VTB Bank: Neue US-Sanktionen wegen Iran-GeschÀften
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 14:11 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie USA haben Russlands zweitgröĂte Bank ins Visier genommen. Das Finanzministerium verhĂ€ngte Sanktionen gegen die VTB Bank, weil das Institut dem Iran offenbar geholfen haben soll, bestehende Sanktionen zu umgehen und sein Terrorismus-Netzwerk zu finanzieren. FĂŒr ein Institut, das ohnehin schon zu den am stĂ€rksten sanktionierten FinanzhĂ€usern der Welt zĂ€hlt, ist das eine weitere VerschĂ€rfung.
Vorwurf: Milliarden-Transfers und Filialen in Teheran
Laut US-Finanzministerium hat die VTB Bank in den vergangenen Jahren BĂŒros im Iran eröffnet und gezielt Korrespondenzbankbeziehungen zu bereits sanktionierten iranischen Finanzinstituten aufgebaut.
Ziel sei gewesen, den bilateralen Handel zu stĂ€rken und ein Abwicklungssystem in LandeswĂ€hrungen â iranischen Rial und russischen Rubel â zu etablieren. Ăber dieses Netzwerk sollen Milliarden an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten bewegt worden sein.
Die neuen MaĂnahmen laufen unter dem Namen "Operation Economic Outcast", einer im August angekĂŒndigten Kampagne, die laut Finanzministerium sĂ€mtliche wirtschaftlichen Lebensadern des iranischen Regimes kappen soll.
Wer weiterhin mit Teheran GeschĂ€fte macht, riskiert nach US-Darstellung eine Abkopplung vom amerikanischen Finanzsystem â ein Risiko, das nun auch auslĂ€ndische Partner der VTB betrifft, die sekundĂ€ren Sanktionen ausgesetzt sein könnten.
Zweite Sanktionsrunde seit 2022
FĂŒr die VTB Bank ist es nicht die erste Konfrontation mit US-Sanktionen. Bereits 2022 hatte Washington im Zuge des Ukraine-Kriegs StrafmaĂnahmen gegen das mehrheitlich staatliche Institut verhĂ€ngt, das nach der Sberbank als zweitgröĂte Bank Russlands gilt. Die aktuelle MaĂnahme sperrt nun sĂ€mtliche Vermögenswerte der VTB in den Vereinigten Staaten und untersagt US-Akteuren jegliche GeschĂ€fte mit der Bank.
Die MaĂnahme reiht sich in eine Serie von Sanktionen ein, die Washington in den vergangenen Wochen gegen UnterstĂŒtzer Teherans verhĂ€ngt hat â darunter eine tĂŒrkische Bank sowie 27 iranische Fluggesellschaften.
Das Finanzministerium kĂŒndigte an, diese Woche mit internationalen Finanzinstituten zusammenzutreffen, um Einnahmequellen und Beschaffungsnetzwerke des iranischen Regimes weiter zu unterbinden. FĂŒr die ohnehin isolierte VTB dĂŒrfte sich damit der Spielraum fĂŒr internationale GeschĂ€fte weiter verengen.
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