Terawulf Aktie: Morgan Stanley sieht 65 Dollar
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 19:21 Uhr | Redaktion boerse-global.deTeraWulf setzt auf starke Nachfrage nach StromkapazitĂ€t fĂŒr 2028 und 2029, will das Finanzierungsrisiko seiner Kunden aber nicht ĂŒbernehmen. CEO Paul B. Prager bekrĂ€ftigte gestern auf X die Nachfrageperspektive und den Zeitplan fĂŒr das nĂ€chste GebĂ€ude am Standort Lake Mariner. FĂŒr Anleger verbindet sich damit eine klare Botschaft: Der Ausbau soll vorankommen, aber nur mit tragfĂ€higer Absicherung.
Die Aussagen treffen einen empfindlichen Punkt der Debatte ĂŒber KI-Rechenzentren. Nicht allein verfĂŒgbare Leistung zĂ€hlt, sondern auch die Frage, wer langfristige Mietverpflichtungen absichert und den Ausbau finanziert. TeraWulf vermietet ĂŒberwiegend KapazitĂ€t und grenzt sich damit von Anbietern ab, die zusĂ€tzlich eigene GPU-Flotten finanzieren.
Kunden sollen Finanzierungsrisiken tragen
Prager zufolge bleibt Kundenfinanzierung notwendig. TeraWulf wolle das entsprechende Finanzrisiko nicht ĂŒbernehmen und benötige KreditunterstĂŒtzung mit Investment-Grade-QualitĂ€t. Zugleich erklĂ€rte er, dass keine VerwĂ€sserung geplant sei. Das ist eine AbsichtserklĂ€rung, keine Garantie gegen spĂ€tere KapitalmaĂnahmen.
Damit rĂŒckt die QualitĂ€t der VertrĂ€ge neben deren Umfang. Hohe Nachfrage allein beantwortet noch nicht, wie zuverlĂ€ssig kĂŒnftige Zahlungen sind. Die von Prager verlangte Absicherung soll genau dieses Risiko begrenzen.
Entscheidend bleibt die Unterscheidung zwischen erwarteter und bereits bestehender Absicherung. GroĂe vertragliche Einnahmen sind nicht mit sofort verfĂŒgbaren Mitteln gleichzusetzen. FĂŒr die Bewertung kommt es deshalb darauf an, wie Mietverpflichtungen abgesichert und Projekte finanziert werden.
Lake Mariner als operativer PrĂŒfstein
Am Standort Lake Mariner im Westen des Bundesstaats New York soll das GebÀude CB-4 weiterhin im laufenden Quartal geliefert werden. Vorgesehen sind 168 MW. Die KapazitÀt ist an Fluidstack vermietet und durch Google abgesichert.
Der bestĂ€tigte Zeitplan gibt der langfristigen Nachfragegeschichte einen kurzfristigen PrĂŒfstein. Eine Verzögerung bei CB-4 zĂ€hlt zu den benannten Risiken. FĂŒr Anleger ist die Lieferung deshalb ein konkreterer MaĂstab als allgemeine Aussagen ĂŒber den KI-Infrastrukturboom.
ZusĂ€tzliche Aufmerksamkeit erhĂ€lt das Thema Stromversorgung durch Elon Musk. Er bezeichnete gestern beim ErgebnisgesprĂ€ch von SpaceX Strom, KĂŒhlung und elektrische AusrĂŒstung als begrenzende Faktoren fĂŒr den Ausbau von Superintelligenz. Pragers Aussage, die Standorte seien vollstĂ€ndig mit Strom versorgt, adressiert damit einen zentralen Engpass der Branche.
Morgan Stanley sieht Bewertungsreserve
Morgan Stanley zĂ€hlt TeraWulf zu seinen bevorzugten KI-Infrastrukturwerten. Das Haus bewertet TeraWulf mit âĂbergewichtenâ und nennt ein Kursziel von 65 US-Dollar.
Analyst Stephen Byrd begrĂŒndet seine EinschĂ€tzung mit Erfahrung bei groĂen Stromprojekten, KundenvertrĂ€gen und wachsendem Netzzugang. Diese Bewertung bleibt eine AnalystenschĂ€tzung. Sie setzt voraus, dass TeraWulf seine vertraglich angelegte Expansion operativ und finanziell umsetzt.
Heute gewinnt die Aktie 7,2%; die Nachfrageaussagen treffen damit auf eine positive Börsenreaktion. Der nĂ€chste angekĂŒndigte Berichtstermin fĂŒr die Ergebnisse des dritten Quartals 2026 ist der 6. November 2026. Bis dahin stehen vor allem der Lieferplan fĂŒr CB-4 und die von Prager betonte Finanzierungsdisziplin im Mittelpunkt.
Terawulf-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Terawulf-Analyse vom 21. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Terawulf-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Terawulf-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Terawulf: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
