Xiaomi Aktie: SkyNomad unterbietet Tesla um ein Viertel
Veröffentlicht am: 03.08.2026 um 07:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Xiaomi greift Tesla direkt an. Mit zwei neuen Hybrid-SUVs unterbietet der chinesische Technologiekonzern den US-Rivalen um rund ein Viertel. Anleger reagierten am Freitag nicht mit Begeisterung, sondern mit Verkäufen: Die Aktie verlor 5,00 Prozent und schloss bei 3,23 Euro.
SkyNomad unterbietet Tesla deutlich
Am Donnerstagabend stellte Xiaomi seine neue Fahrzeugreihe SkyNomad vor. Zwei Hybrid-SUVs mit Range-Extender-Technologie sollen künftig gegen die Konkurrenz antreten. Konzernchef Lei Jun betonte, das Unternehmen habe dreieinhalb Jahre in die neue Kunlun-Architektur investiert.
Beim Preis zeigt Xiaomi keine Zurückhaltung. Der siebensitzige N90 Max startet in der Vorbestellung bei 299.900 Yuan, umgerechnet rund 44.170 US-Dollar. Der fünfsitzige N70 Max liegt bei 259.900 Yuan – deutlich unter den 339.000 Yuan, die Tesla für den sechssitzigen Model Y L in China aufruft.
Damit positioniert sich Xiaomi rund ein Viertel günstiger als der US-Konkurrent im vergleichbaren Segment.
Analysten sehen Volumendruck als Treiber
Die Deutsche Bank ordnet die Preisstrategie klar ein: Xiaomi steht unter erheblichem Absatzdruck. Ein Analystenteam um Wang Bin bezeichnet die Preisgestaltung als aggressiv – und nennt den Grund.
Xiaomi peilt für 2026 insgesamt 550.000 Auslieferungen an. Im ersten Halbjahr erreichte der Konzern jedoch nur 185.055 Einheiten. Im zweiten Halbjahr müsste Xiaomi damit im Schnitt rund 61.000 Fahrzeuge pro Monat ausliefern – weit über dem aktuellen Tempo.
Die jüngste Nachfrage bei den bestehenden Modellen macht die Lage nicht einfacher. In den letzten vier Juliwochen gingen laut Thinkercar-Daten nur 5.400, 5.600, 7.400 und 5.700 neue Bestellungen ein. Diese schwache Dynamik dürfte den Druck auf die Preisgestaltung der neuen SUV-Reihe zusätzlich erhöht haben.
Günstigere Batterien als Kostenhebel
Ein zentraler Baustein der aggressiven Preispolitik liegt offenbar in der Batterie-Beschaffung. Xiaomi setzt für die SkyNomad-Modelle Berichten zufolge auf günstigere Zellen von Sunwoda und CALB. Bei den bisherigen vollelektrischen Modellen kamen dagegen Batterien von CATL und BYD zum Einsatz.
Diese Kostenstruktur könnte laut Deutscher Bank die niedrigen Einstiegspreise erst tragfähig machen. Mit den neuen Modellen dringt Xiaomi zudem in ein neues Preissegment vor: Die SkyNomad-Serie zielt auf die Spanne zwischen 200.000 und 300.000 Yuan.
Dort trifft Xiaomi auf BYD, Leapmotor, Xpeng, Geely, Lynk & Co, Chery und Volkswagen. Die Deutsche Bank sieht zudem Premiumangebote von Li Auto, Tesla, Zeekr und Aito unter Druck geraten.
Markteinführung erst im September
Trotz des sofortigen Vorverkaufsstarts müssen Kunden warten. Der offizielle Verkaufsstart in China und die ersten Auslieferungen sind erst für September 2026 geplant.
Bis dahin bleibt unklar, ob sich die niedrigen Einstiegspreise tatsächlich in nennenswerte Bestellzahlen übersetzen. Genauso offen ist, ob die Kalkulation mit den günstigeren Batteriezellen langfristig aufgeht.
Die Marktreaktion zeigt, wie sensibel Anleger auf Signale aus dem margenschwachen EV-Geschäft reagieren. Mit einem Abstand von -13,27 Prozent zur 200-Tage-Linie bleibt der mittelfristige Abwärtstrend intakt. Ob Xiaomi im September mit den ersten Auslieferungszahlen liefert, entscheidet darüber, ob die aggressive Preisstrategie das Jahresziel von 550.000 Fahrzeugen noch erreichbar macht.
Xiaomi-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Xiaomi-Analyse vom 3. August liefert die Antwort:
Die neusten Xiaomi-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Xiaomi-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Xiaomi: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
