TKMS, Aktie

TKMS Aktie: mwb Research sieht 140-Euro-Ziel

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 18:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
TKMS legte in neun Monaten beim Umsatz und EBIT zu; Analysten sehen weiteres Kurspotenzial, während der Free Cashflow negativ blieb.
Abstrakte Darstellung einer modernen Werftanlage mit Schiffbau-Elementen in stimmungsvollem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von TKMS verzeichnet am heutigen Freitag deutliche Zugewinne und steigt um 3,9 Prozent auf 83,60 Euro. Rückenwind erhält der Marineschiffbauer durch frische Analysteneinschätzungen sowie Spekulationen über anstehende Auftragsvergaben vor dem Jahresende. Mit dem jüngsten Anstieg setzt das Papier seine Erholungsbewegung fort, notiert jedoch weiterhin 23 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 108,80 Euro.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

Neue Impulse lieferten zum Wochenausklang insbesondere aktualisierte Studien aus dem Analysebereich. Trotz der Anpassung nach unten signalisiert das Haus damit weiterhin spürbares Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau.

Deutlich optimistischer positioniert sich mwb Research: Die Analysten beziffern den fairen Wert der Aktie auf 140 Euro und stufen das Papier ebenfalls als Kauf ein. Zur Begründung verweist das Haus auf den hohen Auftragsbestand, der dem Konzern eine Visibilität bis ins Jahr 2035 sichere.

Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert mwb Research einen Umsatz von 2,42 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 255 Millionen Euro. Für die Folgejahre 2027 und 2028 rechnen die Experten mit Erlösen in Höhe von 2,69 Milliarden beziehungsweise 3,15 Milliarden Euro.

Parallel dazu sorgt auch das Branchenumfeld für Zuversicht. Nach Einschätzung von Morgan Stanley könnten zum Jahresende hin zusätzliche Auftragsvergaben aus den Verteidigungshaushalten anstehen, was dem gesamten Sektor saisonalen Auftrieb verleihen dürfte.

Internationale Pipeline und prall gefüllte Orderbücher

Das fundamentale Fundament stützen mehrere maritime Großvorhaben, bei denen sich der Konzern in aussichtsreicher Position befindet. In Kanada gilt das Unternehmen als bevorzugter Bieter für ein U-Boot-Beschaffungsprogramm mit einem Volumen von über 15 Milliarden Euro.

Darüber hinaus stehen ein möglicher U-Boot-Auftrag aus Indien über 3,5 Milliarden Euro sowie der Bau von zwei Einheiten für Norwegen mit einem veranschlagten Wert von 3,9 Milliarden Euro im Raum.

Bereits vertraglich untermauert ist das Fregattenprogramm der deutschen Marine über insgesamt acht Schiffe der MEKO-A-200-DEU-Klasse, dessen Gesamtvolumen sich auf rund 11,6 Milliarden Euro beläuft.

Finanzlage und Termine

Im operativen Geschäft spiegelte sich der Auslastungstrend in den jüngsten Zwischenzahlen wider. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 kletterte der Konzernumsatz um 19 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro zulegte.

Dem stand allerdings ein Free Cashflow von minus 204 Millionen Euro gegenüber. Detaillierten Aufschluss über die finale Bilanz des Geschäftsjahres 2025/26 wird die Vorlage des vollständigen Jahresberichts bringen, die für den 7. Dezember 2026 angekündigt ist.

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