Wawel-Schloss Krakau: Polens Königshügel neu entdecken
17.05.2026 - 15:24:59 | ad-hoc-news.deWer den Hügel hinaufsteigt und zum ersten Mal in den Innenhof des Wawel-Schlosses Krakau tritt, spürt sofort, dass dies mehr ist als nur eine Sehenswürdigkeit. Der Zamek Krolewski na Wawelu (auf Deutsch etwa „Königliches Schloss auf dem Wawel“) verbindet gotische Mauern, Renaissance-Arkaden, barocke Kapellen und das Echo polnischer Geschichte zu einem einzigen, dichten Erlebnis.
Wawel-Schloss Krakau: Das ikonische Wahrzeichen von Krakau
Für Polen ist der Wawel-Hügel mit dem Wawel-Schloss Krakau so identitätsstiftend wie das Schloss Neuschwanstein oder der Reichstag für viele Menschen in Deutschland. Über der Weichsel thronend, bildet er den emotionalen Kern der Stadt Krakau und gilt als Symbol der polnischen Staatlichkeit. Die offizielle Verwaltung des Schlosses, die „Zamek Królewski na Wawelu – Pa?stwowe Zbiory Sztuki“ (Staatliche Kunstsammlungen), bezeichnet den Hügel als „Heiligtum der Nation“, und auch die Polnische Tourismusorganisation stellt die Anlage in ihren Materialien konsequent an die Spitze der Sehenswürdigkeiten des Landes.
Was den Ort so besonders macht, ist die außergewöhnliche Dichte an Geschichte auf engstem Raum: Königsschloss, Kathedrale, königliche Gräber, museale Sammlungen, Wehranlagen, Höfe, Höhlen und Ausblicke auf die Altstadt. Anders als bei vielen Schlössern in Mitteleuropa ist der Wawel nicht nur ein Repräsentationsbau, sondern über Jahrhunderte ein realer Regierungssitz gewesen – vergleichbar mit einer Mischung aus Burg Hohenzollern, Schloss Wien und einer nationalen Gedenkstätte.
Die Atmosphäre ist entsprechend: Morgens, wenn sich die Sonne in den hellen Arkaden des Renaissance-Innenhofs bricht, dringen Glockenklänge aus der angrenzenden Kathedrale herüber. Später mischen sich die Stimmen von Schulklassen, Pilgern, Touristengruppen und Einheimischen, die einfach die Aussicht über die Dächer Krakaus genießen.
Geschichte und Bedeutung von Zamek Krolewski na Wawelu
Der Wawel-Hügel war bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt, lange bevor die Piasten-Dynastie im frühen Mittelalter die Grundlagen des polnischen Staates legte. Archäologische Funde, auf die etwa das Nationalmuseum Krakau und die Schlossverwaltung verweisen, belegen Besiedlungsspuren aus der Steinzeit und der frühen Eisenzeit. Spätestens ab dem 10. Jahrhundert entstand hier eine befestigte Residenz der polnischen Herrscher.
Im 11. und 12. Jahrhundert entwickelte sich der Wawel zum wichtigsten Machtzentrum des entstehenden Königreichs Polen. Krakau wurde königliche Residenzstadt, und der Zamek Krolewski na Wawelu diente über Jahrhunderte als Sitz der polnischen Könige. Die meisten polnischen Herrscher wurden hier gekrönt und in der benachbarten Wawel-Kathedrale beigesetzt – ähnlich wie die französischen Könige in Reims oder die englischen Monarchen in Westminster Abbey.
Seine heutige Gestalt verdankt das Schloss vor allem der Renaissance-Zeit. Unter König Sigismund I. dem Alten und seiner aus Italien stammenden Gemahlin Bona Sforza wurde die Anlage im 16. Jahrhundert umfassend umgebaut. Italienische Baumeister schufen den berühmten Arkadenhof, der nach Einschätzung von Kunsthistorikern – etwa im „ADAC Reisemagazin Polen“ und in „GEO Special Krakau“ beschrieben – zu den schönsten Renaissance-Höfen nördlich der Alpen zählt. Zeitgleich entwickelte sich Krakau zu einem Zentrum des Humanismus in Mitteleuropa.
