UBS Aktie: Hallam hebt Kursziel auf 47,00 CHF
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 11:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine US-Investmentbank hat gestern ihr Kursziel fĂŒr UBS deutlich angehoben. Analyst Chris Hallam sieht das Papier kĂŒnftig bei 47,00 CHF statt zuvor 41,50 CHF, die Einstufung bleibt bei âNeutralâ. BegrĂŒndet wird der Schritt mit gestiegenen ErtrĂ€gen im Investment Banking und im Wealth Management, die sich in den jĂŒngsten Quartalszahlen niedergeschlagen hatten.
Die Grundlage dafĂŒr lieferte der Zahlenbericht zum zweiten Quartal Ende Juli: Das Ergebnis je Aktie kletterte auf 0,72 CHF nach 0,62 CHF im Vorjahr, wĂ€hrend der Umsatz mit 16,13 Milliarden CHF nahezu stabil blieb gegenĂŒber 16,18 Milliarden CHF ein Jahr zuvor.
Deutlich zugelegt haben dagegen die verwalteten Vermögen, die auf 7,3 Billionen US-Dollar stiegen. Diese Kombination aus wachsendem Gewinn je Aktie bei stagnierendem Umsatz spricht fĂŒr verbesserte Margen im KerngeschĂ€ft.
Umbau im US-GeschÀft
Abseits der Zahlen treibt UBS den Umbau ihres US-GeschĂ€fts voran. Die Bank will ihre 5.644 Finanzberater in den Vereinigten Staaten ab 2027 verstĂ€rkt fĂŒr den Verkauf von Bankprodukten vergĂŒten.
Möglich macht das die Genehmigung der Regulierungsbehörden, die UBS Bank USA in eine national konzessionierte Bank umzuwandeln. Der Schritt zielt darauf ab, das Wealth-Management-GeschĂ€ft stĂ€rker mit klassischen Bankprodukten zu verzahnen und zusĂ€tzliche Ertragsquellen zu erschlieĂen.
Parallel dazu setzt die Bank ihren Sparkurs im Zuge der Integration der Credit Suisse fort. Internen Dokumenten zufolge plant UBS bis 2027 den Abbau von weiteren 10.000 Stellen, was rund neun Prozent der weltweiten Belegschaft entspricht.
Der Stellenabbau soll helfen, die durch die Ăbernahme entstandenen Doppelstrukturen abzubauen und die Kostenbasis zu senken â ein Thema, das die Aktie mittelfristig stĂŒtzen dĂŒrfte, sofern die Integration wie geplant verlĂ€uft.
Kapitalfrage bleibt im Hintergrund
Die Debatte um schĂ€rfere Eigenkapitalvorgaben fĂŒr die Bank, die der Schweizer Bundesrat vor rund zwei Wochen konkretisiert hatte, schwelt weiter im Hintergrund. UBS selbst hatte die vorgeschlagenen âToo-Big-To-Failâ-Massnahmen als im internationalen Vergleich zu streng kritisiert.
Auch der frĂŒhere UBS-Chef Oswald GrĂŒbel Ă€usserte sich öffentlich und stellte sich hinter die Forderung des Bundesrats nach einer massiven Aufstockung des Eigenkapitals, um Risiken fĂŒr den Staat im Krisenfall zu begrenzen. FĂŒr die Aktie bleibt dies ein Belastungsfaktor, der jedoch angesichts der operativen Fortschritte derzeit in den Hintergrund tritt.
Kursreaktion und Ausblick
Der Kurs notiert nach dem gestrigen Handelstag bei 46,40 Euro, ein Plus von 0,6 Prozent gegenĂŒber dem Vortag. Damit liegt das Papier nur noch 3,7 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro und rund 50 Prozent ĂŒber dem Jahrestief vom 23. MĂ€rz. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 17 Prozent zu Buche, was die grundsĂ€tzlich positive EinschĂ€tzung der Analysten stĂŒtzt.
Der nĂ€chste wichtige Termin fĂŒr Anleger ist die Bekanntgabe der Ergebnisse fĂŒr das dritte Quartal 2026, die fĂŒr den 28. Oktober angesetzt ist. Sie dĂŒrfte zeigen, ob sich die im FrĂŒhjahr eingeleiteten Massnahmen im US-GeschĂ€ft und beim Stellenabbau bereits in den Zahlen niederschlagen.
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