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Unity Software Aktie: Übernahmegerücht befeuert Rally

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 01:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Unity erzielt erstmals seit dem Börsengang einen GAAP-Nettogewinn; ein unbestätigter Bericht nennt Gespräche über eine Bewertung von 25 Milliarden Dollar.
Abstrakte Darstellung digitaler Softwareentwicklung mit moderner, atmosphärischer Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Nach einem ohnehin starken Handelstag legt Unity nachbörslich nochmals zu. Auslöser ist ein Bericht über Übernahmeinteresse: Ein Konsortium aus Silver Lake Partners und Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF soll mit dem Spieleentwickler-Softwareanbieter gesprochen haben, bei einer Bewertung von 25 Milliarden Dollar. Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel um 6,9 Prozent. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens liegt nicht vor.

Erster GAAP-Gewinn seit dem Börsengang

Schon im regulären Handel hatte Unity um knapp 15 Prozent zugelegt, während der Nasdaq unter einer anhaltenden Abverkaufswelle bei KI-Werten litt. Grundlage war ein außergewöhnliches dritte Quartal. Der Umsatz stieg um 32 Prozent auf 622 Millionen Dollar, Analysten hatten mit rund 566 Millionen gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,44 Dollar, erwartet waren 0,03 Dollar.

Bemerkenswert: Unity schrieb erstmals seit dem Börsengang einen Nettogewinn nach GAAP. Er betrug 122 Millionen Dollar, nach einem Verlust von 127 Millionen im Vorjahresquartal. Die bereinigte EBITDA-Marge sprang auf 41 Prozent, der freie Cashflow erreichte 220 Millionen Dollar.

Vector treibt die Wende

Motor des Umschwungs ist die Werbeplattform Unity Vector. Sie wuchs im Jahresvergleich um 126 Prozent und gegenüber dem Vorquartal um 40 Prozent. Das Management hatte lediglich 20 Prozent angepeilt. Die Zahl aktiver Vector-Werbekonten stieg sequenziell um 27 Prozent.

Das Segment Grow Solutions wuchs um 44 Prozent auf 457 Millionen Dollar. Das Create-Geschäft mit Subscriptions legte moderater zu. Altlasten wie das auslaufende ironSource-Werbenetzwerk und die verkaufte Supersonic-Sparte drücken die nicht strategischen Erlöse, die um 73 Prozent einbrachen.

Der Ausblick fällt ebenfalls deutlich aus. Für das vierte Quartal peilt Unity strategische Umsätze von 683 bis 691 Millionen Dollar an, der Markt hatte rund 601 Millionen erwartet. Beim bereinigten EBITDA stellt das Unternehmen 290 bis 295 Millionen Dollar in Aussicht.

Analysten werden mutiger

BTIG hob das Kursziel von 53 auf 60 Dollar an und bleibt bei "Buy". Die Zahlen hätten selbst die optimistischsten Erwartungen der Investorenseite übertroffen. Treiber seien skalierende Werbekampagnen sowie Verbesserungen bei Runtime und den Modellen. Das Haus sieht Spielraum, falls neue Produkte und Anwendungen außerhalb der Spielebranche zusätzlich Wachstum bringen.

Die Aktie hat sich binnen sechs Monaten bereits um rund 55 Prozent verteuert. Ein Übernahmeangebot von 25 Milliarden Dollar würde dem Papier zusätzliche Fantasie verleihen. Konkrete Konditionen oder ein Zeitplan sind bislang nicht bekannt; ohne Stellungnahme von Unity bleibt es bei einem Gerücht.

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