UOB, Aktie

UOB Aktie: 555 Millionen an Allianz für UOBAM

Veröffentlicht am: 09.08.2026 um 04:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

UOB steigert Gewinn dank Rekordzuflüssen im Wealth Management. Der Verkauf der Fondstochter an Allianz soll 2027 abgeschlossen werden.

UOB: Gewinnplus durch Vermögensverwaltung, Verkauf an Allianz
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Die United Overseas Bank (UOB) hat im zweiten Quartal 2026 einen Gewinnanstieg verzeichnet, der maßgeblich von einem florierenden Geschäft mit wohlhabenden Kunden getragen wurde. Während der Nettozinsertrag aufgrund sinkender Margen leicht unter Druck geriet, konnte das Institut diesen Effekt durch Rekordzuflüsse in der Vermögensverwaltung kompensieren. Parallel dazu kündigte die Bank eine strategische Neuausrichtung durch den Verkauf einer Kernsparte an den deutschen Versicherungskonzern Allianz an.

Rekordwerte in der Vermögensverwaltung

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte der Nettogewinn im zweiten Quartal um 10 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Singapur-Dollar. Damit erreichte das Ergebnis für das erste Halbjahr 2026 eine Summe von 2,92 Milliarden Singapur-Dollar, was einem Zuwachs von 3 Prozent entspricht. Als wichtigster Wachstumstreiber erwies sich das Wealth Management: Die Erträge in diesem Segment stiegen im ersten Halbjahr um 16 Prozent auf den Rekordwert von 717 Millionen Singapur-Dollar.

Besonders in den Kernmärkten der sogenannten ASEAN-4-Staaten verzeichnete die Bank eine hohe Dynamik mit einem Ertragsplus von 30 Prozent. Das verwaltete Vermögen (AUM) im Bereich der vermögenden Privatkunden wuchs um 7 Prozent auf insgesamt 204 Milliarden Singapur-Dollar. Trotz dieser operativen Erfolge gab der Aktienkurs am Freitag im deutschen Handel um 3,68 Prozent nach und notierte bei 29,30 Euro. Auf Jahressicht bleibt die Performance mit einem Plus von 24,15 Prozent seit Jahresbeginn jedoch deutlich im positiven Bereich.

Strategischer Ausstieg aus dem Fondsgeschäft

Ein zentraler Pfeiler der künftigen Strategie ist die Trennung von der Tochtergesellschaft UOB Asset Management (UOBAM). Die Bank vereinbarte den Verkauf der Sparte an Allianz Global Investors (AllianzGI) für einen Kaufpreis von 555 Millionen Singapur-Dollar. Das Institut erwartet aus dieser Transaktion einen Buchgewinn vor Steuern in Höhe von etwa 330 Millionen Singapur-Dollar. Der Abschluss des Geschäfts wird für das Jahr 2027 angestrebt.

Die Vereinbarung beinhaltet zudem eine langfristige Vertriebspartnerschaft über zehn Jahre. Diese sieht vor, dass Kunden der UOB künftig bevorzugten Zugriff auf die Anlageprodukte von AllianzGI erhalten. Laut CEO Wee Ee Cheong profitiert die Bank dabei von anhaltenden Handelsströmen und Investitionen innerhalb der ASEAN-Region, die durch Verschiebungen in den globalen Lieferketten begünstigt werden. Um die Effizienz zu steigern, setzt das Haus zudem verstärkt auf Technologie: Rund 30.000 Mitarbeiter nutzen bereits KI-gestützte Anwendungen wie den Microsoft Copilot im Arbeitsalltag.

Gedämpfter Ausblick und höhere Dividende

Trotz der stabilen Gewinnlage blickt das Management vorsichtiger auf die kommenden Monate. Die Prognose für das Wachstum der Gebührenerträge wurde auf den niedrigen einstelligen Bereich gesenkt. Auch bei der Nettozinsmarge (NIM), die im zweiten Quartal bei 1,74 Prozent lag, wird für das Gesamtjahr ein Korridor von 1,75 bis 1,80 Prozent erwartet. Der Nettozinsertrag sank zuletzt um 2 Prozent, was auf das allgemeine Zinsumfeld zurückzuführen ist.

Zudem belastete ein einzelnes Immobilien-Kreditengagement im Großraum China die Bilanz. Dies führte im Berichtsquartal zu neuen notleidenden Krediten (NPA) im Volumen von 902 Millionen Singapur-Dollar. Die Kernkapitalquote (CET1) der Bank blieb mit 15,4 Prozent jedoch solide. Anleger sollen an der Entwicklung durch eine erhöhte Zwischendividende beteiligt werden. Diese steigt auf 88 Cent pro Aktie, nach 85 Cent im Vorjahr. Damit schüttet die Bank etwa 50 Prozent ihres Gewinns an die Aktionäre aus.

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