UBS Aktie: Acht Bewerber, ein Dilemma
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 00:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mindestens acht auslĂ€ndische Banken haben bei UBS ihr Interesse an einer Fusion oder Ăbernahme signalisiert. Das berichtet eine Schweizer Zeitung unter Berufung auf einen Insider. UBS selbst wollte sich zu den Angaben nicht Ă€uĂern â die ZurĂŒckhaltung spricht fĂŒr sich.
Der Auslöser fĂŒr die Avancen liegt in Bern. Die kleine Kammer des Schweizer Parlaments hat verschĂ€rfte Eigenkapitalvorschriften beschlossen, die UBS zufolge zusĂ€tzliches Kapital von rund 18 Milliarden Dollar erfordern könnten.
Bereits vor der Abstimmung hatte VerwaltungsratsprĂ€sident Colm Kelleher gewarnt, die Bank könnte ihren Schweizer Standort ĂŒberdenken, sollten die Regeln zu hart ausfallen. Berichten zufolge hat das Management intern bereits GesprĂ€che ĂŒber eine Reduzierung der Schweizer Regulierungslast wieder aufgenommen â eine mögliche Fusion mit einer auslĂ€ndischen Bank eingeschlossen.
Politik sucht Ausweg
Im Nationalrat zeichnet sich derweil ein Gegenentwurf ab. Parlamentarier von FDP und SVP wollen von der im StĂ€nderat beschlossenen Kapitalunterlegung von 90 Prozent abrĂŒcken. FDP-Nationalrat Hans-Peter Portmann bringt einen Kompromiss ins Spiel: UBS solle auslĂ€ndische Beteiligungen kĂŒnftig zu 75 Prozent mit hartem Kernkapital unterlegen, statt zur vollen Quote.
Finanzministerin Karin Keller-Sutter dÀmpfte die Abwanderungsspekulation am Wochenende. Ein Wegzug aus der Schweiz wÀre ihrer EinschÀtzung nach teurer als die neuen Kapitalregeln und rechtlich kompliziert. Die Position markiert einen deutlichen Gegenpol zu Kelleishers Drohkulisse und zeigt: Der Streit zwischen Bank und Regulator ist noch lange nicht ausgestanden.
FĂŒr UBS-AktionĂ€re verdichten sich damit zwei parallele ErzĂ€hlstrĂ€nge. Auf der einen Seite steht die politische Auseinandersetzung um die kĂŒnftige Kapitalquote, die im Nationalrat in den kommenden Wochen neu verhandelt wird.
Auf der anderen Seite die Frage, ob aus den kolportierten FusionsgesprĂ€chen mehr wird als ein Druckmittel gegenĂŒber Bern. Solange keine der beiden Seiten offizielle Fakten liefert, bleibt die Gemengelage aus politischem Ringen und Ăbernahmespekulation der bestimmende Kursfaktor fĂŒr die Aktie.
UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 28. September liefert die Antwort:
Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr UBS-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
