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Telephone and Data Aktie: Gewinn schlägt Erwartungen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 16:40 Uhr | Redaktion boerse-global.de
TDS übertrifft die Gewinnschätzung, erhöht das Rückkaufvolumen und senkt zugleich die Jahresprognose seiner Telekomsparte.
Abstrakte Darstellung moderner Telekommunikationsinfrastruktur mit Lichtstrahlen in einem professionellen Umfeld. Illustration mit AI erstellt.

TDS hat im dritten Quartal bei den Gewinnen überrascht, beim Umsatz aber knapp verfehlt. Wichtiger als die Zahlen selbst dürfte für viele Aktionäre etwas anderes sein: Der Konzern stockt sein Aktienrückkaufprogramm auf und senkt zugleich die Prognose für die Telekomsparte.

Gewinn über Erwartung, Umsatz leicht darunter

Der Gewinn je Aktie lag bei 0,25 Dollar, Analysten hatten mit 0,12 Dollar gerechnet. Der Umsatz belief sich auf 306,7 Millionen Dollar und blieb damit knapp unter der Konsensschätzung von rund 309 Millionen. Im Vorjahresquartal hatte der Konzern 308,5 Millionen Dollar erlöst.

Hinter der Zahl steckt ein gemischtes Bild. Die Glasfasersparte wächst, die Altgeschäfte schrumpfen weiter. Der Serviceumsatz von TDS Telecom sank um 3 Prozent, weil Verkäufe von Geschäftsteilen und der Rückgang im Kupfer- und Kabelgeschäft den Zuwachs bei Glasfaser von 14 Prozent übertrafen.

Prognose gesenkt, Investitionen steigen

Für 2026 korrigiert TDS die Erwartungen der Telekomsparte nach unten. Der Umsatz soll nun 990 bis 1.010 Millionen Dollar erreichen, zuvor lag die Spanne höher. Das bereinigte OIBDA sinkt auf 280 bis 300 Millionen Dollar.

Die Investitionen steigen dagegen auf rund 750 Millionen Dollar, zuvor waren 625 bis 675 Millionen angepeilt. Der Konzern baut den Glasfaserausbau aggressiv aus: Im Quartal kamen etwa 76.000 ausbaufähige Adressen und rund 17.000 neue Glasfaseranschlüsse hinzu.

Die Tochter Array bestätigt ihre Jahresziele. Die Mieteinnahmen aus dem Turmgeschäft legten um 14 Prozent zu, die Zahl der Mietverhältnisse stieg gegenüber dem Vorquartal leicht. Die verbleibenden Frequenzverkäufe haben die behördliche Freigabe erhalten, der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt der FCC-Rechtskraft.

Rückkäufe als Kapitalstütze

Der Verwaltungsrat hat ein zusätzliches Rückkaufprogramm über 250 Millionen Dollar genehmigt. Das bestehende Mandat ist nach Unternehmensangaben praktisch ausgeschöpft. Im Quartal erwarb TDS rund 6 Millionen eigene Aktien zu durchschnittlich 36,65 Dollar. Seit Jahresbeginn flossen damit mehr als 520 Millionen Dollar an die Aktionäre zurück, nachdem der Konzern sein Angebot für die Array-Minderheitsanteile zurückgezogen hatte.

Die Aktie schloss zuletzt bei 32,36 Dollar und damit unter dem Durchschnittspreis der Rückkäufe. Der Konzern verfügt zudem über reichlich Liquidität: Die Barmittel lagen Ende September bei rund 1,6 Milliarden Dollar, auch dank der Erlöse aus Frequenzverkäufen.

Der freie Cashflow bleibt allerdings negativ. In den ersten neun Monaten lag er bei minus 473 Millionen Dollar, getrieben vom Glasfaserausbau. Ob die höheren Investitionen die rückläufigen Altgeschäfte ausgleichen, zeigt sich in den Glasfaserzahlen der kommenden Quartale.

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