Mit der Verlegung der Residenz nach Warschau im späten 16. Jahrhundert begann ein langsamer Bedeutungsverlust. Die Teilungen Polens im 18. Jahrhundert, bei denen das Land zwischen Preußen, Österreich und Russland aufgeteilt wurde, trafen den Wawel besonders hart. Unter habsburgischer Herrschaft diente der Hügel zeitweise als Kaserne; Teile der Anlage wurden umgebaut oder vernachlässigt. Die österreichische Militärnutzung ist in Publikationen der österreichischen wie auch der polnischen Denkmalpflege ausführlich dokumentiert.
Im 19. Jahrhundert wandelte sich der Wawel zum Symbol des Widerstands und der nationalen Sehnsucht. Polnische Intellektuelle, Emigranten und Mäzene – oft aus der ganzen Habsburgermonarchie und dem Deutschen Reich – sammelten Geld und engagierten sich für den Erhalt des Schlosses. Nach der Wiedererlangung der polnischen Unabhängigkeit 1918 begannen groß angelegte Restaurierungen. Der Wawel wurde wieder zu einem staatlichen Repräsentationsort und ist bis heute Bestandteil vieler offiziellen Zeremonien.
Im Zweiten Weltkrieg richtete das nationalsozialistische Besatzungsregime hier den Sitz des „Generalgouverneurs“ Hans Frank ein. Die Zeit der Besatzung, Plünderung und Umnutzung ist in heutigen Ausstellungen kritisch aufgearbeitet und wird von polnischen Historikern und Instituten – etwa dem Institut für Nationales Gedenken (IPN) – als warnendes Beispiel instrumentalisierten Kulturerbes bewertet. Für deutsche Besucherinnen und Besucher ist dieser Teil der Geschichte ein wichtiger Hintergrund, um die besondere Sensibilität zu verstehen, mit der polnische Gesellschaft und Denkmalpflege heute auf den Wawel blicken.
Nach 1945 setzten sich Restaurierungen und Rekonstruktionen fort. Heute ist der Zamek Krolewski na Wawelu als staatliches Museum und Denkmal geschützt und Teil des Ensembles der Krakauer Altstadt, das von der UNESCO 1978 als eine der ersten Welterbestätten weltweit in die Liste des Welterbes aufgenommen wurde. Die UNESCO hebt in ihren Informationen hervor, dass der Wawel-Hügel ein „herausragendes Zeugnis der Macht des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Polen“ darstellt.
Architektur, Kunst und besondere Merkmale
Architektonisch ist das Wawel-Schloss ein Lehrbuch der europäischen Baugeschichte im Kleinformat. FrĂĽhgotische Wehranlagen, romanische Relikte, Renaissance-Arkaden, barocke Kapellen, klassizistische Ergänzungen: FĂĽr kulturhistorisch Interessierte aus Deutschland eignet sich der Besuch hervorragend, um Stile poÂlÂniÂscher und mitteleuropäischer Architektur im direkten Vergleich zu erleben.
Der von italienischen Architekten wie Francesco Fiorentino und Bartolomeo Berrecci gestaltete Arkadenhof ist das Herzstück der Schlossanlage. Umgeben von drei Geschossen mit eleganten Säulengängen, wirkt der Hof überraschend licht und mediterran. Kunsthistorische Standardwerke wie der „Dehio-Handbuch Polen“ und Kataloge der Staatlichen Kunstsammlungen betonen, dass dieser Hof zu den wichtigsten Renaissancebauten im nördlichen Europa zählt. Vergleichbar ist er am ehesten mit Innenhöfen in Florenz oder Mantua – und damit ein faszinierender Kontrast zur gotisch geprägten Altstadt Krakaus.
Im Inneren des Schlosses sind mehrere Dauerausstellungen eingerichtet, die verschiedene Facetten der Geschichte beleuchten. Dazu gehören unter anderem königliche Repräsentationsräume, private Gemächer, eine Sammlung italienischer Gemälde, die berühmte Schatzkammer und das Waffenkabinett. Viele der originalen Möbel und Kunstwerke gingen in den Wirren der Geschichte verloren, doch die heutigen Bestände – teils Rückkäufe, teils Leihgaben und Rückführungen – vermitteln ein anschauliches Bild höfischer Kultur zwischen Spätmittelalter und Barock.
