Vulcan Materials Aktie: Preise tragen Quartal
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 17:11 Uhr | Redaktion boerse-global.deHöhere Preise gleichen bei Vulcan Materials schwächere Mengen aus. Im dritten Quartal sank der Umsatz, die Profitabilität je Tonne Gesteinskörnung legte dennoch zu. Der Konzern peilt für 2027 erneut steigende Gewinne an.
Umsatz unter Vorjahr, Marge etwas höher
Der Umsatz fiel um knapp 5 Prozent auf 2,18 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn lag bei 362 Millionen Dollar, nach 375 Millionen im Vorjahresquartal. Je Aktie ergaben sich 2,80 Dollar, bereinigt 2,83 Dollar. Das Vorjahr stand bei 2,82 beziehungsweise 2,84 Dollar.
Das bereinigte EBITDA sank leicht auf 707 Millionen Dollar. Die Marge stieg dagegen auf 32,3 Prozent, nach 32,1 Prozent. Geholfen haben niedrigere Verwaltungskosten, die um 6 Prozent zurückgingen.
Im Kerngeschäft Gesteinskörnungen sank der Absatz um 3 Prozent auf 62,7 Millionen Tonnen. Das Unternehmen verweist auf das Vorjahr, als gutes Wetter nach einem zähen Start in die Bausaison die Lieferungen gestützt hatte. Die Preise zogen um 4 Prozent auf 22,84 Dollar je Tonne an, mischbereinigt um 5 Prozent.
Teurer wurde allerdings die Produktion. Die Stückkosten stiegen um 7 Prozent, vor allem wegen höherer Dieselpreise. Ohne diesen Effekt lag das Plus bei 3 Prozent. Der Cash-Bruttogewinn je Tonne verbesserte sich trotzdem leicht auf 11,95 Dollar.
Zukäufe, Rückkäufe und Ausblick
Der Rückgang beim Umsatz hat auch mit Verkäufen zu tun. Das Houston-Geschäft für Asphalt und Bau wurde Ende 2025 abgegeben, die kalifornischen Betonaktivitäten folgten im zweiten Quartal 2026. Der Betonumsatz brach dadurch deutlich ein. Parallel dazu übernahm Vulcan zwei kleinere Gesteinsbetriebe in Tennessee und im Süden Ohios.
Aktionäre erhielten im Quartal 417 Millionen Dollar, davon 350 Millionen über Aktienrückkäufe. Die Verschuldung liegt mit dem Zweifachen des bereinigten EBITDA am unteren Rand des Zielkorridors von 2,0 bis 2,5.
Für 2026 stellt der Vorstand rund 2,4 Milliarden Dollar bereinigtes EBITDA in Aussicht. Die hohen Energiekosten sollen nach Unternehmensangaben auch im Schlussquartal anhalten, Preis- und Kostenmaßnahmen sollen sie abfedern. Für 2027 erwartet Konzernchef Ronnie Pruitt eine unveränderte Nachfrage und Preissteigerungen im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Eine Telefonkonferenz zu den Zahlen fand heute um 9:00 Uhr Ortszeit statt.
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