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VanEck Gold Miners ETF: 2,35 Prozent Tagesverlust

Veröffentlicht am: 10.08.2026 um 16:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Barrick Gold übertrifft Produktionsziel, schließt Milliardendeal mit Newmont und sieht sich wegen Abspaltungsplänen mit Investorenkritik konfrontiert.

Barrick Gold übertrifft Prognose, Newmont-Deal und Kritik an Spin-off-Plänen
Ein Goldbarren liegt auf einem Schreibtisch vor einem unscharfen Bürohintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der Goldsektor steht am heutigen Montag unter dem Eindruck wichtiger Unternehmensnachrichten und eines Goldpreises, der sich weiterhin nahe seiner Rekordmarken stabilisiert.

Während die Notierungen für das Edelmetall oberhalb von 4.300 US-Dollar je Unze verharren, sorgen Quartalszahlen und milliardenschwere Vereinbarungen bei den Branchengrößen für eine geteilte Marktstimmung. Im Fokus stehen dabei vor allem eine weitreichende Einigung zwischen Barrick Gold und Newmont sowie wachsender Widerstand gegen strategische Umbaupläne.

Barrick Gold und Newmont festigen Kooperation

Barrick Gold legte heute die Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Das Unternehmen übertraf mit einer Goldproduktion von 796.000 Unzen die eigene Prognose, die zwischen 730.000 und 770.000 Unzen gelegen hatte.

Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent auf 5,29 Milliarden US-Dollar, während das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) bei 0,82 US-Dollar lag. Medienberichten zufolge verfehlte dieser Wert jedoch die Erwartungen einiger Analysten, die im Vorfeld von bis zu 0,88 US-Dollar ausgegangen waren.

Flankiert wurden die Zahlen von einer Grundsatzeinigung mit dem Konkurrenten Newmont. Die beiden Unternehmen erweitern ihr Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM). Im Rahmen dieser Einigung zahlt Newmont rund 1,95 Milliarden US-Dollar an Barrick.

Im Gegenzug werden mehrere Projekte, darunter Fourmile und Fiberline, in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Newmont stimmte zudem den Plänen von Barrick zu, bestimmte nordamerikanische Assets an die Börse zu bringen.

Widerstand gegen Abspaltungspläne belastet

Trotz der operativen Fortschritte und des Milliardendeals regt sich Unmut unter den Anteilseignern. Der Plan von Barrick, Kern-Assets in Nordamerika – darunter Minen in Nevada und der Dominikanischen Republik – in ein eigenständiges Unternehmen auszugliedern und noch vor Ende des Jahres an die Börse zu bringen, stößt auf deutliche Kritik. Große institutionelle Investoren wie VanEck, Mackenzie und Franklin lehnen das Vorhaben laut Marktberichten ab.

Die Kritiker befürchten eine Verwässerung der Anteile von bis zu 15 Prozent. Zudem wird bemängelt, dass künftige Gewinne aus diesen hochwertigen Minen an neue Investoren übertragen werden könnten, während die Produktion von Barrick Gold seit Jahren rückläufig sei.

Diese Unsicherheit spiegelt sich auch im Kurs des VanEck Gold Miners ETF wider, der am heutigen Handelstag um 2,35 Prozent auf 87,78 US-Dollar nachgab. Damit notiert der Wert beinahe punktgenau auf seinem 200-Tage-Durchschnitt von 87,72 US-Dollar.

Goldpreis profitiert von US-Konjunkturdaten

Während einzelne Minenwerte mit unternehmensspezifischen Themen kämpfen, bleibt das fundamentale Umfeld für den Sektor konstruktiv. Der Goldpreis notierte am Montagmorgen bei rund 4.346 US-Dollar pro Unze.

Gestützt wird das Edelmetall durch schwache US-Arbeitsmarktdaten, die die Erwartungen an bevorstehende Zinssenkungen der US-Notenbank Fed untermauert haben. Zusätzlich treiben geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Nachfrage nach Sicherheit.

Diese Entwicklung stützte zuletzt andere Schwergewichte der Branche. So verzeichneten Newmont und Kinross Gold am heutigen Montag deutliche Kursgewinne von über sieben Prozent.

Auch kleinere Produzenten melden Erfolge: Northern Star Resources erreichte im Geschäftsjahr 2026 eine Produktion von über 1,5 Millionen Unzen Gold und treibt den Ausbau seiner Kapazitäten voran. In einem weiterhin volatilen Marktumfeld bleibt der Abstand zum 52-Wochen-Hoch des VanEck Gold Miners ETF mit 25,09 Prozent jedoch beträchtlich.

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