Wachsende Bedrohungen erfordern ein krisenfestes europÀisches Stromsystem laut Eurelectric
Veröffentlicht: 17.03.2026 um 19:18 Uhr, prnewswire.co.uk
Die militĂ€rische Strategie Russlands in der Ukraine hat die Strominfrastruktur zu einem Hauptziel gemacht und die zentrale Rolle der Energieversorger fĂŒr das Funktionieren der Gesellschaft unter Beschuss verdeutlicht. Versorgungsunternehmen sind faktisch zur zweiten Verteidigungslinie geworden, indem sie in Krisenzeiten lebenswichtige Dienstleistungen aufrechterhalten.
Auch ohne sich direkt im Krieg zu befinden, ist Europa bereits mit hybriden Bedrohungen konfrontiert, die von Sabotage und Cyberangriffen bis hin zu Desinformation reichen. Im Jahr 2024 wurden mindestens 11 Angriffe auf kritische Infrastrukturen verzeichnet, wÀhrend seit 2022 insgesamt 23 Cyberangriffe den europÀischen Energiesektor betroffen haben. UnabhÀngig von den TÀtern nehmen diese VorfÀlle an Umfang und HÀufigkeit zu und erhöhen den Druck auf die Energieversorger, eine zuverlÀssige Stromversorgung sicherzustellen
âWir leben in einer neuen RealitĂ€t zunehmender Bedrohungen. Das erfordert einen grundlegenden MentalitĂ€tswandel", sagte Markus Rauramo, PrĂ€sident von Eurelectric. âDie Vorbereitung auf physische und hybride Angriffe sowie die Reaktion darauf und die Wiederherstellung danach mĂŒssen kĂŒnftig ein zentrales Element der Strategien von Energieunternehmen sein."
Der neue Bericht von Eurelectric kommt zu dem Schluss, dass zwar das Risikobewusstsein wÀchst, die Vorsorge im Sektor jedoch weiterhin uneinheitlich ist. Da kritische Infrastrukturen bereits stark belastet sind, warnt der Bericht, dass jetzt gehandelt werden muss.
âDieser Bericht ĂŒbersetzt die harten Lehren aus der Ukraine in konkrete MaĂnahmen fĂŒr den Rest Europas", sagte Kristian Ruby, GeneralsekretĂ€r von Eurelectric. âEr zeigt auf, was Energieversorger bereits heute tun können â von besserer Krisenkoordination und Schulung ĂŒber die HĂ€rtung von Anlagen bis hin zur Sicherung der Kommunikation und der Bevorratung kritischer AusrĂŒstung â, um sich besser auf Angriffe vorzubereiten, darauf zu reagieren und sich davon zu erholen."
Zur StÀrkung der Vorsorge fordert der Bericht die Versorger auf:
1. Die Lageerkennung und Krisenbereitschaft zu verbessern, einschlieĂlich der Zusammenarbeit mit Behörden und regelmĂ€Ăiger Ăbungen;
2. Kritische Anlagen zu schĂŒtzen, indem Infrastrukturen verstĂ€rkt, AusrĂŒstung bevorratet, ReparaturkapazitĂ€ten ausgebaut und Cyberresilienz von Anfang an integriert wird.
Hinweis fĂŒr die Redaktion:
Eurelectric vertritt die gemeinsamen Interessen der europĂ€ischen Stromwirtschaft. Im Namen von mehr als 3.500 Stromunternehmen setzen wir uns dafĂŒr ein, die Rolle der ElektrizitĂ€t fĂŒr den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern.
Pressekontakt:
Chiara CARMINUCCI
Beraterin â Presse- und Medienarbeit
ccarminucci@eurelectric.org
+32476871575
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