Besondere Aufmerksamkeit genießen die weltberühmten Wawel-Teppiche, auch Arras-Teppiche genannt. Diese großformatigen, im 16. Jahrhundert in Brüssel gefertigten Tapisserien wurden einst eigens für den polnischen Königshof angefertigt und zählen laut Fachpublikationen, etwa von der Königlichen Tapisserie-Manufaktur in Brüssel und den Wawel-Staatssammlungen, zu den bedeutendsten Renaissance-Teppichzyklen Europas. Ihre dramatische Geschichte – Versteckung, Evakuierung vor der Wehrmacht, wechselnde Zufluchtsorte – wird in Führungen häufig thematisiert.
Eng verbunden mit dem Schloss ist die Wawel-Kathedrale (Bazylika archikatedralna ?w. Stanis?awa i ?w. Wac?awa). Sie ist formal ein eigenes Gotteshaus, wird aber als integraler Bestandteil des Wawel-Ensembles wahrgenommen. Hier befinden sich die Gräber vieler polnischer Könige, Nationalhelden, Dichter und Bischöfe. Die berühmte Sigismund-Glocke im Kathedralturm, gegossen im 16. Jahrhundert, gilt als nationales Symbol; ihr Klang begleitet viele wichtige Ereignisse der polnischen Geschichte. Für deutsche Besucher erinnert die Kathedrale in ihrer Funktion als Krönungs- und Gedenkstätte an eine Mischung aus Speyerer Dom und Paulskirche – aber mit eigener, stark emotional aufgeladenen Bedeutung.
Zum Ensemble gehören außerdem Befestigungsanlagen, Bastionen und die sogenannte Drachenhöhle (Smocza Jama), eine Karsthöhle am Fuß des Hügels, um die sich die Legende des Wawel-Drachen rankt. Diese volkstümliche Geschichte vom Drachen, der die Stadt bedrohte, und dem cleveren Schuster, der ihn mit einer mit Schwefel gefüllten Schafshaut überlistete, gehört inzwischen fest in das touristische Storytelling der Stadt. Am Höhlenausgang steht eine Drachenfigur, die in regelmäßigen Abständen Feuer speit – ein Fotomotiv, das in den sozialen Medien sehr präsent ist.
Die Kunstsammlungen des Wawel-Schlosses sind vielfältig: Neben Teppichen und Gemälden beherbergt das Museum bedeutende Bestände an Goldschmiedearbeiten, Rüstungen, Waffen und liturgischen Geräten. Fachinstitutionen wie das Polnische Nationalmuseum und internationale Kunsthistoriker betonen, dass hier einer der wichtigsten Bestände höfischer Kunst in Ostmitteleuropa konzentriert ist. Wer sich für Rüstungen und Waffen interessiert, findet hier ähnlich eindrucksvolle Stücke wie in den Sammlungen der Wiener Hofburg oder der Münchner Residenz, jedoch mit eigenem regionalen Profil.
Wawel-Schloss Krakau besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten
- Lage und Anreise: Das Wawel-Schloss liegt auf einem Hügel südlich der historischen Altstadt von Krakau, direkt an der Weichsel. Vom Hauptmarkt (Rynek G?ówny) sind es zu Fuß etwa 10–15 Minuten. Von Deutschland aus ist Krakau mit dem Flugzeug, der Bahn und dem Auto erreichbar. Nonstop-Flüge ab Frankfurt, München oder Berlin dauern in der Regel rund 1,5 bis 2 Stunden; Verbindungen werden von verschiedenen Fluggesellschaften angeboten, oft saisonabhängig. Mit der Bahn ist die Anreise über internationale Verbindungen, etwa via Berlin–Breslau (Wroc?aw)–Krakau oder über Wien mit dem ÖBB Nightjet, möglich. Für Autofahrer führt die Route meist über Dresden und die polnische Autobahn A4; in Polen gibt es teilweise mautpflichtige Strecken, worauf der ADAC in seinen Reisehinweisen hinweist.
