Uber, Aktie

Uber Aktie: Lucid-Zusage umfasst 35.000 Fahrzeuge

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 05:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Produkt-Roadmap umfasst KI-Übersichten, Änderungen bei Wartezeitgebühren und den Ausbau autonomer Fahrangebote.

Architektonisches 3D-Render eines modernen Bürohochhauses mit Fahrzeugen an der Vorfahrt
Architektur-Render visualisiert Uber Technologies (US90353T1007): moderne Glasfassade mit unbedruckten Fahrzeugen an überdachter Vorfahrt Illustration mit AI erstellt.

Uber schärft das Profil seiner Plattform und erweitert das Dienstleistungsangebot um neue digitale Werkzeuge. Bei der Veranstaltung „Only on Uber 2026“ in Miami präsentierte das Unternehmen gestern eine erweiterte Produkt-Roadmap für die kommenden Monate. Im Mittelpunkt stehen automatisierte Übersichten auf Basis künstlicher Intelligenz sowie gezielte Anpassungen der Service- und Gebührenstruktur.

Neue Funktionen und geänderte Wartezeiten

Zu den Neuerungen gehört die Funktion „AI Home Summary“, die Nutzern eine gebündelte Informationsübersicht bieten soll. Zudem baut Uber die bestehende Garantie für verspätete Fahrten, die sogenannte „Delayed Ride Guarantee“, weiter aus. Im Liefer- und Einkaufsbereich kommen erweiterte Möglichkeiten für „Shop & Deliver“ sowie neue Funktionen für Retouren hinzu.

Zugleich greift Uber bei den Nutzungsbedingungen für Fahrgäste durch. Künftig sollen Wartezeitgebühren bei Fahrten mit zusätzlichen Zwischenstopps früher anfallen als bisher. Vor wenigen Tagen hatte der Konzern zudem spezielle Seniorenkonten mit vereinfachter Navigation, Abholpräferenzen und einem Pilotprojekt für Fahrzeuge mit besonders leichtem Einstieg in neun Städten eingeführt.

Flottenausbau und autonome Fahrten

Parallel zur App-Überarbeitung setzt Uber auf autonome Technologien. Wie Reuters berichtete, besteht in den USA eine Partnerschaft mit Lucid und Nuro, in deren Rahmen Uber zugesagt hat, ab diesem Jahr mindestens 35.000 Lucid-Fahrzeuge einzusetzen. Darüber hinaus wurden im Vereinigten Königreich in Kooperation mit Wayve autonome Fahrten auf den Weg gebracht.

Den Neuerungen gingen operative Einschnitte voraus. Vor gut drei Wochen hatte das Management einen weltweiten Stellenabbau angekündigt, der rund 3.300 Arbeitsplätze umfasst. Uber begründete den Schritt damit, das Geschäft einfacher und schneller zu machen sowie Kapazitäten für gezielte Investitionen freizusetzen. In diesem Zusammenhang gab der Konzern auch den Rückzug aus den Märkten in Nigeria und Uganda bekannt.

Zusätzlich belasten juristische Verpflichtungen: Einem Bericht der BBC zufolge wurde Uber am 18. September nach einem fünftägigen Schiedsverfahren dazu verpflichtet, $40 Millionen an die Familie einer Frau zu zahlen, die ein Fahrer auf einer kalifornischen Autobahn zurückgelassen hatte und die dort ums Leben kam.

Marktumfeld bleibt anspruchsvoll

An der Börse zeigte sich das Papier nach der gestrigen Präsentation zunächst verhalten. Der Titel schloss am Donnerstag bei 60,84 Euro und verbuchte damit ein leichtes Minus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust bei der Aktie auf 13 Prozent.

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