Teva Aktie: Biosimilar-Deal trifft Gewinnrückgang
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 14:08 Uhr | Redaktion boerse-global.deTeva legt am Dienstag gleich zwei Meldungen vor: Quartalszahlen mit rückläufigem Gewinn und einen Lizenzdeal mit Samsung Bioepis. Der Konzern treibt damit seine Biosimilar-Strategie voran, während das Zahlenwerk für das dritte Quartal gemischt ausfällt.
Gewinn sinkt, bereinigtes Ergebnis stark
Der Nettogewinn fiel im dritten Quartal auf 233 Millionen Dollar, nach 433 Millionen Dollar im Vorjahr. Das entspricht 0,20 Dollar je Aktie nach zuvor 0,37 Dollar. Der Umsatz gab um 1,9 Prozent auf 4,395 Milliarden Dollar nach.
Bereinigt um Sonderposten sieht das Bild freundlicher aus. Teva meldete einen Gewinn von 1,013 Milliarden Dollar oder 0,86 Dollar je Aktie. Die Lücke zwischen beiden Kennzahlen zeigt, wie stark Einmalposten das ausgewiesene Ergebnis belasten.
Für das Gesamtjahr peilt das Management einen Umsatz zwischen 16,7 und 17,0 Milliarden Dollar an. Der Gewinn je Aktie soll bereinigt zwischen 1,92 und 2,11 Dollar liegen.
Zwei Biosimilars aus Südkorea
Teva und Samsung Bioepis haben eine Lizenz- und Vermarktungsvereinbarung für zwei in den USA zugelassene Immunologie-Biosimilars geschlossen. Es geht um Infliximab-abda, ein Nachahmerpräparat zu Remicade, und um Eticovo, das Biosimilar zu Enbrel.
Die Rechte an Eticovo erhält Teva mit Abschluss der Transaktion. Der Start in den USA soll zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden, das Präparat ist derzeit nicht auf dem Markt. Die Rechte an Infliximab-abda gehen im dritten Quartal 2027 über. Samsung Bioepis bleibt für Zulassungsfragen und Produktion zuständig.
Finanziell fällt die Konstruktion überschaubar aus. Teva zahlt über drei Jahre eine Vorabzahlung, hinzu können Meilensteinzahlungen für Markteinführung und Umsatz kommen. Den Gewinn teilen beide Partner. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen und behördlicher Genehmigungen und wird bis Ende 2026 erwartet.
Baustein der Wachstumsstrategie
CEO Richard Francis ordnet den Deal in die „Pivot to Growth"-Strategie ein. Biosimilars sollen das Portfolio verbreitern. Es ist bereits die vierte Vereinbarung mit den Koreanern: 2025 folgte ein US-Abkommen zu Eculizumab, 2026 kamen eine Kanada-Vereinbarung zu Aflibercept und ein globaler Rahmenvertrag für bis zu sechs Kandidaten hinzu.
Im vorbörslichen US-Handel notierte die Aktie vor den Zahlen leicht im Plus bei 40,80 Dollar. Wie der Markt auf die Kombination aus Gewinnrückgang und bestätigter Prognose reagiert, zeigt sich im regulären Handel am Dienstag.
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