoten. Das EBITDA aus der Vermietung kletterte auf 132,2 Millionen Euro.

ZusĂ€tzlichen Schub brachte der Erwerb des polnischen R4R-Portfolios mit rund 5.300 Mietwohnungen, das Ende Mai vollstĂ€ndig ĂŒbernommen wurde. Der Kaufpreis lag bei rund 575 Millionen Euro, die Erstbewertung zum Halbjahresstichtag ergab bereits einen Wertzuwachs von etwa 7 Prozent. Damit wĂ€chst das polnische Mietwohnungsportfolio auf rund 9.100 Einheiten.

Im polnischen VerkaufsgeschĂ€ft legte TAG ebenfalls zu: 1.350 verkaufte Wohnungen bedeuten ein Plus gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum, das Verkaufsergebnis stieg um 12 Prozent auf 18,6 Millionen Euro. Der FFO II, der Vermietung und polnische VerkĂ€ufe zusammenfasst, erreichte 118,6 Millionen Euro — ein Anstieg von 11 Prozent.

ROBYG-Börsengang bringt frisches Kapital

Ein wichtiger Baustein der Halbjahresbilanz ist der Börsengang der polnischen Tochter ROBYG im Juni und Juli. Durch AktienverkÀufe und Kapitalerhöhungen flossen dem Konzern Bruttoerlöse von rund 282 Millionen Euro zu. TAG bleibt mit einem Anteil von 67,1 Prozent MehrheitsaktionÀrin und kann das frische Kapital nun gezielt in weitere MietwohnungsbestÀnde investieren.

Der Verschuldungsgrad LTV lag zum Halbjahresstichtag bei 45,4 Prozent — nahe dem Zielwert von rund 45 Prozent. Rechnet man den IPO-Effekt ein, sinkt der pro-forma-LTV auf etwa 42,2 Prozent. Der EPRA NTA je Aktie stieg im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 21,38 Euro.

Auf der Personalseite verlĂ€ngerte der Aufsichtsrat den Vertrag von Co-CEO Claudia Hoyer vorzeitig um fĂŒnf weitere Jahre bis Mitte 2032. Sowohl Moody's als auch S&P Global hoben ihr Rating fĂŒr TAG in den vergangenen Monaten an und verwiesen dabei auf die im Branchenvergleich niedrige Verschuldung.

Mit der angehobenen FFO-I-Erwartung fĂŒr das Gesamtjahr und dem deutlich gesunkenen pro-forma-LTV signalisiert das Management, aus einer komfortablen finanziellen Position weiter wachsen zu wollen — sowohl ĂŒber den Ausbau des deutschen Bestands als auch ĂŒber zusĂ€tzliche ZukĂ€ufe in Polen.

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