Targa Aktie: Wachstum bis 2029 gesichert
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 21:38 Uhr | Redaktion boerse-global.deTarga Resources baut seine Infrastruktur im Permian-Becken weiter aus und bestellt bereits Ausrüstung für mehrere neue Anlagen. Die Ankündigungen kamen mit den Zahlen zum dritten Quartal, die über den Erwartungen lagen. Für die Aktie bedeutet das neuen Rückenwind von Analystenseite.
Rekordvolumen treiben das Geschäft
Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 2,76 Dollar, erwartet worden waren 2,70 Dollar. Der Umsatz stieg um knapp 35 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 658,2 Millionen Dollar, nach 478,4 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.
Treiber waren Rekordmengen in der Gasaufbereitung im Permian-Becken sowie im Transport und in der Fraktionierung von Flüssiggasen. Das bereinigte EBITDA lag bei 1,504 Milliarden Dollar und damit knapp über der Marktschätzung von 1,480 Milliarden Dollar. Targa hob zudem die Prognose für 2026 an.
Nicht alles lief rund. Das Segment Logistik und Transport blieb hinter den Erwartungen von Raymond James zurück, weil Vermarktungsgewinne und Exportmargen für Flüssiggas schwächer ausfielen. Die starke Aufbereitungssparte glich das mehr als aus.
Neue Anlagen für 2028 und 2029
Targa hat Komponenten mit langen Lieferzeiten für eine weitere Aufbereitungsanlage im Midland-Teil des Permian-Beckens bestellt. Hinzu kommen zwei Anlagen im Delaware-Teil. Das Unternehmen rechnet damit, dass sie 2028 oder Anfang 2029 gebraucht werden.
Außerdem kündigte Targa einen neuen Fraktionierer namens Train 14 in Mont Belvieu, Texas, an. Er soll 150.000 Barrel pro Tag verarbeiten und im ersten Quartal 2029 in Betrieb gehen. Die Projekte verlängern die Wachstumssicht deutlich.
Raymond James hebt Ziel an
Raymond James erhöht das Kursziel von 340 auf 344 Dollar und bleibt bei "Strong Buy". Das Haus sieht den integrierten Permian-Ansatz von Targa vom Markt weiterhin unterschätzt. Das Management rechne nach den Rekordvolumen mit mehreren Jahren zweistelligen Mengenwachstums.
Operative Hebelwirkung und eine bessere Umwandlung in freien Cashflow stützen laut den Analysten die geplante Dividendenerhöhung um 20 Prozent im Jahr 2027 sowie opportunistische Aktienrückkäufe. Die Aktie hat binnen eines Jahres rund 78 Prozent zugelegt. Bewertungsmodelle deuten darauf hin, dass sie bereits über ihrem fairen Wert notieren könnte.
Vorbörslich gab das Papier zunächst um 1,6 Prozent auf 280 Dollar nach. Mit Train 14 und den bestellten Anlagen hat Targa für 2029 jedenfalls konkrete Meilensteine gesetzt.
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