Vienna Insurance Aktie: Squeeze-out für Nürnberger eingeleitet
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 21:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Vienna Insurance Group treibt die vollständige Übernahme der Nürnberger Beteiligungs-AG mit einem konkreten Schritt voran. Am heutigen Montag übermittelte der Versicherungskonzern der Gesellschaft das konkretisierte Verlangen nach einem aktienrechtlichen Squeeze-out. Ziel des eingeleiteten Verfahrens ist es, die verbliebenen Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung aus der Gesellschaft auszuschließen.
Barabfindung auf 120 Euro festgelegt
Die gesellschaftsrechtliche Ausgangslage für diesen Schritt ist klar abgesteckt. Die Vienna Insurance Group hält unmittelbar und mittelbar bereits 99,29 Prozent am gesamten Grundkapital der Nürnberger Beteiligungs-AG. Mit dieser qualifizierten Mehrheit erfüllt der Konzern die gesetzlichen Voraussetzungen, um die restlichen Anteile vollständig auf sich zu vereinigen.
Im Zuge des konkretisierten Verlangens steht nun auch die finanzielle Entschädigung für die freien Aktionäre fest. Die von der Vienna Insurance Group festgelegte Barabfindung beträgt 120,00 Euro je Aktie. Über diese konkrete Angebotshöhe für die Minderheitsaktionäre war in Medienberichten bereits vorab berichtet worden.
Bis zum rechtlichen Vollzug des Ausschlusses sind allerdings noch formale Etappen zu nehmen. Der aktienrechtliche Squeeze-out wird erst mit der Eintragung des entsprechenden Übertragungsbeschlusses in das zuständige Handelsregister wirksam. Bis dieser Schritt erfolgt ist, verbleiben die Anteile der Minderheitsaktionäre bei ihren derzeitigen Inhabern.
Zusätzliche Beteiligung an Dolphin Technologies
Parallel zum Vorgehen in Deutschland richtet die Vienna Insurance Group ihren Blick auch auf technologische Zukäufe im Heimatmarkt. Am Mittwoch vereinbarte der Versicherungskonzern den Erwerb einer Beteiligung von 25 Prozent an dem Wiener Technologieunternehmen Dolphin Technologies.
Wie bei Transaktionen dieser Art üblich, ist auch dieser Einstieg an behördliche Bedingungen geknüpft. Der Vollzug der Vereinbarung steht ausdrücklich unter dem Vorbehalt der erforderlichen Freigabe durch die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde.
Reaktionen am Kapitalmarkt
An den Finanzmärkten stieß das Vorgehen des Managements zum Start in die neue Handelswoche auf eine verhaltene Stimmung. Die Aktie der Vienna Insurance Group verzeichnete am heutigen Handelstag ein Minus von 1,1 Prozent auf 68,50 Euro.
Mit dem aktuellen Kursniveau beläuft sich die Marktkapitalisierung des Konzerns auf 9,13 Milliarden Euro. Damit setzt sich die Konsolidierung der Notierungen fort, während die Unternehmensführung an der Umsetzung ihrer gesellschaftsrechtlichen Vorhaben arbeitet.
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