- Öffnungszeiten: Das Schloss ist in mehrere Ausstellungsbereiche gegliedert, die zum Teil unterschiedliche Öffnungszeiten haben. Grundsätzlich sind die Anlagen in der Regel täglich geöffnet, mit saisonalen Anpassungen (im Sommer länger, im Winter kürzer). Da sich die Zeiten ändern können – etwa an Feiertagen oder bei Sonderveranstaltungen – sollten Reisende die aktuellen Informationen direkt auf der offiziellen Seite des Wawel-Schlosses Krakau bzw. der Staatlichen Kunstsammlungen prüfen. Auch die Wawel-Kathedrale hat eigene Besuchszeiten, die sich von den Museumsöffnungszeiten unterscheiden.
- Eintritt: Der Zugang zu den Außenbereichen des Wawel-Hügels ist meist frei, für den Besuch der Innenräume, Ausstellungen und bestimmter Bereiche (z.?B. Schatzkammer, Repräsentationsräume, Kathedralturm) werden separate Tickets erhoben. Die Preise variieren je nach Ausstellung und Kombination. Da sich Eintrittspreise ändern können und zudem saisonale Angebote oder Ermäßigungen (z.?B. für Studierende oder Familien) möglich sind, empfiehlt sich vorab ein Blick auf die offizielle Website. Die Zahlung ist vor Ort in der Regel sowohl in bar als auch mit Karte möglich, vielfach auch kontaktlos. In Polen wird in Z?oty (PLN) gezahlt; zur groben Orientierung können Reisende mit einem Wechselkurs rechnen, bei dem einige Dutzend Z?oty rund einem zweistelligen Eurobetrag entsprechen, konkrete Werte schwanken jedoch.
- Beste Reisezeit: Krakau lässt sich grundsätzlich ganzjährig besuchen. Viele Reiseführer, etwa von Marco Polo oder Merian, empfehlen das späte Frühjahr und den Frühherbst (Mai–Juni und September–Oktober) wegen angenehmer Temperaturen und vergleichsweise etwas geringerem Andrang als in der Hochsaison im Juli und August. Im Sommer kann es auf dem Hof heiß und voll werden, im Winter hingegen bietet der Wawel bei Schnee oder frostklarer Luft eine besondere Atmosphäre; dann sind aber einzelne Außenbereiche witterungsbedingt weniger komfortabel zu erkunden. Wer lange Warteschlangen vermeiden möchte, sollte möglichst früh am Tag kommen oder Tickets online reservieren, sofern verfügbar.
- Sprache und Führungen: In Krakau wird Polnisch gesprochen. Englisch ist im touristischen Umfeld weit verbreitet, und an vielen Stellen sind Beschilderungen zweisprachig (Polnisch/Englisch). Deutschsprachige Informationen sind punktuell vorhanden; einige kommerzielle Stadtführungen und Reiseveranstalter bieten deutschsprachige Führungen an, deren Angebot sich aber saisonal ändern kann. Audioguides sind häufig in mehreren Sprachen erhältlich, darunter englisch; einzelne Angebote in deutscher Sprache können je nach Saison verfügbar sein.
- Zahlung und Trinkgeld: In Polen ist Kartenzahlung weit verbreitet, auch kontaktlose Zahlungen per Smartphone werden vielerorts akzeptiert. In Restaurants sind 10?% Trinkgeld ĂĽblich, wenn man mit dem Service zufrieden ist; in manchen touristischen Lokalen kann eine Servicepauschale bereits in der Rechnung enthalten sein, daher lohnt ein Blick auf die Quittung. In Museen und an Ticketkassen wird kein Trinkgeld erwartet.
- Kleiderordnung und Verhalten: Für den Besuch der Innenräume gilt eine ähnliche Etikette wie in anderen europäischen Schlössern und Museen. Größere Rucksäcke müssen häufig in der Garderobe abgegeben werden, Essen und Trinken in den Ausstellungsräumen ist nicht gestattet. In der Wawel-Kathedrale sollten Schultern und Knie bedeckt sein; lautes Verhalten und Fotografieren mit Blitz oder in bestimmten Bereichen sind nicht erlaubt. Die Kathedrale wird bis heute als Gotteshaus genutzt – eine respektvolle Haltung ist insbesondere bei Gottesdiensten wichtig.
