Vallourec Aktie: sichert Rohrauftrag für Prinos
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 08:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der französische Röhrenhersteller Vallourec baut sein Engagement im Bereich der CO?-Speicherung aus. Das Unternehmen sicherte sich einen Lieferauftrag für die erste Phase des Prinos-Projekts vor der Küste Griechenlands. Auftraggeber ist EnEarth, eine Tochtergesellschaft des Energieunternehmens Energean. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von rund 3.000 Tonnen Mantelrohren nebst Zubehör für die Erschließung der unterseeischen Lagerstätte.
Im vorbörslichen Handel legte das Papier um 4,3 Prozent auf 19,50 Euro zu, nachdem die Aktie am Mittwoch bei 18,70 Euro aus dem Handel gegangen war.
Technische Anforderungen im Prinos-Becken
Das Vorhaben sieht vor, ein erschöpftes Erdölfeld in ein dauerhaftes CO?-Endlager umzuwandeln. Geplant ist eine Injektionskapazität von bis zu 2,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
Die nachgewiesene und wahrscheinliche Speicherkapazität der Formation beläuft sich auf insgesamt 51,5 Millionen Tonnen. Die Europäische Union stuft Prinos als Projekt von gemeinsamem Interesse ein; gefördert wird die Realisierung über europäische und griechische Programme.
Für Vallourec bedeutet der Auftrag den Einsatz spezialisierter Werkstoffe. Zum Lieferumfang gehören Rohre aus nahtlosem Kohlenstoffstahl sowie korrosionsbeständige Legierungen, die mit den hauseigenen VAM-Gewindeverbindungen ausgestattet sind. Ergänzend kommt die schmiermittelfreie Beschichtungslösung CLEANWELL zum Einsatz, die für anspruchsvolle Injektionsbedingungen ausgelegt ist.
Volle Auftragsbücher im Kerngeschäft
Der Zuschlag im Mittelmeer ergänzt die jüngsten Erfolge im traditionellen Offshore-Segment. Vor der brasilianischen Küste liefert Vallourec im Rahmen eines Vertrags mit Subsea7 rund 130 Kilometer starre Pipelines mit einem Gesamtgewicht von über 15.000 Tonnen für das Tiefseeprojekt Sépia 2 von Petrobras.
Zusammen mit dem im Juli vereinbarten Großauftrag für Atapu 2 summiert sich das Volumen für das Werk im brasilianischen Jeceaba auf mehr als 34.000 Tonnen und 273 Kilometer Leitungsrohre.
Mit einem Zuwachs von 23 Prozent seit Jahresanfang spiegelt die Notierung die operative Erholung wider. Im zweiten Quartal 2026 erwirtschaftete Vallourec bei einem Umsatz von 886 Millionen US-Dollar ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 190 Millionen US-Dollar.
Für das dritte Quartal peilt das Management ein EBITDA in einer Bandbreite von 170 bis 210 Millionen US-Dollar an. Für das Gesamtjahr 2026 hatte das Unternehmen Ausschüttungen an die Anteilseigner von rund 650 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
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