Wienerberger, Aktie

Wienerberger Aktie: Ehrenbeck leitet neue IR-Abteilung

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 12:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Claus Ehrenbeck leitet Investor Relations, während Wienerberger im ersten Halbjahr ein ausgeglichenes Ergebnis und eine gesenkte EBITDA-Prognose meldete.

Wienerberger: Neue IR-Leitung nach Wechsel an der Konzernspitze
Modernes, lichtdurchflutetes Bürogebäude mit minimalistischer Architektur, das strategisches Management symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Führungswechsel und neue IR-Leitung

Der Baustoffkonzern Wienerberger stellt seine Kommunikation mit den Kapitalmärkten neu auf. Am 15. September übernahm Claus Ehrenbeck die Leitung der Investor-Relations-Abteilung als Senior Vice President. Die personelle Neubesetzung folgt auf weitreichende Umbrüche an der Konzernspitze, während das Unternehmen mit spürbarem Gegenwind im internationalen Wohnungsbau ringt.

An der Unternehmensspitze führt Gerhard Hanke die Geschäfte als Interim-CEO. Hanke war zuvor über viele Jahre als Finanzvorstand sowie zuletzt als Vorstandsmitglied für die Region Zentral- und Osteuropa im Konzern tätig. Er übernahm die operative Leitung nach dem Rücktritt des langjährigen Vorstandschefs Heimo Scheuch aus gesundheitlichen Gründen vor rund einem Monat; seither verlor die Aktie 12,2 Prozent an Wert.

Die Neuordnung in Führung und Kapitalmarktbetreuung soll für Stabilität in einer anspruchsvollen Marktphase sorgen. Das Management steht vor der Aufgabe, das Vertrauen der Investoren nach den jüngsten geschäftlichen Bremsspuren zu festigen.

Belastungen im ersten Halbjahr

Die Zahlen zum ersten Halbjahr machten das schwierige Marktumfeld deutlich.

Unter dem Strich stand nach Steuern ein ausgeglichenes Ergebnis von null Millionen Euro, nachdem im ersten Halbjahr des Vorjahres noch ein Nettogewinn von 106 Millionen Euro verbucht worden war.

Als wesentlicher Grund für den Rückgang erwies sich der schwache Wohnneubau in den Kernmärkten USA, Kanada und Großbritannien. Wegen dieser Belastungen senkte der Konzern vor rund einem Monat seine Jahresprognose für das operative EBITDA auf rund 700 Millionen Euro; seither gab der Kurs um 10,3 Prozent nach.

Trotz des konjunkturellen Gegenwinds setzte Wienerberger seine strategischen Zukäufe um. Im zweiten Quartal schloss das Unternehmen die Akquisitionen der italienischen Italcer-Gruppe sowie der schwedischen NEWS Group ab, um das Angebot in europäischen Schlüsselmärkten gezielt auszubauen.

Verschiebungen im Aktionärskreis

Parallel zu den operativen Herausforderungen kam es zu Veränderungen in der Aktionärsstruktur. Die US-Investmentgesellschaft Fidelity hatte ihre Beteiligung vor rund zwei Wochen ausgebaut, woraufhin der Titel seither 7,7 Prozent verlor. Am 8. September meldete FMR eine Verringerung der Stimmrechte auf 6,29 Prozent, nachdem die Beteiligung zuvor bei 6,55 Prozent gelegen hatte.

An den Finanzmärkten bleibt die Zurückhaltung der Anleger spürbar. Die Wienerberger-Aktie notiert bei 17,34 Euro und verbucht seit Jahresanfang einen Verlust von 43 Prozent. Für die neue Führungsmannschaft kommt es nun darauf an, die angepassten Jahresziele in einem weiterhin herausfordernden Branchenumfeld abzusichern.

Anzeige

Wienerberger-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Wienerberger-Analyse vom 24. September liefert die Antwort:

Die neusten Wienerberger-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Wienerberger-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 24. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Wienerberger: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | AT0000831706 | WIENERBERGER | boerse | 70177030 |