Telia Aktie: Prognose angehoben
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 10:33 Uhr | Redaktion boerse-global.deTelia hebt nach einem starken dritten Quartal die Jahresziele für operatives Ergebnis und Cashflow an. Die Aktie legte im Handel deutlich zu, zeitweise um knapp fünf Prozent. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, woher der Rückenwind kommt.
Cashflow trägt die Anhebung
Der Umsatz stieg auf 21,3 Milliarden schwedische Kronen, nach 19,9 Milliarden im Vorjahr. Der Umsatz mit Dienstleistungen wuchs vergleichbar um 3,3 Prozent, im Vorquartal waren es 2,8 Prozent. Das bereinigte EBITDA legte um 2,9 Prozent zu, vor allem wegen sinkender Betriebskosten, die um 2,6 Prozent zurückgingen.
Der Nettogewinn kletterte auf 2,9 Milliarden Kronen, das Ergebnis je Aktie auf 0,69 Kronen nach 0,60 Kronen. Der freie Cashflow stieg auf 3,7 Milliarden Kronen, nach 2,9 Milliarden vor einem Jahr.
Die Verschuldung sank auf das 2,00-Fache des EBITDA, im Vorquartal lag der Wert bei 2,06. Damit bewegt sich Telia am unteren Ende des angepeilten Korridors.
Neue Ziele für 2026
Für das Gesamtjahr erwartet das Management nun ein bereinigtes EBITDA-Wachstum von drei bis vier Prozent, zuvor war von rund drei Prozent die Rede. Der freie Cashflow soll mindestens neun Milliarden Kronen erreichen. Bisher lautete die Marke "rund" neun Milliarden. Das Ziel für den Dienstleistungsumsatz von etwa zwei Prozent bleibt unverändert.
Konzernchef Patrik Hofbauer sprach von Ergebnissen, die "etwas besser als erwartet" ausfielen. Für das vierte Quartal stellt er eine Beschleunigung bei Umsatz und EBITDA in Aussicht. Schweden bremste im dritten Quartal beim EBITDA, unter anderem wegen margenschwächerer Projekte im Geschäftskundengeschäft.
Märkte und Sparprogramm
Das Bild in den Ländern fällt gemischt aus. Litauen glänzte mit 7,9 Prozent Umsatzwachstum, Schweden legte um 5,7 Prozent zu, getrieben von TV und Mobilfunk. Finnland bleibt mit 0,9 Prozent das Sorgenkind, der Mobilfunkmarkt dort ist hart umkämpft. In Norwegen kehrte positives EBITDA-Wachstum zurück.
Parallel dazu treibt Telia die Verschlankung voran. Am 12. Oktober kündigte der Konzern den geplanten Abbau von rund 900 Stellen an. Die Maßnahme soll jährlich eine Milliarde Kronen brutto einsparen, die volle Wirkung greift ab 2028. Auf den Cashflow wirkt das Programm ab 2027.
Der Cashflow je Aktie lag auf Zwölfmonatssicht bei 2,61 Kronen und deckt damit die Dividende von 2,05 Kronen je Aktie. Bis 2027 peilt Telia einen freien Cashflow von mehr als zehn Milliarden Kronen an. Ab 2029 sollen zudem die geplante Netzkooperation in Norwegen und deren Synergien zusätzlich entlasten, sofern die laufenden Gespräche mit den Regulierern positiv enden.
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