Vulcan Energy zwischen Projektfortschritt und Kursdruck
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 23:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Aktie von Vulcan Energy gerät am heutigen Handelstag erneut unter Druck. Der Kurs fällt am Donnerstag um 3,1 Prozent und liegt bei 1,29 Euro. Für die heutige Abgabe gibt es keinen gesonderten operativen Grund. Der Rückgang setzt vielmehr die ausgeprägte Schwächephase der vergangenen Monate fort. Seit Jahresanfang summiert sich das Minus auf 49 Prozent.
Vorbereitungen für das Projekt Lionheart
Abseits des Handelsgeschehens treibt das Unternehmen die operative Umsetzung im Oberrheingraben voran. Nach Unternehmensangaben verlaufen der Bau sowie die Erschließungsarbeiten für das Projekt Lionheart planmäßig. Das Vorhaben zielt auf die erste Produktion von Lithiumhydroxid-Monohydrat im Jahr 2028 ab. Die eigentliche Inbetriebnahme ist für die zweite Jahreshälfte 2028 terminiert.
Als wesentlichen Umsetzungsschritt startete Vulcan Energy die kommerzielle Produktion des unternehmenseigenen Extraktionsmittels VULSORB in Deutschland. Das Adsorptionsmittel wird über die kommenden 18 bis 24 Monate in Zusammenarbeit mit einem lokalen Tolling-Partner gefertigt. Die Produktion dient der Bereitstellung der Erstbefüllung für die Extraktionskolonnen der Direkten Lithiumextraktion (A-DLE).
Zuvor wurde VULSORB in tausenden von Betriebszyklen im industriellen Demonstrationsmaßstab getestet. Unter realen Einsatzbedingungen erreichte das Adsorptionsmittel nach Unternehmensangaben eine Extraktionseffizienz von bis zu 95 Prozent. Das Unternehmen stuft das Produkt als bankfähige westliche Alternative ein, nachdem China Anfang 2025 Exportbeschränkungen für diese Technologie verhängt hatte.
Behördliche Lizenzen und Neuordnung der Führung
Auf regulatorischer Ebene konnte Vulcan Energy das Fundament für das Vorhaben stärken. Vor rund zwei Wochen sicherte sich das Unternehmen die zweite Lithiumförderlizenz für das Gebiet Ilka. Diese Bewilligung festigt den Genehmigungspfad für das Lionheart-Projekt neben der bestehenden Lizenz LiThermEx 1 im Oberrheingraben.
Flankiert wird die Entwicklung von personellen Veränderungen an der Unternehmensspitze. Er war zuvor bereits als Lead Independent Director sowie als Deputy Chair für Vulcan tätig.
Gründer Dr. Francis Wedin wechselte in eine dedizierte Beraterrolle. In dieser Funktion widmet er sich der Geothermie- und Lithium-Ressourcenpipeline sowie der Technologieabteilung VULTEC. Während die Vorbereitungen für den späteren Produktionsstart laufen, halten sich die Investoren am Aktienmarkt weiter zurück.
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