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Ucore Rare Metals Aktie: Zollpause drückt Seltene Erden

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 02:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die verlängerte US-chinesische Handelspause drückt auf den Sektor, während Ucore staatliche Fördermittel und frisches Kapital erhielt.

Ucore Rare Metals: Zollpause belastet Aktie, Zuschüsse stützen Ausbau
Nahaufnahme von glänzenden Seltenerderzproben auf einer industriellen Werkbank in einem Labor. Illustration mit AI erstellt.

Zollpause dämpft Druck im Rohstoffsektor

Die Vereinigten Staaten und China haben ihren handelspolitischen Waffenstillstand am Donnerstag um zwei Monate bis zum 10. Januar 2027 verlängert. Die Einigung mindert kurzfristig die Ungewissheit über den grenzüberschreitenden Fluss kritischer Mineralien. Gleichzeitig entweicht damit ein Teil der Dringlichkeitsprämie, die den Markt für Seltene Erden in den vergangenen Monaten gestützt hatte.

Für Förder- und Verarbeitungsunternehmen bedeutet dieser Schritt vorübergehend verhaltenere Aussichten. Medienberichten zufolge gerieten die Notierungen im gesamten Sektor unter Abgabedruck.

Auch die Papiere von Ucore Rare Metals gaben im Zuge der Branchenreaktion nach: Am Mittwoch verzeichnete der Titel ein Minus von 2,65 Prozent, gefolgt von einem weiteren Abschlag von 0,78 Prozent am Donnerstag. Zum Handelsschluss am Freitag lag die Aktie bei 1,58 Euro.

Staatliche Unterstützung für Verarbeitungsanlagen

Trotz der veränderten Branchenstimmung stützt sich Ucore Rare Metals weiterhin auf strategische Partnerschaften mit staatlichen Stellen. Vor über einem Monat sicherte sich das Unternehmen eine Aufstockung der Vereinbarung mit dem U.S. Department of War um weitere 4,6 Millionen US-Dollar.

Die Mittel dienen dem Ausbau der Verfahrensentwicklung für Samarium und Gadolinium im Rahmen des RapidSX-Trennprogramms sowie dem Einsatz der Anlage Enhanced Machine A im US-Bundesstaat Louisiana.

Durch diese zusätzliche Finanzspritze erhöhte sich das Fördervolumen für die zweite Phase auf 23,0 Millionen US-Dollar. Das gesamte im Rahmen der bestehenden Vereinbarung bewilligte Zuschussvolumen stieg damit auf 27,0 Millionen US-Dollar. Die Ausweitung der Trennkapazitäten soll den Aufbau einer nordamerikanischen Lieferkette für verarbeitete schwere Seltene Erden vorantreiben.

Bilanzieller Umbau und Eigentümerstruktur

Neben den staatlichen Zuschüssen prägten Anpassungen in der Kapitalstruktur die zurückliegenden Entwicklungen des Unternehmens. Vor rund zwei Wochen übte Director Randy Johnson insgesamt 10.268.165 Warrants aus, wodurch Ucore Erlöse in Höhe von 8.485.123,75 Dollar zuflossen. Im Zuge dieser Transaktion erwarben Johnson und seine vollständige Tochtergesellschaft Orca Holdings die entsprechenden Stammaktien.

Die daraus generierten Mittel schufen finanziellen Spielraum für Verbindlichkeiten: Vor gut drei Wochen vermeldete Ucore die vollständige vorzeitige Rückzahlung der Kreditfazilitäten gegenüber Orca.

Am Markt bleibt das Papier nach den Verlusten der zurückliegenden Wochen angeschlagen. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus auf 56 Prozent. Mit dem jüngsten Schlusskurs trennen die Aktie lediglich 5,3 Prozent von ihrem 52-Wochen-Tief.

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