- Fotografieren: In den Außenbereichen des Wawel sind private Fotos in der Regel problemlos möglich. In den Innenräumen und Ausstellungen kann Fotografieren eingeschränkt oder an Gebühren gekoppelt sein; genaue Informationen finden sich an den Eingängen der jeweiligen Bereiche oder auf dem Ticket. Für professionelle Foto- oder Filmaufnahmen können gesonderte Genehmigungen erforderlich sein.
- Einreisebestimmungen und Sicherheit: Polen ist Mitglied der Europäischen Union und des Schengen-Raums. Für deutsche Staatsbürger genügt in der Regel ein gültiger Personalausweis oder Reisepass zur Einreise. Da sich rechtliche Rahmenbedingungen ändern können, sollten Reisende die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise beim Auswärtigen Amt (auswaertiges-amt.de) prüfen. Für medizinische Notfälle gilt innerhalb der EU die Europäische Krankenversicherungskarte, dennoch empfiehlt sich insbesondere für Auslandsreisen eine ergänzende Auslandskrankenversicherung.
- Zeitzone: Polen liegt in der gleichen Zeitzone wie Deutschland (Mitteleuropäische Zeit, im Sommer Mitteleuropäische Sommerzeit). Es gibt daher keine Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Krakau.
Warum Zamek Krolewski na Wawelu auf jede Krakau-Reise gehört
Aus Sicht vieler Reisejournalisten und Kulturinstitutionen ist der Wawel-Hügel ein Schlüssel zum Verständnis Polens. Wer Krakau besucht, ohne den Zamek Krolewski na Wawelu gesehen zu haben, verpasst den Ort, an dem sich polnische Geschichte, Mythologie und Gegenwart am sichtbarsten überlagern. Reiseführer wie der „Baedeker Krakau“ oder „National Geographic Traveler Polen“ stellen den Wawel entsprechend an den Anfang ihrer Routenvorschläge.
Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist der Wawel ein Ort der Begegnung mit einer Nachbarkultur, deren Geschichte eng mit der deutschen verflochten ist – von der Zeit der Piasten und Jagiellonen über die Teilungen Polens und die Ära der Habsburger bis zur Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und der kommunistischen Zeit. Viele Aspekte, die in deutschen Schulbüchern nur knapp erwähnt werden, erhalten hier konkrete Gesichter, Räume und Geschichten.
Gleichzeitig bietet der Wawel reizvolle Kontraste zum vertrauten Bild mitteleuropäischer Schlösser: Die Renaissance-Arkaden im Hof, die bunten Kapellendächer der Kathedrale, die Legende vom Drachen, die Weichselpromenade direkt unterhalb des Hügels – all das ist spezifisch Krakau und unterscheidet sich deutlich von Residenzen wie Sanssouci oder der Würzburger Residenz. Dieser Mix macht den Reiz aus, gerade für Reisende, die bereits viele deutsche und österreichische Schlösser kennen.
Nahezu alle Krakau-Routen lassen sich sinnvoll mit einem Wawel-Besuch kombinieren. Der Hügel bildet gewissermaßen die südliche Klammer der Altstadt: Wer den Tag auf dem Hauptmarkt beginnt, kann durch die grob Richtung Süden verlaufende Grodzka-Straße zur Kathedrale und zum Schloss hinaufspazieren. Anschließend bietet sich ein Spaziergang an der Weichsel oder ein Abstecher ins jüdische Viertel Kazimierz an, das zu Fuß in rund 15–20 Minuten erreichbar ist. Viele Reiseführer empfehlen, für den Wawel mindestens einen halben Tag einzuplanen; wer mehrere Ausstellungen besuchen möchte, kann problemlos einen ganzen Tag füllen.
Für Familien ist die Kombination aus Geschichte, Legende und eindrucksvollen Räumen attraktiv: Kinder lassen sich oft für die Drachenhöhle und die Feuer speiende Statue begeistern, während Erwachsene die historischen Hintergründe vertiefen. Schulen und Studienreisen aus Deutschland nutzen den Wawel häufig als anschaulichen Lernort im Rahmen von Austauschprogrammen – gerade in Verbindung mit Gedenkstätten wie dem nahegelegenen ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau oder dem ehemaligen jüdischen Ghetto in Krakau.
