Take-Two, Amundi

Take-Two: Amundi stockt um 38,1 Prozent auf

Veröffentlicht am: 06.08.2026 um 04:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Take-Two veröffentlicht Q1-Zahlen am Freitag; Analysten erwarten Details zu GTA 6, während institutionelle Anleger ihre Positionen ausbauen.

Take-Two vor Q1-Zahlen: GTA-6-Launch rückt in den Fokus
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Take-Two Interactive veröffentlicht seine Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 an diesem Freitag, 7. August, um 8 Uhr Ostküstenzeit. Der Termin fällt damit auf einen Freitagvormittag vor US-Börsenöffnung – eine im Branchenvergleich seltene Wahl, die an den Märkten bereits Spekulationen über mögliche Überraschungen ausgelöst hat. Beobachter rechnen mit einem neuen Trailer oder größeren Marketing-Updates zu Grand Theft Auto VI, die noch vor der eigentlichen Zahlenvorlage erscheinen könnten.

Warum der Termin ungewöhnlich ist

Alec Boccanfuso, Portfoliomanager bei Gabelli Funds, ordnete die Terminwahl am Mittwoch ein: Der frühe Freitagstermin verschaffe Anlegern vermutlich Zeit, größere Ankündigungen – etwa einen dritten Trailer oder eine neue Marketingoffensive zu Grand Theft Auto VI – zu verarbeiten, bevor die eigentliche Finanzdiskussion beginnt. Diese Einordnung trifft den Kern der aktuellen Marktstimmung: Für viele Investoren zählt weniger das laufende Quartal als der Blick auf den Starttermin des neuen Blockbusters.

Rockstar Games bestätigte Ende Juli, dass Grand Theft Auto VI weiterhin für den 19. November 2026 auf PlayStation 5 und Xbox Series X|S geplant ist. Die Vorbestellungen liefen bereits seit Ende Juni. Für das Geschäftsjahr 2027 rechnen Analysten im Konsens mit einem Verlust von 0,21 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz zwischen 1,36 und 1,40 Milliarden US-Dollar – Zahlen, die vor allem als Zwischenstation bis zum Launch-Quartal gelten.

Analysten bleiben trotz Unsicherheit optimistisch

Wedbush-Analystin Alicia Reese bekräftigte am Montag ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 300 US-Dollar. Sie rechnet damit, dass Grand Theft Auto VI im Startquartal rund 29 Millionen Einheiten verkauft. BTIG Research zog bereits Ende Juli nach: Die Analysten dort bestätigten ihre Kaufeinschätzung mit einem Kursziel von 293 US-Dollar und verwiesen auf die inzwischen gesicherte Terminplanung als stabilisierenden Faktor. Ein weiteres Analysehaus geht mit Verweis auf ein gegenüber dem Vorgänger von 2013 deutlich höheres Nachfragepotenzial sogar von bis zu 30 Millionen verkauften Einheiten binnen der ersten drei Monate aus. Der Tenor unter den Bewertungen bleibt damit einheitlich positiv, auch wenn die konkreten Absatzschätzungen variieren.

Institutionelle Anleger bauen Positionen aus

Regulatorische Meldungen aus der vergangenen Woche zeigen, dass institutionelle Investoren ihr Engagement bei Take-Two zuletzt ausgeweitet haben. Bank of America stockte seine Position um 3,2 Prozent auf inzwischen rund 1,9 Millionen Aktien auf. Der Vermögensverwalter Amundi ging deutlich weiter und erhöhte seinen Bestand um 38,1 Prozent auf knapp 2,5 Millionen Aktien, was einem Wert von etwa 492,56 Millionen US-Dollar entspricht. Solche Zukäufe kurz vor einem als richtungsweisend geltenden Quartalsbericht deuten auf Vertrauen in die mittelfristige Entwicklung hin, auch wenn sie keine Garantie für die kurzfristige Kursreaktion sind.

Kurs unter Druck vor dem großen Termin

An der Börse zeigt sich das Papier zuletzt schwächer als der breite Trend der vergangenen Monate. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 203,80 Euro, ein Rückgang von 2,21 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 52 Wochen liegt der Kurs damit 11,93 Prozent unter seinem Hoch aus dem Juli. Der jüngste Rückgang passt zum Bild eines Marktes, der vor der Zahlenvorlage abwartet, statt bereits auf die überwiegend optimistischen Analystenstimmen zu reagieren.

Neben dem GTA-VI-Fokus sorgte die Take-Two-Tochter 2K zuletzt für Aufmerksamkeit im Sportsegment: Ende Juli wurden Victor Wembanyama, Caitlin Clark und Derrick Rose als Cover-Athleten für NBA 2K27 vorgestellt, das im September erscheinen soll. Ein kleinerer Baustein im Portfolio, der aber zeigt, dass der Konzern auch jenseits des Rockstar-Blockbusters aktiv Umsatzquellen bespielt. Die eigentliche Weichenstellung für die kommenden Monate dürfte jedoch am Freitag fallen, wenn Take-Two seine Zahlen und mögliche neue Details zum November-Launch präsentiert.

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