Tether: KPMG bestätigt Bilanz
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 21:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Fast ein Jahrzehnt lang war die Frage nach einer vollständigen Finanzprüfung der wunde Punkt bei Tether. Jetzt liegt sie vor. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG hat der Bilanz von Tether International für das Geschäftsjahr 2025 ein uneingeschränktes Prüfungsurteil erteilt — die bestmögliche Bewertung, die ein Abschlussprüfer vergeben kann.
Tether bezeichnet die Prüfung als die größte erstmalige Finanzprüfung der Geschichte. KPMG untersuchte demnach nicht nur Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Kapitalflussrechnung, sondern auch Eigentumsnachweise, Bewertungen und Gegenparteien. Bemerkenswert: Die Prüfer zählten und inspizierten jeden einzelnen Goldbarren im Bestand physisch, statt sich auf Berichte von Verwahrstellen zu verlassen.
Reserven übersteigen Verbindlichkeiten deutlich
Laut den geprüften Zahlen lagen Tethers Reserven zum Jahresende 2025 um 6,8 Milliarden Dollar über den Verbindlichkeiten. CFO Simon McWilliams, der das Amt Anfang 2025 übernommen hatte, präsentierte diese Kennzahl als zentrales Ergebnis des Audits.
Der Weg dorthin war lang. 2017 hatte Tether erstmals eine vollständige Prüfung angekündigt und die Kanzlei Friedman LLP beauftragt — das Mandat endete jedoch ohne Ergebnis. 2021 folgten Vergleiche mit der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft über 18,5 Millionen Dollar sowie eine Strafzahlung von 41 Millionen Dollar an die US-Terminmarktaufsicht CFTC wegen irreführender Aussagen zur vollständigen Dollardeckung von USDT.
Seitdem veröffentlicht Tether reguläre Reserve-Attestierungen durch BDO Italia — Momentaufnahmen, die aber keinen vollständigen Wirtschaftsprüfungs-Standard erfüllten.
Ankündigung ohne PwC-Erwähnung
Bereits im März hatte Tether angekündigt, eine der vier großen Prüfungsgesellschaften mit dem Audit beauftragt zu haben, den Namen zunächst aber nicht genannt. Kurz darauf wurde KPMG als prüfende Instanz identifiziert, während PwC beim Aufbau interner Kontrollsysteme unterstützt haben soll. In der aktuellen Mitteilung erwähnt Tether PwC nicht mehr.
Ein uneingeschränktes Prüfungsurteil bestätigt die korrekte Darstellung der Finanzzahlen — es ist kein Gütesiegel für das Geschäftsmodell und keine Garantie, dass Tether künftigen Verpflichtungen nachkommen kann.
Für ein Unternehmen, dessen Reserven jahrelang Gegenstand öffentlicher Skepsis waren, markiert das Ergebnis dennoch einen greifbaren Bezugspunkt. CEO Paolo Ardoino kommentierte, man sehe darin nicht das Ende, sondern den Beginn einer neuen Phase — konkrete nächste Schritte nannte er nicht.
Tether-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tether-Analyse vom 13. August liefert die Antwort:
Die neusten Tether-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tether-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tether: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