Auch wer eher stimmungsvolle Momente als Museumsbesuche sucht, kommt auf seine Kosten. Besonders eindrücklich sind Besuche in den frühen Morgenstunden, wenn der Hügel noch ruhig ist, oder am späten Nachmittag, wenn die Sonne tief steht und die Mauern warm leuchten. Viele Reisende kombinieren den Wawel mit einem Abendspaziergang entlang der Weichsel, bei dem sich das Schloss im Fluss spiegelt – Motive, die sich auf Instagram, TikTok und in Reiseblogs immer wiederfinden.
Die polnische Tourismusorganisation und lokale Akteure in Krakau betonen zudem die Rolle des Wawel als Ort kultureller Veranstaltungen: Konzerte, Sonderausstellungen, Bildungsprogramme und thematische Führungen tragen dazu bei, dass der Hügel kein „eingefrorenes“ Museum, sondern ein lebendiger Kulturort bleibt. Konkrete Termine und Programme ändern sich regelmäßig; aktuelle Informationen stellen die offizielle Schlossverwaltung und die Tourismusorganisation der Stadt Krakau bereit.
Wawel-Schloss Krakau in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke
In sozialen Medien ist der Wawel längst zu einem visuellen Symbol für Krakau geworden. Reisende teilen Fotos vom Arkadenhof, von der abendlichen Schloss-Silhouette an der Weichsel und vom feurigen Drachen. Kurzvideos zeigen häufig den Moment, wenn die Sigismund-Glocke ertönt oder wenn Besucher die steilen Stufen der Türme erklimmen. Hashtags rund um den Zamek Krolewski na Wawelu zählen zu den meistgenutzten Krakau-Motiven und vermitteln ein lebendiges, zeitgenössisches Bild eines jahrhundertealten Ortes.
Wawel-Schloss Krakau — Reaktionen, Stimmungen und Trends in den sozialen Medien:
Häufige Fragen zu Wawel-Schloss Krakau
Wo liegt das Wawel-Schloss Krakau genau?
Das Wawel-Schloss Krakau befindet sich auf einem HĂĽgel am linken Ufer der Weichsel, sĂĽdlich der Altstadt von Krakau in Polen. Vom zentralen Marktplatz der Stadt aus ist der HĂĽgel in wenigen Gehminuten erreichbar.
Warum ist der Zamek Krolewski na Wawelu so bedeutend?
Der Zamek Krolewski na Wawelu war über Jahrhunderte der Sitz der polnischen Könige und ist eng mit der politischen, religiösen und kulturellen Geschichte des Landes verbunden. Hier wurden Herrscher gekrönt, wichtige Entscheidungen getroffen und nationale Symbole bewahrt; zudem ist der Wawel Teil des UNESCO-Welterbes der Krakauer Altstadt.
Wie viel Zeit sollte man fĂĽr einen Besuch einplanen?
Für einen ersten Eindruck mit Rundgang über den Hügel, Besuch des Arkadenhofs und eines ausgewählten Ausstellungsbereichs reicht etwa ein halber Tag. Wer mehrere Museumsbereiche, die Kathedrale und eventuell Türme oder die Drachenhöhle besuchen möchte, sollte eher einen vollen Tag einplanen.
Kann man das Wawel-Schloss mit Kindern besuchen?
Ja, ein Besuch eignet sich auch für Familien mit Kindern. Die Mischung aus Schlossatmosphäre, Drachenlegende, Höhle und Wehranlagen bietet viele Anknüpfungspunkte. Einige Ausstellungen sind eher textlastig, andere – etwa die Drachenhöhle oder bestimmte Teile der Befestigungen – sprechen Kinder und Jugendliche direkt an.
Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Wawel und Krakau?
Angenehme Bedingungen bieten vor allem das späte Frühjahr und der Frühherbst, wenn es milder und meist etwas weniger überfüllt ist als in der Hochsaison im Sommer. Im Winter hat der Wawel eine besondere, oft stille Atmosphäre, kann aber witterungsbedingt etwas ungemütlicher sein.
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