Unilever, Aktie

Unilever Aktie: Volumen hebt Prognose an

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 09:21 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schwellenländer stützen Unilevers Wachstum; Foods bleibt schwach, während der Verwaltungsrat eine höhere Zwischendividende beschloss.
Modernes Lagerhaus für Konsumgüter in hellem, cineastischem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Unilever hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und hebt seine Prognose für das Absatzvolumen leicht an. Getragen wird das Wachstum von den Schwellenländern, allen voran Indien. Das Nahrungsmittelgeschäft bleibt dagegen die Schwachstelle.

Schwellenländer treiben das Geschäft

Das zugrunde liegende Umsatzwachstum lag bei 5,2 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit 4,8 Prozent gerechnet. Der Umsatz stieg um 6,7 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Das Mengenwachstum betrug 2,9 Prozent, die Preise legten um 2,3 Prozent zu.

Die Preiserhöhungen sollen höhere Rohstoff-, Energie- und Transportkosten ausgleichen, die mit dem Iran-Krieg zusammenhängen. Konzernchef Fernando Fernandez sprach von einem weiteren Quartal mit wettbewerbsfähigem Wachstum. In den Schwellenländern wuchs Unilever breit, besonders stark in Indien, Lateinamerika und Südostasien. Die entwickelten Märkte blieben schwächer, auch wegen hoher Vorjahresvergleichswerte.

Home Care vorn, Foods hinkt

Die Sparten zeigen ein klares Gefälle:

  • Home Care: 9,1 Prozent zugrunde liegendes Wachstum
  • Personal Care: 6,3 Prozent
  • Beauty & Wellbeing: 5,7 Prozent
  • Foods: 0,1 Prozent

Die Power Brands, die wichtigsten Marken des Konzerns, wuchsen um 5,8 Prozent. Jefferies-Analyst David Hayes sieht das Zahlenwerk als gut genug, damit die Aktie Konkurrenten heute vermutlich übertrifft. Er verweist aber auf Schwächen: Im Wellbeing-Geschäft sinkt der Absatz in den USA im hohen einstelligen Bereich, und die Stärke im Pflege- und Haushaltsgeschäft hängt stark an den Schwellenländern.

Prognose und Dividende

Unilever erwartet für 2026 nun ein zugrunde liegendes Mengenwachstum von mindestens 3 Prozent, bisher waren es rund 3 Prozent. Für das zweite Halbjahr peilt der Konzern ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent an.

Die Spanne von 4 bis 6 Prozent für das Gesamtjahr bleibt bestehen. Bei der operativen Marge rechnet das Management mit einer leichten Verbesserung gegenüber 20,0 Prozent im Jahr 2025.

Der Verwaltungsrat hat zudem eine Zwischendividende für das dritte Quartal von 0,4664 Euro je Aktie beschlossen, drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Sektor liefert derzeit ein ähnliches Bild. Procter & Gamble und Nestlé übertrafen vergangene Woche ebenfalls die Umsatzerwartungen, P&G warnte allerdings vor Gewinnbelastungen durch steigende Rohstoff-, Energie- und Frachtkosten. Dass Unilever Preise und Mengen gleichzeitig steigern konnte, spricht dafür, dass der Konzern diesen Kostendruck bislang weitergeben kann.

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